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Praxisbeispiel: Wärme aus der Kälte

Wärmepumpe holt sich ihre Energie aus einem Eisblock

Foto: Duschek, Text: (c) Alfred Schubert

Foto: Duschek, Text: (c) Alfred Schubert

Wenig Betriebskosten will Jörg Duschek-Schweyer aus Peißenberg haben. Eine gute Wärmeisolierung sorgt für geringen Energieverbrauch, auf dem Dach erwärmt die Sonne Wasser und erzeugt Strom.

Ein Haus aus Bergwerkszeiten hat die Familie von Jörg Duschek-Schweyer modernisiert. Ein Anbau in Holzständer-Bauweise sorgt für mehr Wohnraum, eine 18 Zentimeter dicke Isolierung aus Holzfaser an den Außenwänden und 28 cm Holzfasern im Dach sorgen für niedrigen Energieverbrauch. Der gelernte Heizungsbauer wollte aber noch mehr: eine innovative Heizung mit einer Wärmepumpe, die ihre Ausgangswärme aus Wasser und Eis entnimmt. Im Sommer wird das Wasser in dem 10 000 Liter fassenden Tank mit Hilfe von Kollektoren auf dem Dach auf bis zu 18 Grad aufgeheizt, im Winter kühlt es auf null Grad ab und gibt bei Gefrieren weiter Wärme ab. "Am Ende des Winters war der Inhalt komplett durchgefroren, so der Peißenberger, der bei Umbau und Installation zusammen mit seiner Familie selbst angepackt hat.

Solarmodule mit einer Spitzenleistung von 9,9 Kilowatt erzeugen Strom für den Haushalt und die Wärmepumpe, und eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für angenehmes Raumklima. Der innovative Hausbesitzer ist zufrieden, denkt aber schon weiter: Mit einem Batteriespeicher und einem Elektroauto könnte er mehr eigenen Strom selbst nutzen und so die Energiekosten weiter senken.

Die redaktionelle Aufbereitung der Best-Practice-Beispiele wurden vom Landkreis Weilheim-Schongau finanziell unterstützt.