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Exkursion zur Nullemissionenstadt Mietraching

Ein ganzes Wohnquartier als energetisches Vorzeigeprojekt

Fr. Dr. Klingele (vorne rechts) erläutert der interessierten EWO-Delegation die

Fr. Dr. Klingele (vorne rechts) erläutert der interessierten EWO-Delegation die "Heizikone"

Schönes Herbstwetter begleitete eine Gruppe von EWO-Aktiven bei ihrer Exkursion am 24.10. 2014 nach Mietraching bei Bad Aibling.

Dr. Martina Klingele von der Fa. B&O Wohnungswirtschaft und Herr Raffael Botsch von der Fachhochschule Rosenheim führten fachkundig über das Gelände und erläuterten Planungsgrundsätze sowie energetische Ziele am Beispiel ausgewählter Einrichtungen und Gebäude.

Das aus den 1930er Jahren bestehende Areal stellt eine autarke, kleine Gartenstadt dar, die über 30 Jahre von der U.S. Army als Abhörbasis genutzt wurde. Das ca.70 ha große Gelände beherbergt neben Wohn- und Unterkunftsgebäuden auch Sportanlagen, Gastronomie, Kindergarten, Schule und Klinikkomplex, sowie Werkstätten, Hallen und Bürogebäude.
Im Jahr 2006 erwarb die B&O Wohnungswirtschaft dieses Areal und führte es unter dem Motto „Wohnen und Arbeiten an einem Ort“ Schritt für Schritt einer neuen privaten Nutzung zu. Mit dem Slogan „Wir bauen die Zukunft“ präsentiert die Fa. B&O Wohnungswirtschaft Ihre „Nullemissionsstadt Mietraching“ als eine „Stadt im Einklang mit Natur und Umwelt“.

Zusammen mit der Hochschule in Rosenheim wird hier das Thema "Energieeffizienz“ im städtebaulichen Maßstab modellhaft bearbeitet. Das erklärte Ziel ist die "Nullenergiestadt“.

Das Projekt wird getragen von vier Leitideen:
•    Nachhaltige, CO2-freie Energieversorgung, dezentral und autark
•    Innovativer Holzbau in Niedrigenergiebauweise
•    Wohnen und Arbeiten an einem Ort
•    Unterschiedliche Modernisierungsstandards, die beispielhaft die Anforderungen der Wohnungswirtschaft aufzeigen

Es sollten dabei Energieeinsparungskonzepte für Stadtquartiere erprobt werden. Die Vorgabe für die Energieplaner lautete dabei, eine ausgeglichene Jahresenergiebilanz zu erzielen. Über ein Jahr gemittelt soll dabei der Energieverbrauch nicht höher sein als die selbst erzeugte Energie.

Die Wärmeversorgung sämtlicher Gebäude wird mit einer Hackschnitzelheizung sichergestellt. Optisch ansprechend ist die gesamte Technik in der sog. Heizikone (siehe Bild 1) untergebracht. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Forschungsinitiative EnEff:Stadt gefördert.