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MdL Ludwig Hartmann (Grüne) zu Besuch in der Geschäftsstelle in Penzberg

v.l.n.r.: Peter Haberzettl (EWO), MdL Ludwig Hartmann (Grüne), Josef Kellner (EWO), Stefan Drexlmeier (EWO)

v.l.n.r.: Peter Haberzettl (EWO), MdL Ludwig Hartmann (Grüne), Josef Kellner (EWO), Stefan Drexlmeier (EWO)

Ein intensiver Gedankenaustausch zwischen Politik und Praxis war das Ergebnis des Besuchs von Ludwig Hartmann, Fraktionssprechers der Grünen im Bayerischen Landtag, in der Geschäftsstelle der Energiewende Oberland (EWO) in Penzberg am 22. März 2017. Seit dem ersten Gespräch im Jahr 2012 hatte sich viel getan und so berichtete der Vorstand von wichtigen positiven Entwicklungen, aber bedauerte auch die aktuellen politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende in Bayern und Deutschland. Neben der erfolgreichen Projektentwicklung zweier durch den Bund und die EU geförderter Projekte (INOLA, PEACE_Alps) konnte seit dem letzten Besuch der Landkreis Garmisch-Partenkirchen als aktives Mitglieder der Energiewende Oberland gewonnen werden und so umfasst das Einzugsgebiet der EWO nun die gesamte Planungsregion 17 – Oberland.

Hartmann lobte die positive Entwicklung der Energiewende im Oberland und hob die bedeutende Rolle eines „Kümmerers in der Region“, wie es der Landtagsabgeordnete nannte, hervor.

„Die Themen Energiewende und Klimaschutz sind in der Region präsent und werden Schritt für Schritt vorangebracht“, lautete das Resümee von Josef Kellner, Vorstandsvorsitzender der Energiewende Oberland. Ludwig Hartmann zeigte sich von den aktuell 78 Kommunen beeindruckt, die sich, neben den vier Landkreisen, ebenfalls dem Ziel der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2035 mit eigenen Beschlüssen in den kommunalen Gremien verschrieben haben.

"Ein Weg dieses Ziel zu erreichen, sind die beliebten Bürgerbeteiligungen an regionalen Energieprojekten (Solar- oder Windparks in Bürger- oder kommunaler Hand). Da die festen Einspeisungszusagen weggefallen sind und durch unsichere Ausschreibungsmodelle ersetzt wurden, fehlen die konkret planbaren finanziellen Anreize," ergänzt Peter Haberzettl, Mitglied im Vorstand der Bürgerstiftung.

Stefan Drexlmeier, Leiter der Geschäftsstelle präsentierte auch konkrete Zahlen zu den Potenzialen der Energiewende für die regionale Wertschöpfung. Laut Berechnungen des Projekts INOLA seien im Jahr 2014 in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau ca. 880 Millionen Euro für Strom und Wärme ausgegeben worden. Der Anteil der regionalen Erneuerbaren Energien belief sich dabei auf ca. 116 Millionen Euro. Stellt man sich vor, dass im Jahr 2035 unter konservativer Annahme 60% der Wärme und 80% des Stroms in der Region erzeugt würden, so ergäbe dies bereits eine Wertschöpfung von über 600 Millionen Euro für die Region.

Hinweis zu Besuchen politischer Vertreter:

Die Bürgerstiftung ist wirtschaftlich und politisch unabhängig und ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden. Daher stehen wir politischen Parteien gerne für einen fachlichen Austausch und Berichte zur Erfahrungen aus der täglichen Arbeit als Akteur der Energiewende im Oberland zur Verfügung.