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"Hackschnitzelheizung mit Familienanschluss"

Pressemitteilung vom Energiestammtisch am 13.02.2017

Bei der anschließenden Besichtigung in seiner Heizzentrale erläutert er den ca. 60 Besuchern der Veranstaltung die Betriebsweise der Anlage im Detail (im Bild links mit schwarzer Kappe)

Bei der anschließenden Besichtigung in seiner Heizzentrale erläutert er den ca. 60 Besuchern der Veranstaltung die Betriebsweise der Anlage im Detail (im Bild links mit schwarzer Kappe)

(Waakirchen) Wärme aus der eigenen Hackschnitzelheizung ist für viele im Oberland mittlerweile selbstverständlich. Was sich für landwirtschaftliche Anwesen gut eignet, ist für das Ein- und Zweifamilienhaus meist zu groß. Wie man mehrere Gebäude mit einer Heizzentrale versorgen kann, ist meist keine technische, sondern eher ein vertragliche Fragestellung. Um zum Thema Wärmelieferung im ländlichen Raum zu informieren, hatten die Waldbesitzervereinigung Holzkirchen, die MW Biomasse aus Irschenberg sowie die Energiewende Oberland zum Energiestammtisch eingeladen.

Als „Heizung mit Familienanschluss“ bezeichnete Sebastian Henghuber, Vorstandsvorsitzender der MW Biomasse aus Irschenberg die kleineren Hackschnitzelheizungen, die mittlerweile viele landwirtschaftliche Anwesen beheizen. Diese Anlagen brauchen aufgrund von Unregelmäßigkeiten in der Brennstoffversorgung ab und zu einen Handgriff mehr als Öl- und Gasheizungen.

Um Wärmekunden professionell zu versorgen, ist eine sichere Betriebsweise entweder mit einer Doppelkesselanlage durch zwei gleichwertige Hackschnitzelheizungen oder durch eine Biomasseheizung mit einem Ölkessel als Reserve sinnvoll. MW Biomasse, die seit einem Jahr ihren Sitz in Irschenberg hat, berät Waldbesitzer und Investoren zu vielen Themen der Wärmelieferung aus Energieholz.  

Am Energiestammtisch der drei Organisationen erläuterte Henghuber vor allem die Preisbildung zum Verkauf von Wärme, sowie der wirtschaftlichen Betriebsführung von Wärmenetzen.

Kombination aus zwei Hackschnitzelkessel und solarthermischer Anlage

Ein in der Region bisher einzigartiges Wärmenetz stellte der Betreiber Johann Pichler aus Krottenthal vor: Mit zwei Hackschnitzelkesseln sowie einer solarthermischen Anlage von 70m² Dachfläche beschickt er die umliegenden Gewerbebetriebe mit regenerativer Wärme. Bei der anschließenden Besichtigung in seiner Heizzentrale erläutert er den ca. 60 Besuchern der Veranstaltung die Betriebsweise der Anlage im Detail (im Bild links mit schwarzer Kappe). Langfristige Wärmelieferverträge sowie eine Preisgleitklausel sorgen sowohl beim Betreiber des Wärmenetzes als auch bei den Wärmekunden für Planungssicherheit und kontinuierliche Wärmepreise.

Fördermittel verfügbar

Über die verfügbaren Fördermittel für die Errichtung von Hackschnitzelheizungen und Wärmenetzen informierte Andreas Scharli von der Energiewende Oberland. Sowohl die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) als auch die Bundesanstalt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschussen derartige Anlagen mit Bundesmitteln. Die bayerischen Fördermittel aus dem Bioklima-Programm können zur Investition in Biomasse-Heizkessel ergänzend beantragt werden. 

Fazit der Referenten: Als Betreiber von Biomasseanlagen wird man auch in Zukunft nicht in Geld schwimmen, trotzdem kann die Wärmelieferung im ländlichen Bereich eine gute, zusätzliche Einnahmequelle sein.

Ansprechpartner für die Presse:

Andreas Scharli (Energiemanager IHK, Energiewende Oberland)