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Das Jahresmotto erfolgreich umgesetzt. Energiewende Oberland feiert Stifterversammlung im Landratsamt Bad Tölz

Das Jahresmotto erfolgreich umgesetzt. Energiewende Oberland feiert Stifterversammlung im Landratsamt Bad Tölz

„Mach jetzt mit!“ lautet das Motto der Energiewende Oberland für das Jahr 2016 und in der Tat konnten auf der diesjährigen Stifterversammlung im Landratsamt in Bad Tölz einige Erfolge präsentiert werden, die sehr gut zu dieser Aufforderung passen.

Auf den Tag genau 11 Jahre nach der Errichtung der Bürgerstiftung gibt es von allen Seiten großes Lob für die gemeinsamen Anstrengungen der Region für mehr Klimaschutz und konsequente Energiewende im Oberland. Bei seiner Begrüßung mahnt Hausherr, Stellvertretender Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen Klaus Koch, dass er nur noch 18 mal dabei sein werde, denn dann sollte die Energiewende im Oberland erreicht sein. Dass hierzu jedoch noch einiges an Arbeit vor uns liegt und auch die Anstrengungen weiterhin schnell auf den Weg gebracht werden müssen, das war auch an der diesjährigen Stifterversammlung jedem klar.

Grußwort durch den Landrat des Landkreises Miesbach

Landrat Wolfgang Rzehak (Landkreis Miesbach) erinnerte daran, dass das Ziel bereits vor 11 Jahren richtig gewählt wurde, da die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern nicht nur die regionale Wertschöpfung fördert und bedeutsam für den Klimaschutz ist sondern uns auch von politisch instabilen Ländern unabhängig macht. Der Landrat lobte auch die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Energiewende Oberland und den Landkreisen mit seinen Kommunen.

Landrat Anton Speer (GAP): „Wir freuen uns jetzt auch dabei zu sein!“

Mit einen der Höhepunkte des Abends stellte der Beitritt des Landkreises Garmisch-Partenkirchen dar. Landrat Anton Speer nahm die Einladung sichtlich gerne an und erklärte, dass der Landkreis Garmisch-Partenkirchen bereit sei an dem Ziel mitzuarbeiten das Oberland im Jahr 2035 vollständig durch erneuerbare Energien zu versorgen. „Die Schnittmengen der Landkreise sind vielfältig und bieten eine hervorragende Grundlage um erfolgreich bei dem wichtigen Thema Energiewende und Klimaschutz gemeinsam voranzuschreiten“, betonte der Unterammergauer in seiner Ansprache.
Als Willkommensgruß übergab der Vorsitzende ein Körbchen mit Schmankerl aus den drei Landkreisen.

Berichte aus Stiftungsrat und Vorstand

Gerald Ohlbaum (Vorsitzender des Stiftungsrats) und Josef Kellner (Vorsitzender des Vorstands) berichteten aus den Aktivitäten in den jeweiligen Gremien der Bürgerstiftung. Gerald Ohlbaum nutzte die Gelegenheit einerseits um die erfolgreiche Arbeit des Vorstands zu würdigen und erinnerte daran, dass die Bürgerstiftung aufgrund des niedrigen Zinsniveaus aktuell auf Spenden angewiesen ist, um wichtige Programme wie beispielsweise die Bildungsarbeit in der Region fortzuführen.

Josef Kellner, der seit vergangenem Herbst den Vorsitz im Vorstand übernommen hat, zeigte neben einem allgemeinen Überblick (Rede in ganzer Länge zum Nachlesen) die durchgeführten Aktivitäten des Vorstands und der Geschäftsstelle auf. „Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung nehmen weiterhin einen bedeutenden Schwerpunkt in der Arbeit der Bürgerstiftung ein“, betonte er in seinem Bericht. Aber auch die weitere Werbung von Stiftern stellt eine Aufgabe des Vorstands dar. So wuchs die Anzahl der Stifter im Jahr 2016 auf insgesamt 244 an. Unter den neuen Stiftern befinden sich auch drei Kommunen: Gemeinde Pähl, Gemeinde Schwabbruck und Gemeinde Raisting im Landkreis Weilheim-Schongau.

Zentraler Aspekt der Arbeit im Vorstand waren die Verhandlungen mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau zur Fortführung der bestehenden finanziellen Unterstützung. In den Kreistagssitzungen im Juni stimmten alle drei Landkreise für eine Verlängerung der Zuschüsse für weitere 5 Jahre. „Damit ist die Basis für die kommende Projektentwicklung und -durchführung gelegt“, erklärte Josef Kellner. Durch den Beitritt des Landkreises Garmisch-Partenkirchen mit Beschluss des Kreistags vom 14.10.2016 umfasst die Region der Energiewende Oberland nun insgesamt 3.956 km² mit rund 440.000 Einwohnern (Stand 2015) in 94 Städten, Märkten und Gemeinden.

Inhaltliche Schwerpunkte des Jahres 2016 ergaben sich neben der konsequenten Fortführung der Öffentlichkeitsarbeit für die Themen Energieeinsparung und Erneuerbare Energien auch im Bereich der nachhaltigen Mobiliät. Durch zahlreiche Einweihungen von Elektro-Ladesäulen und der Elektromobilitäts-Sternfahrt durch’s Oberland konnten hier Signale an die Bürgerinnen und Bürger gesendet werden, dass auch im ländlichen Raum E-Mobilität bereits funktioniere. Josef Kellner dankte den über 200 ehrenamtlich engagierten Mitarbeitern in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau und stimmte positiv für die weitere Entwicklung der Energiewende Oberland.