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Betreiber des Wandels gesucht – INOLA-Projekt zu Gast auf Wieser Zukunftsforum 2017

Betreiber des Wandels gesucht – INOLA-Projekt zu Gast auf Wieser Zukunftsforum 2017

Unter dem Motto "Schritte in die Zukunft – Querdenker laden ein!" fand am 20. und 21. Januar 2017 zum zwanzigsten Mal das Wieser Zukunftsforum mit dem diesjährigen Titel "Warum es Betreiber des Wandels braucht" statt. Organisiert von der Landvolkshochschule Wies befassten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Forums mit der Frage, wie aus dem Engagement einzelner Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Entwicklung eine breite Bewegung entstehen kann, die alle Gesellschaftsschichten anspricht und einen möglichst umfassenden Wandel ermöglicht. In insgesamt fünf Einheiten wurde dieser Frage am Samstag in Form von Impulsvorträgen und Diskussionsrunden, die sich vorrangig um die Themen Klimawandel und Energiewende drehten, nachgegangen. Das Veranstaltungsplenum bestand aus einer Vielzahl an Multiplikatoren, Entscheidungsträgern und Akteuren mit regionalspezifischem Know-how aus dem Oberland und dem Allgäu.

Zu diesem Thema war auch das Projektteam INOLA (Innovationen für ein nachhaltiges Land‐ und Energiemanagement auf regionaler Ebene) geladen. Neben Elisabeth Freundl von der EWO, die wesentlich an der Planung des Forums beteiligt war, brachten sich sowohl Praxispartner als auch die wissenschaftlichen Partner des INOLA-Projektes maßgeblich ein:
Walter Huber, Geschäftsführer des Praxispartners Stadtwerke Bad Tölz präsentierte gemeinsam mit Geschäftsführer Peter Müller von den Stadtwerken Weilheim wie innovativ die regionalen Stadtwerke bereits den Wandel (be-)treiben und welche Strategien die Stadtwerke künftig verfolgen werden.

Die INOLA-Projektleiterin Dr. Anne von Streit (LMU München) präsentierte gemeinsam mit Michael Jedelhauser (LMU München) im Rahmen ihres Vortrags „Betreiber des Wandels gesucht - was tut sich im Oberland und Allgäu?“ Zwischenergebnisse des INOLA -Projekts und des ForChange-Projekts (TranE- Transformationsprozesse zu einem nachhaltigeren Energiesystem). Im Zentrum der Präsentation stand die Frage, inwieweit es im Kontext der Energiewende in den beiden Regionen gelingt, die singulären Aktivitäten lokaler Pioniere in institutionalisierte Strukturen zu überführen, um den Transformationsprozess unabhängiger vom Engagement Einzelner zu machen. Diese Frage weist gegenwärtig eine große Relevanz auf, da sich die dezentrale Energiewende „von unten“ mit einer Reihe Hürden, insbesondere gesetzlicher Natur, konfrontiert sieht, welche den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region erheblich verlangsamen und das Handlungspotenzial von Pionieren und Organisationen einschränken.

Nach dem Vortrag wurde die Veranstaltung durch einen interaktiven Block vom INOLA-Team abgerundet, in dem an drei Poster-Standorten konkrete Fragen zur regionalen Energiewende weiterführend diskutiert wurden. Hierbei wurde deutlich, dass es einer weitergehenden lokalen und regionalen Verfestigung und Verstetigung der Energiewende bedarf. Für die kommunale Ebene wurden beispielsweise Strategien diskutiert, inwieweit Kommunen mittels der Erarbeitung von (Klimaschutz-)Konzepten, der Schaffung von (KlimaschutzmanagerInnen-) Stellen oder der Integration energiespezifischer Aspekte in das kommunale Planungsrecht eine dezentrale Energiewende in stabilere Strukturen überführen können und wo die Grenzen dieser Institutionalisierungsmöglichkeiten liegen.

Hier finden Sie die Präsentationen:

Marcus Reichenberg, Klimastrategen_Transformateure für eine nachhaltige Entwicklung

Frericks_Jeder_kann_was_tun___Betreiber_des_Wandels_gesucht

Roughani_Nachhaltige_Zukunft_Die_Business_Perspektive

LMU, München; Dr. Anne von Streit und Michael Jedelhauser

Die Nachlese der Landvolkshochschule Wies zum 20. Wieser Zukunftsforum finden Sie hier.

Die Historie des Wieser Zukunftsforum finden Sie hier.