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INOLA nimmt neben der Energieerzeugung die Landnutzung und naturräumlichen Gegebenheiten unter die Lupe

INOLA nimmt neben der Energieerzeugung die Landnutzung und naturräumlichen Gegebenheiten unter die Lupe

Das gemeinsame Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität und der Energiewende Oberland „INOLA“ erarbeitete 2015 eine fundierte Ist- und Potenzialanalyse. In dieser Analyse ist die aktuelle und zukünftig mögliche Struktur des Energiesystems und der Landnutzung im Oberland abgebildet. Die ersten Ergebnisse der Analyse liegen nun vor.

Warum eine Ist- und Potential- Analyse der Landnutzung und naturräumlichen Gegebenheiten?

Veränderungen politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, globale, nationale und regionale Wirtschaftsentwicklungen aber auch sich wandelnde Ansprüche von Bürgerinnen und Bürgern an das Landschaftsbild haben die Landnutzung unserer Region in den letzten Jahrzehnten entscheidend geprägt. Viele Energiewende-Projekte rufen Konflikte zwischen Energie- und Landnutzung – etwa im Bereich Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus - hervor. Die Erarbeitung eines abgestimmten Konzeptes und die Akzeptanz von Bürgerinnen und Bürgern sowie regionalen Akteuren ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Oberland. Dazu müssen Wege aufgezeigt werden, wie im Oberland eine klimafreundliche Energieversorgung und nachhaltige Landnutzung mit den Interessen von Gesellschaft, Natur und Wirtschaft in Einklang gebracht werden können.

 Daher wurden im Projekt INOLA zunächst die naturräumlichen Gegebenheiten, die Landnutzung sowie ihre Bewirtschaftung in unserer Region analysiert. Dazu zählt die Erfassung der klimatischen, geomorphologischen, pedologischen und hydrologischen Bedingungen sowie der Landbedeckung und Landnutzung (siehe Abbildung) anhand verfügbarer historischer und aktueller Datensätze wie beispielsweise den amtlichen Statistikdaten oder den Daten des Bayerischen Landesamts für Umwelt sowie insbesondere Fernerkundungsdaten.

Neben den land‐ und forstwirtschaftlichen Nutzflächen sowie weiterer Vegetationsflächen und versiegelten Flächen (Siedlungen, Industriegebiete, Verkehrsflächen) wurden auch bereits existierende Anlagen zur Energieerzeugung (regenerative und nicht regenerative Energieerzeugungsanlagen) sowie zur Energiespeicherung (Speicherseen, Erdgasspeicher, usw.) räumlich erfasst. Diese Ist‐Analyse liefert die Grundlage für die darauf aufbauende Potentialanalyse, in der mögliche Standorte für Energieerzeugungsanlagen und deren potentielle Energiegewinnung untersucht werden.

Die Region gestaltet die Energiezukunft mit

Die Ergebnisse der Ist‐ ebenso wie der Potentialanalyse werden in einem Geographischen Informationssystem (GIS) so aufbereitet, dass sie mit der Region diskutiert werden können.

INOLA braucht hierfür die Unterstützung und die Beteiligung von Kommunen, Vereinen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger. Innovative Personen, Initiativen und/oder Projekte aus der Region können sich an die Bürgerstiftung Energiewende Oberland wenden.

 Bei Interesse am Projekt finden Sie mehr unter: www.inola-region.de