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7. Nachhaltigkeitsklausur "Nachhaltiges Wirtschaften im Oberland" in Tegernsee

7. Nachhaltigkeitsklausur

Die 7. Klausurtagung "Nachhaltiges Wirtschaften im Oberland" fand im Jahr 2015 zum ersten Mal in Tegernsee statt. Alois Glück (Landtagspräsident a.D.), Prof. Lemke (Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Hamburg), Kurt Sigl (Präsident Bundesverband Elektromobilität) und Wolfgang Wittmann (Geschäftsführer Europäische Metropolregion München) zählten zu den hochkarätigen Referenten.

Alexander Schmid, seines Zeichens Geschäftsführer der StandortmarketingGesellschaft Miesbach begrüßte die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im altehrwürdigen Barocksaal des Kloster Tegernsee. Das Programm der Veranstaltung war gespickt mit Vorträgen rund um das Thema nachhaltige Ernährung, nachhaltige Mobilität und Nachhaltigkeit als Leitbild für unsere zukünftige Gesellschaft. 

Den Auftakt der Vortragsreihe machte Prof. Harald Lemke von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. In seinem Vortrag plädierte er für eine größere Wertschätzung des "Essens" und sprach von der "Essistenz". Lemke forderte ein Umdenken, eine Ernährungsethik und verortete das Thema Ernährung im philosophischen Kontext. 

Elektromobilität und die damit zusammenhängenden Chancen im ländlichen Raum war Titel des Vortrags von Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbands für Elektromobilität. Sigl, der als aufrüttelnder Redner bereits vielfach in Rundfunk und Fernsehen Anerkannung fand, wies mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass Deutschland das Schlusslicht in Bezug auf die Entwicklung von E-Mobilität darstellt. "Unsere Mobilität wird sich in Zukunft drastisch verändern", so Sigl. "E-Mobilität wird dabei eine größere Rolle spielen, als deutsche Automobilhersteller heute wahrhaben möchten!", fügte der passionierte E-Mobilist hinzu. Die Chancen für die regionale Wertschöpfung aus Elektromobilität seien groß, da nicht wie bisher lediglich der Treibstoff in der Region vertrieben wird, sondern der Treibstoff in Form von Strom durch Erneuerbare Energien in der Region erzeugt werden kann. 

Höhepunkt der Reden war sicherlich der Vortrag von Landtagspräsident a.D. Alois Glück zum Thema Nachhaltigkeit als Leitbild für unsere Gesellschaft. Glück lobte das Engagement und den Zusammenschluss aus Wirtschaftsforum Münchner Oberland, StandortMarketingGesellschaft Miesbach, Unternehmerverband Miesbach, Europäische Metropolregion München und Energiewende Oberland. Mit Rückblick auf die Benediktbeurer Erklärung des Wirtschaftsforums Oberland  zeigte der ehemalige Präsident des Bayerischen Landtags auf, dass Nachhaltigkeit der Fokus unseres Handelns sein muss. "Die Land- und Forstwirtschaft hat dieses Konzept bereits vor langer Zeit eingeführt, die Frage ist wie wir es auf unsere moderne Weltgemeinschaft übertragen", so Glück. Ebenfalls stellte Glück die Frage in den Raum, ob das Thema Nachhaltigkeit ein vom Westen vereinnahmter Begriff sei. "Alle großen Weltreligionen beinhalten den Aspekt der Nachhaltigkeit", stellte der scheidende Präsident des Zentralrats deutscher Katholiken klar. 

Verleihung des Nachhaltigkeitspreises des Wirtschaftsforum Oberland

Der Nachhaltigkeitspreis des Wirtschaftsforum Oberland 2015 ging an:

  • Büttenpapierfabrik Gmund
  • Packlhof GmbH, Eurasburg