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Wie viel Energie steckt im Holz?

Wie viel Energie steckt im Holz?

Am 24.10 und 25.10 lernten die Kinder der dritten und vierten Klasse der Grundschule Irschenberg Bioenergie als einen der Bausteine der Energiewende kennen. Fragen wie: „Was genau hat der Klimawandel mit Bioenergie und Nachhaltigkeit zu tun? Und was ist das eigentlich eine nachhaltige Nutzung des Waldes?“ wurden beim Besuch der Referentin Garnet Wachsmann der Energiewende Oberland beantwortet. Gesponsert wird der Besuch vom Klimaschutzmanagement des Landkreises Miesbach. Das Thema steht ganz oben auf dem Lehrplan, weshalb die Grundschule Irschenberg jedes Jahr einen ganzen Projektschulvormittag dafür einsetzt.
Spielerisch wurden den Schülern die Zusammenhänge zwischen der regional verfügbaren Biomasse Holz und nachhaltiger Waldwirtschaft näher gebracht. Sie bastelten Energiebäume und ließen sie  regelrecht zu einem Wald „heranwachsen“ . Diesen ernteten die Kinder dann unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit: mit Helm und Ohrenschützer ausgestattet wurden die Schüler zum Forstwirt und durften die selbstgebastelten Bäume einbringen.  Etwas  Wichtiges haben Sie dabei gelernt: Wenn sie mehr Bäume aus ihrem Wald holen als natürlich nachwachsen, können in ein paar Jahren nicht mehr genügend Bäume gefällt werden.

Mit kleinen Experimenten wurde die „Bioenergie“ erfahrbar gemacht. Wieviel Holz benötigt man, um die Wohnung so warm zu bekommen wie mit Heizöl? Und warum sollten wir weg von den fossilen Brennstoffen? Kann man Holzhackschnitzel essen? Woraus bestehen Holzpellets und wie viel wiegt ein Scheitholz? Mit Hilfe eines Bioenergie-Erinnerungswürfel erarbeiteten sich die Kinder dass man ein Ster (=250kg) Holz benötigt um 100l Heizöl zu ersetzen.

Am Ende sind sich die Kinder einig. Wenn man entsprechend viele Bäume erntet, die nachwachsen oder nachgepflanzt werden, kann der Wald nachhaltig bewirtschaftet und die eigene Ölheizung ausgetauscht werden. Auch dass man von den endlichen fossilen Brennstoffen, die zur Erderwärmung beitragen wegkommen will, bezweifelt in der Kindergeneration niemand mehr.