Home

„Auf geht’s! Packen wir’s an!“

„Auf geht’s! Packen wir’s an!“
Energiewende Oberland feiert 10-Jähriges im Kurhaus Bad Tölz

Darüber waren sich alle Redner einig: Die Energiewende ist technisch, wirtschaftlich und nachhaltig machbar. Wir müssen sie nur wollen.

„Weiter so!“

Es war ein sehr volles Programm, das sich die Energiewende Oberland zum Jubiläum gegönnt hat. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrats, Gerald Ohlbaum, erklärte Landrat Josef Niedermaier, dass der Landkreis weiter an dem Ziel festhält die Energiewende in der Region umzusetzen. Niedermaier dankte auch allen Aktiven in der Energiewende Oberland für das herausragende Engagement, „bei diesem so wichtigen Thema“ und lobte die geleistete Arbeit in den vergangenen 10 Jahren.

„Die Energiewende ist technisch und wirtschaftlich absolut machbar“

Prof. Dr. Michael Sterner von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg zeigte auf, dass es aus fachlicher Sicht keinen Zweifel an der Notwendigkeit und Machbarkeit der Energiewende gibt. „Lediglich der politische Wille fehlt, die Energiewende umzusetzen“, so Sterner. Doch nicht nur die Daten und Fakten zur Energiewende beeindruckten die Zuhörerinnen und Zuhörer. Bevor der renommierte Energieexperte zum Fazit seines Vortrags überging, überraschte er mit einer spontanen musikalischen Einlage am Flügel des Kurhauses.
Prof. Sterners Vortrag "Energiewende in Bayern - Potenziale, Kosten, Netze und Speicher" kann hier aufgerufen werden.

Bericht des Vorstands

Prof. Dr. Wolfgang Seiler schloss an den Festvortrag von Prof. Sterner an und berichtete über den aktuellen Stand der Bürgerstiftung. Seiler bezeichnete 2015 als ein ruhiges, aber sehr erfolgreiches Jahr. „Der Erfolg war nur durch die gute Zusammenarbeit und das große Engagement aller Beteiligter möglich“, betonte Seiler gleich zu Beginn des Vortrags. Die Stiftung wird den geplanten Haushalt für das Jahr 2015 einhalten und einen minimalen Überschuss erwirtschaften. Dennoch verwies Seiler auch darauf, dass einige Projekte nicht umgesetzt werden konnten, da für die Durchführung von Projekten in den häufigsten Fällen eigene Mittel zur Verfügung gestellt werden müssten. Daher schlug Seiler vor einen Förderverein zu gründen, um Projekte wie beispielsweise im wichtigen Bereich der Bildungsarbeit in Schulen des Oberlands fortzuführen oder gar ausbauen zu können.

Die aktuellen und vergangenen Projekte finden Sie unter folgenden Links:

Die Vielzahl der Aktivitäten der vielen beteiligten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter beeindruckte die ca. 150 Gäste, die ins Kurhaus kamen. So wurden neben der Betreuung von Arbeitskreisen in den Kommunen des Oberlands auch viele Beratungen in den Kommunen durchgeführt, Messen besucht, Veranstaltungsreihen, wie beispielsweise das Interkommunale Energieforum fortgeführt und Kooperationen weiter ausgebaut.

So blickte Seiler zufrieden auf die im Vorstand geleistete Arbeit der letzten Jahre zurück und dankte seinen Vorstandskollegen für die vertrauensvolle und gelungene Zusammenarbeit. Wie bereits veröffentlicht trat Prof. Seiler mit diesem Vortrag von seinem Ehrenamt als Mitglied im Vorstand der Energiewende Oberland zurück.

Josef Kellner wird neuer Vorstandsvorsitzender

Als Nachfolger wurde Josef Kellner gewählt. Der gebürtige Lenggrieser Diplomgeograph, der lange Zeit bei der Stadt München im Planungsreferat arbeitete wird ab 5. November die Geschicke der Energiewende Oberland als Vorsitzender des Vorstands leiten.

