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Stadt Geretsried tritt dem Konvent der Bürgermeister bei

Rathaus Geretsried gibt klares Bekenntnis zum Klimaschutz ab.

Rathaus Geretsried gibt klares Bekenntnis zum Klimaschutz ab.

Energiewende-Kommune setzt Zeichen für mehr Engagement im Klimaschutz

Die Stadt Geretsried hat ein Zeichen gesetzt für mehr Engagement in Sachen Klimaschutz und in der Stadtratssitzung am 27. Januar 2015 beschlossen als erste Kommune des Landkreises, dem europäischen Zusammenschluss „Konvent der Bürgermeister" beizutreten. „Geretsried als Energiewende-Kommune des Oberlands möchte hiermit sein Engagement für mehr Klimaschutz im Landkreis weiter verstärken", so Bürgermeister Michael Müller.

Der Konvent der Bürgermeister ist ein europaweiter Zusammenschluss von Städten und Gemeinden, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihre Energieeffizienz und die Nutzung nachhaltiger Energiequellen zu steigern und somit die energiepolitischen Ziele der Europäischen Union zur Reduzierung der CO2-Emissionen um 20 % bis zum Jahr 2020 zumindest zu erreichen und nach Möglichkeit noch zu übertreffen.

Der Energiemanager der Stadt, Stefan Mensch, hob hervor, dass die Stadt von dem Beitritt eigentlich nur profitiere: „Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Stadt, aber wir haben Zugang zu Energie-Monitoringtools zur Effizienzsteigerung und können uns um Fördergelder aus verschiedenen europäischen Programmen bewerben." Als Beispiel nannte Herr Mensch die mögliche Förderung von Machbarkeitsstudien von Schul-Sanierungsprojekten sowie zur Planung des Fernwärmenetzes.

Die Entscheidung ist auch das Ergebnis der fruchtbaren Zusammenarbeit der Stadt mit dem Alpenraum-Projekts SEAP_Alps, das von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland derzeit mit Partnern aus weiteren europäischen Organisationen durchgeführt und vom EU-Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird. So bedankte sich Projektkoordinatorin Ellen Esser (EWO) auch bei den Geretsrieder Stadträten. „Ich freue mich über die fruchtbare Zusammenarbeit im letzten Jahr, an dem auch einige Stadträte aktiv teilgenommen haben. Schließlich war es auch die Steuerungsgruppe, die den Beitritt zum Konvent angeregt hatte.", so Esser. Vorangegangen war die Erarbeitung des Aktionsplans für nachhaltige Energie, der nach der englischen Bezeichnung „Sustainable Energy Action Plan" kurz SEAP genannt wird. Er besteht aus einem Emissionsinventar, das den derzeitigen Datenstand an Strom- und Wärmeverbräuchen aufgeteilt nach Bereichen wie Wohngebäude, Verkehr, Erneuerbare Energien in Megawatt-Stunden wiedergibt und den daraus resultierende CO2-Ausstoß darstellt. In einem zweiten Teil wird der eigentliche Aktionsplan erstellt, der die geplanten Klimaschutzmaßnahmen einzeln auflistet, die Verantwortlichen und den Umsetzungszeitraum sowie die voraussichtlichen Kosten und das C02-Reduzierungsziel benennt.

Der nächste Schritt wird nun die Anmeldung des Konvent-Beitritts und die Fertigstellung des Aktionsplans für nachhaltige Energie sein, der bereits im Rahmen des Projekts SEAP_Alps weitgehend erarbeitet wurde. Die darin enthaltenen Daten sollen noch mit dem aktuellen Energiebericht abgeglichen und anschließend dem Energie- und Umweltsausschuss zur Genehmigung vorgelegt werden. Damit ist dann der Weg frei zur Übermittlung des endgültigen SEAPs an den Konvent der Bürgermeister in Brüssel.