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Praxisbeispiel: Gratiswärme vom Dach

Familie Petregger heizt mit der Sonne

Foto: Petregger, Text:  (c) Alfred Schubert

Foto: Petregger, Text: (c) Alfred Schubert

Die großen Fenster auf der Südseite, die zum Schutz gegen Überhitzung automatisch abgeschattet werden, nutzen die Sonnenenergie passiv.

Ein Vollholzhaus bewohnt die Familie Petregger in Böbing. Es hat keine Schrauben, die 24 Zentimeter starken Teile aus Fichtenholz werden von Buchendübeln zusammengehalten. Auch das Dach besteht aus vorgefertigten Holzplatten. Zudem haben alle Wände und das Dach eine außen aufgebrachte, zehn Zentimeter dicke Isolierung aus Holzfaser-Dämmstoff. 25 Quadratmeter Kollektoren, die auf dem Süddach aufgeständert montiert sind, sammeln die kostenlose Wärme der Sonne und lagern sie in einen 4000 Liter Wasser fassenden Pufferspeicher im Keller ein. Damit können in dem Haus, dessen Räume mit Fußboden- und Wandheizungen ausgestattet sind, auch eine paar sonnenarme Tage überbrückt werden. Die Heizperiode, in der der Kachelofen mit Powall-Einsatz befeuert werden muss, beträgt meist nur drei Monate. "Zwei bis drei Ster Fichtenholz reichen dabei für Heizung und Warmwasser aus", so Franz Petregger. Beim Energiesparen helfen auch die großen Fenster auf der Südseite, die die Sonnenenergie passiv nutzen sowie eine optimale Regelung des Gesamtsystems.

Die redaktionelle Aufbereitung der Best-Practice-Beispiele wurden vom Landkreis Weilheim-Schongau finanziell unterstützt.