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Geretsried und Weyarn für Teilnahme an EU-Projekt SEAP_Alps geehrt

v.l. Bürgermeister Michael Müller (Stadt Geretsried),  Chrysoula Argyriou (Europäische Kommission, DG Energy), Ministerialdirigentin Dr. Monika Kratzer (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

v.l. Bürgermeister Michael Müller (Stadt Geretsried), Chrysoula Argyriou (Europäische Kommission, DG Energy), Ministerialdirigentin Dr. Monika Kratzer (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Über 60 Pilotkommunen haben sich dem Projekt SEAP_Alps angeschlossen um Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung (Sustainable Energy Action Plans) zu erstellen. Nun fand im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Abschlusskonferenz unter Anwesenheit von Repräsentanten der Europäischen Kommission, des Alpenraums, des Freistaats Bayern und der Pilotkommunen aus Deutschland, Österreich, Slowenien, Italien und Frankreich statt.

Die teilnehmenden Kommunen, darunter aus dem Oberland die Stadt Geretsried und die Gemeinde Weyarn, wurden von Ministerialdirigentin Dr. Monika Kratzer mit einer Trophäe für ihre Teilnahme am Projekt und ihr klares Bekenntnis zum Klimaschutz vor Ort geehrt. Im Rahmen dieser Ehrung unterzeichnete Bürgermeister Müller aus Geretsried den Beitritt zum Konvent der Bürgermeister und überreichte das Dokument an Frau Chrysoula Argyriou von der Generaldirektion Energie der Europäischen Union. Der Konvent ist ein Zusammenschluss aller Kommunen Europas, die sich zum Ziel gesetzt haben die Klimaschutzziele der Europäischen Union mindestens zu erreichen und möglichst noch zu übertreffen.

Prof. Dr. Kunstmann vom Alpen-Campus des K.I.T. und der Universität Augsburg zeigte mit brandaktuellen Daten auf, wie sich das Klima im Alpenraum und somit auch im Oberland drastisch verändern wird. Im Jahr 2100 werden unsere heutigen Rekordhitzetage zum Durchschnitt im Sommer gehören. Anhand von Klimaszenarien erklärt der Klimaforscher, dass es in Zukunft verstärkt zu Extremwetterereignissen wie beispielsweise überdurchschnittlich heftigen Niederschlägen kommen wird. Das Projekt SEAP_Alps, in dem die Energiewende Oberland einer von zwölf internationalen Projektpartnern ist, startete im Oktober 2012 und begleitet Kommunen im Alpenraum dabei Strategien für eine nachhaltige Energienutzung und Erzeugung zu erstellen. Das Besondere daran ist, dass hier ein europäischer Standard für derartige Konzepte erfolgreich erprobt und weiterentwickelt wurde. „Wir haben den bestehenden EU-Standard um den Aspekt der Anpassung an den Klimawandel ergänzt und sind auf viele Synergien zwischen Klimaschutz und Anpassung gestoßen," kommentierte Ellen Esser, Projektkoordinatorin der Energiewende Oberland die Abschlusskonferenz.

Am Ende der Konferenz waren sich Vertreter der EU, des Alpenraums und Bayerns einig, dass das Projekt als Vorbild für die internationale Zusammenarbeit auf regionaler Ebene gilt und einen greifbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel in Kommunen leistet.

Das Projekt SEAP_Alps ist ein Projekt im Rahmen des Alpenraum Programms und wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.

Nähere Informationen zum Projekt gibt es in fünf Sprachen auf www.seap-alps.eu

Ansprechpartner

  • Stefan Drexlmeier 
    Leiter der Geschäftsstelle 
    Energiewende Oberland
  • Ellen Esser 
    Projektkoordinatorin SEAP_Alps 
    Energiewende Oberland