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Bad Tölz ist innovativ - Stadtwerke Bad Tölz untersuchen im Rahmen von INOLA die Optimierung des Energiesystems für die Stadt

Bad Tölz ist innovativ - Stadtwerke Bad Tölz untersuchen im Rahmen von INOLA die Optimierung des Energiesystems für die Stadt

Keine andere Energieform ist so vielseitig, so lebensnotwendig, so allgegenwärtig wie der elektrische Strom. Für Licht, Kraft, Elektronik in allen Lebenslagen ist er unentbehrlich. Leider haftet ihm ein entscheidender Nachteil an.

Strom muss in der gleichen Sekunde, in der er gebraucht wird, erzeugt werden und verfügbar sein. Speicherung aus Überschuss für Spitzenlastbedarf ist nur in ganz geringem Maße möglich und wirtschaftlich. Um eine zuverlässige Versorgung jederzeit sicherzustellen, müssen die Energieversorger, also auch die Stadtwerke Bad Tölz, viel Geld, Fachwissen und Kreativität aufwenden, immer den Blick auf den Spitzenlastbedarf gerichtet. Wären diese letzten Kilowatt zur Zeit des Bedarfshöhepunkts nicht verfügbar, würde die Stromversorgung zusammenbrechen. Blackout.

Im Rahmen des Forschungsprojekts INOLA des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben die Stadtwerke zusammen mit der Ludwig Maximilians Universität München und der Hochschule Kempten jetzt ein besseres Energiekonzept für Bad Tölz entwickelt. 

Auf der ersten Grafik sieht man den derzeitigen Strombedarf einer typischen Woche und erkennt die Quellen, die diesen Strom zur Verfügung stellen. Ein Drittel des Strombedarfs wird schon regional erzeugt. Den wesentlichen Anteil liefert immer noch das allgemeine Stromnetz.

Wenn es möglich wäre, mehr dezentrale, regionale, auch private Stromerzeuger mit z. B. Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung intelligent in den Energiequellen-Mix einzubinden, wäre schon viel gewonnen.

 Die folgende Grafik zeigt bei gleichem Strombedarf wie oben ein künftig deutlich anderes Bild bezüglich der Herkunft des Stroms. In Zukunft wird zu bestimmten Zeiten mehr Strom erzeugt als verbraucht. Das entspricht einem möglichen Zukunftsmodell, das die Stadtwerke für Bad Tölz errechnet haben. Eine langfristig kostengünstige Alternative, die unter anderem auf die dezentralen Bemühungen von Firmen, Bad Tölzer Bürgern und der Stadtwerke setzt. Sie schafft mehr Unabhängigkeit von überregionalen Energielieferanten und erhöht damit die Sicherheit der hiesigen Stromversorgung, auch in Krisenzeiten. Noch wichtiger aber ist es in Zukunft, mit diesem Überflussstrom Wasser vor Ort zu erhitzen und für Heizzwecke zu speichern, um dadurch Wärmeenergie aus Öl und Gas zu ersetzen.

Überschüssige, nicht genutzte Strommengen können somit wirtschaftlich und gleichzeitig ökologisch sinnvoll genutzt werden. Es geht also um die ständige Erforschung aller Entwicklungen, um die Beratung aller Interessenten und um ein digitales Steuerungssystem, das Strom- und Wärmequellen verknüpft. Die Stadtwerke packen das an.

Mit diesem regionalen Beitrag zur Energiewende setzt Bad Tölz Zeichen für eine ressourcenschonende, zukunftssichere Initiative, die durchaus auch für andere Versorgungsunternehmen Modellcharakter hat.

Die Inhalte der Ist- und Potenzialanalyse werden in der Veranstaltung „Ein gemeinsames Zukunftsbild für unsere Region“ genauer vorgestellt. Details...