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Spatenstich für die Pferdemistvergärungsanlage Reichersbeuern

v.l.: Fred Fuchs , Andreas Scharli (Kompetenzzentrum Energie der Energiewende Oberland), Bürgermeister Dieckmann (Gemeinde Reichersbeuern), Dr. Tino Weber (Schmack Biogas GmbH), Angelika Fuchs, Thomas Dudek (Planer der Anlage)

v.l.: Fred Fuchs , Andreas Scharli (Kompetenzzentrum Energie der Energiewende Oberland), Bürgermeister Dieckmann (Gemeinde Reichersbeuern), Dr. Tino Weber (Schmack Biogas GmbH), Angelika Fuchs, Thomas Dudek (Planer der Anlage)

"Die Angst vor dem Mais!" Das war die Schlagzeile, mit der die Medien die Stimmung während der langen Planungsphase der Pferdemist-Vergärungsanlage beschrieben. Nach dem Scheitern des geplanten Biomassehofes auf dem Gelände des alten Schießplatzes in Reichersbeuern unternahm das Projekt Bioenergieregion Oberland die weitere Suche nach möglichen Anlagenkonzepten.

Es wurden Partner aus Planung, Projektfinanzierung und Technik gefunden, die trotz großen Verunsicherungen beim Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) dieses Projekt umsetzen wollten. Anders als bei den meisten landwirtschaftlichen Biogas-Anlagen, sollten Substrate verwendet werden, die nicht in Konkurrenz zur Produktion von Lebensmitteln stehen.

Auf der Infoveranstaltung im Oktober 2012 gingen die Planer noch davon aus, dass 13 % der Substratmenge als Mais-Silage eingebracht werden müssen. Mittlerweile kann die Anlage komplett auf Mais verzichten. Sie wird zu über der Hälfte mit Pferdemist beschickt, der bisher weite Strecken zur Entsorgung gefahren wurde. Weitere Substrate sind Rindergülle, Kleegras, Landschaftspflegematerial usw. Damit erzeugt die Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1.200 Kilowatt in Zukunft doppelt so viel Strom, wie Reichersbeuern selbst benötigt. Mit dem heutigen Spatenstich wird eine Anlage errichtet, die dezentral und regenerativ Energie fürs Oberland zur Verfügung stellt.