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Energiemanagementsysteme – Zahlenzauber oder nützliches Werkzeug

Energiemanagementsysteme – Zahlenzauber oder nützliches Werkzeug

6. Interkommunales Energieforum in Holzkirchen.

Holzkirchen. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten das 6. Interkommunale Energieforum der Energiewende Oberland im Grünen Zentrum in Holzkirchen. Das Thema der Veranstaltung war wie immer hoch aktuell. Durch die in Kraft getretenen Änderungen im Energiedienstleistungsgesetz sind viele Betriebe und Unternehmen, darunter auch einige Kommunale Unternehmen, dazu verpflichtet sogenannte Energieaudits für Ihre Betriebe zu erstellen. Das 6. Interkommunale Energieforum widmete sich somit dem feinen aber entscheidenden Unterschieden zwischen Energiemanagement für Kommunen, Energiemonitoring und Energieaudits und Zertifizierung nach ISO 50 001.

Den Auftakt setzte Stefan Drexlmeier, Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrum Energie. Er präsentierte verschiedene auf dem Markt verfügbare Instrumente für die Erfassung von Energieverbräuchen kommunaler Liegenschaften. „Es ist entscheidend das passende Instrument für die jeweilige Liegenschaftsverwaltung oder das jeweilige Energie-/Klimaschutzmanagement zu finden“, erklärte Drexlmeier. Neben dem hauseigenen „Benchmarking-Tool“ des Kompetenzzentrums erklärte Drexlmeier ebenfalls die Vor- und Nachteile des Energie- und Klimaschutzmanagements (EKM), welches von der Deutschen Energieagentur kostenlos zur Verfügung gestellt wird und den sogenannten „Sustainable Energy Action Plans“ (SEAP), welche durch den Konvent der Bürgermeister auf europäischer Ebene einen Standard bilden. Die pilothafte Einführung des EKMs in Kommunen hat beispielsweise gezeigt, dass bereits 10%-15% der Energiekosten durch nicht- bzw. geringinvestive Maßnahmen eingespart werden können.

Stefan Mensch, der Energiemanager der Stadt Geretsried berichtete in seinem Vortrag von der Einführung eines Energiemonitoring-Systems in einigen städtischen Gebäuden. Das von der Stadt Geretsried erprobte Monitoring zeichnet Energie- und Wasserverbräuche minutengenau auf. Somit sind beispielsweise eine Früherkennung von eventuellen Leckagen und eine Senkung der Spitzen- sowie Grundlast möglich. „Die hohen Investitionskosten wirken auf den ersten Blick abschreckend, jedoch können durch die präzise Aufzeichnung der Verbräuche viele Einsparpotenziale erkannt und genutzt werden“, erklärt Mensch in seinem Praxisbericht.

Den Abschluss bildete der akkreditierte Zertifizierungsexperte Ernst Christoph (ALL-CERT GmbH). Die Anfänge des Energiemanagements waren motiviert Energie „günstig“ zu beschaffen, die Energieabgaben zu reduzieren / rückerstattet zu bekommen und den Energieverbrauch zu verringern. Mit konkreten Fällen aus der Praxis zeigte Christoph auf, dass Energiemanagement nicht nur das Klima sondern auch das Budget von Unternehmen deutlich entlasten kann.

Gerne vermitteln wir auf Anfrage den Kontakt zu den Referenten der Veranstaltung.