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Auszeichnung der Gemeinde Irschenberg

v.l.: K. Thurnhuber (Gem. Warngau), Landrat W. Rzehak (Landkreis MB), Ulrich Hach (Bayer. Wirtschaftsministerium), H. Schönauer (Gem. Irschenberg), J. Kellner (EWO), J. Bernöcker (Raiffeisenbanken), J. Rode (Sparkasse), M. Pemler (Landratsamt MB)

v.l.: K. Thurnhuber (Gem. Warngau), Landrat W. Rzehak (Landkreis MB), Ulrich Hach (Bayer. Wirtschaftsministerium), H. Schönauer (Gem. Irschenberg), J. Kellner (EWO), J. Bernöcker (Raiffeisenbanken), J. Rode (Sparkasse), M. Pemler (Landratsamt MB)

Irschenberg/Penzberg. In einer sonnigen Feierstunde feierte die Gemeinde Irschenberg die Auszeichnung „Energiewende-Kommune 2015“. Zur Enthüllung des Schilds, welches seit kurzem das Rathaus der stark wachsenden Gemeinde im nördlichen Landkreis Miesbach ziert, waren Landrat Wolfgang Rzehak, Vertreter der Fraktionen im Kreistag, Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis und Ulrich Hach vom Bayerischen Wirtschaftsministerium angereist.

Ulrich Hach und Landrat Rzehak waren sich einig, dass Energiewende in den Kommunen umgesetzt wird und die Gemeinde Irschenberg die Auszeichnung sich redlich verdient hat. Bürgermeister Hans Schönauer führte in seiner Rede aus, dass die Energiewende zwar eine Herausforderung aber auch große Chancen für Kommunen im Oberland berge.

Spitzenleistung auf Irschenbergs Dächern

Mit die meisten Photovoltaikanlagen des Landkreises Miesbach sind auf Dächern in der Gemeinde Irschenberg installiert. Diese Anlagen von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde, eine konsequente energetische Ertüchtigung der kommunalen Liegenschaften und Vorzeigeprojekte wie beispielsweise eine Kläranlage, die keinen Strom benötigt, sowie einige gänzlich energieautarke und privater Niedrigenergiehäuser zeugen von der Bereitschaft aller Beteiligten beim Thema Energiewende mitzumachen. Auch in Bezug auf Mobilität setzt die Gemeinde immer wieder Akzente. Die Ladeinfrastruktur in Autobahnnähe bietet bereits heute sieben Elektrofahrzeugen eine Möglichkeit Akkus wieder aufzufüllen, fünf davon sogar mit Hochleistungs-Schnelllade-Funktion. Aber auch die Mitfahrbank (Bericht im BR) ist ein Beispiel der neuesten Aktivitäten der Gemeinde.

Wie wird eine Gemeinde oder Stadt „Energiewende-Kommune"?

Die umfassende Beteiligung von Bürger und der Wirtschaft stellt eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende dar. Kommunen können dazu einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland möchte besonderes Engagement in den Kommunen des Oberlandes durch die jährliche Vergabe des Preises „Energiewende Kommune" hervorheben und den ehren- und hauptamtlichen Beteiligten für ihre Tätigkeiten bei der Umsetzung der Energiewende danken.

Mit diesem Preis entsteht ein Leuchtturm in Sachen Energiewende, der anderen Gemeinden als Vorbild dienen soll, die Energiewende vor Ort mit konkreten Maßnahmen voranzutreiben. Der Vorstand der Bürgerstiftung gratuliert der Gemeinde Irschenberg zu diesem Preis und die damit verbundene Anerkennung.

Die Grundvoraussetzung für die Vergabe des Preises „Energiewende-Kommune" ist die Vorlage eines ganzheitlichen Konzepts der Gemeinde, in dem dargestellt wird, mit

  • welchen Maßnahmen,
  • welcher Bürgerbeteiligung und
  • welchem Zeitrahmen

die Energiewende in der Gemeinde umgesetzt werden soll.

Zusätzlich soll mindestens ein herausragendes "Energiewende"-Projekt durchgeführt worden sein, das

  • Pilotcharakter hat, innovativ und auf andere Gemeinden übertragbar ist
  • die Bürger/Innen aktiv bei der Planung und Umsetzung einbezieht und/oder
  • Vernetzung zwischen Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen gewährleistet.

Details der Jury-Entscheidung

Die Bewerbung der Gemeinde Irschenberg weist zu allen ausgeschriebenen Vergabekriterien anzuerkennende Argumente auf.

Im Rahmen der vom Amt für ländliche Entwicklung geförderten Dorferneuerung wurde Bürgerbeteiligung aktiv gelebt. Zahlreiche Niedrigenergiehäuser und private Photovoltaik-Anlagen zeugen von der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag zu leisten. Durch Bildungsprojekte an der Grundschule wurde auch den Jüngsten bereits die Bedeutung einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Energiever-sorgung der Region nähergebracht.

Als Pilotanlage herausragend erweist sich die Pflanzenkläranlage in Niklasreuth.

Es wird der Gemeinde Irschenberg empfohlen die Erstellung eines Energiekonzepts anzustreben.

Herzliche Gratulation

„Ich gratuliere recht herzlich Ihnen, Herr Bürgermeister, und dem Gemeinderat stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger, Handwerksbetriebe und Unternehmen der Gemeinde zu dem Preis „Energiewende-Kommune 2015“ und bin sicher, die Gemeinde ist auf dem richtigen Weg. Machen Sie weiter so!“, schloss Josef Kellner, Vorstandsvorsitzender der Energiewende Oberland seine Laudatio.