Ein ausführliches Portrait des neuen Vorsitzenden finden Sie hier…

Stadt Bad Tölz weist den höchsten Zubau an Photovoltaik im Jahr 2014 auf

Bereits zum 6. Mal verlieh die Energiewende Oberland den Solarstrompreis an Kommunen im Oberland, die den höchsten Zubau an Photovoltaik aufweisen. Im Jahr 2014 wurde in keiner Kommune mehr zugebaut als in der Stadt Bad Tölz. Mit ausschlaggebend war der durch die Stadtwerke Bad Tölz neu gebaute Solarpark auf dem ehemaligen Gelände der Deponie im Farchet. Diese Anlage alleine erzeugt Strom für umgerechnet 400 Haushalte.

In der Gemeinde Ingenried wurde ebenfalls durch ein Kommunalunternehmen (EVA) im Jahr 2014 geschaffen. Dieser ebenfalls auf einer ehemaligen Deponie errichtete Park liefert jährlich ca. 1,1 Millionen kWh und spart so jährlich ca. 650 Tonnen CO2 ein. 

Die Stadt Weilheim belegte, bei der von Manfred Zäh (EWO) vorgestellten Statistik, Platz 3. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weilheim wurden bereits mehrfach für den stetig wachsenden Zuwachs an Solarenergie ausgezeichnet.

Die Gewinner im Überblick: Solarstrompreis 2014

1. Platz: Stadt Bad Tölz mit einem Zubau im Jahr 2014 von 1.518 kWp 

2. Platz: Gemeinde Ingenried mit einem Zubau im Jahr 2014 von 1.009 kWp

3. Platz: Stadt Weilheim mit einem Zubau im Jahr 2014 von 668 kWp

Irschenberg ist Energiewende-Kommune 2015

Der Preis „Energiewende-Kommune 2015“ geht an die Gemeinde Irschenberg. Stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde nahm 1. Bürgermeister Hans Schönauer den Preis sichtlich erfreut entgegen.

Die Entscheidung der Jury wurde wie folgt bergründet:

  • Die Gemeinde Irschenberg hat beschlossen, ein Energiekonzept für die Gemeinde zu erstellen.
  • Es sind seit mehr als 10 Jahren mehrere konkrete Maßnahmen im Bereich Energieeinsparung umgesetzt und damit ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet worden.
  • Die Pflanzenkläranlage „Niklasreuth“ ist ein herausragendes Einzelvor-haben und kann als Pilotanlage bezeichnet werden
  • Die Bürger/Innen und Unternehmen waren im Rahmen des zusammen entwickelten Stadtleitbilds in die Definition und Umsetzung von Maßnahmen aktiv eingebunden.

Die Bürgerstiftung gratuliert der Gemeinde Irschenberg und ihrem 1. Bürgermeister Hans Schönauer zu dieser Auszeichnung.

Ehrung für ehemalige und aktive Gremiumsmitglieder

Um das große ehrenamtliche Engagement seit Gründung der Bürgerstiftung zu honorieren wurden alle anwesenden ehemaligen und aktiven Gremiumsmitglieder der Energiewende Oberland geehrt. Als kleine Geste gab es einen Bierkrug mit dem Logo der Energiewende Oberland und dem Zusatz "10 Jahre Zukunft stiften". 

"Wir machen weiter!"

Den Abschluss des offiziellen Teils stellte eine kurze Interview-Runde aus den Stellvertretenden Landräten Hrn. Klaus Thurnhuber (Landkreis Miesbach) und Hrn. Karl-Heinz Grehl (Weilheim-Schongau) sowie Vertretern der Sparkassen und Raiffeisenbanken im Oberland. Das Fazit lautete eindeutig, dass sich alle, ob Landkreise oder regionale Banken zur Energiewende bekennen und gemeinsam mit der Bürgerstiftung das Ziel 2035 weiter im Blick behalten. Schließlich wurde von Stefan Drexlmeier das Ergebnis der Saal-Umfrage des Abends präsentiert. Die Gäste des Jubiläums wurden befragt, wie hoch der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strom- und Wärmeverbrauch sowie am Verkehr im Jahr 2035 sein wird.