Home

Fischbachau Vorbild bei Energiewende im Oberland

Fischbachau Vorbild bei Energiewende im Oberland
Das Schild "Energiewende-Kommune 2013" ziert das Rathaus Fischbachau. v.l.n.r. Landrat Wolfgang Rzehak (Landkreis Miesbach), 1. Bürgermeister Josef Lechner (Fischbachau), Staatsministerin Ilse Aigner, Prof. Dr. Wolfgang Seiler (EWO), Matthias Voggenreiter (Kreissparkasse Miesbach), Leonhard Obermaier (Raiffeisenbank im Oberland, Fischbachau)

Fischbachau. Auch die Sonne hat am Ende sogar noch mitgespielt als am heutigen Freitag feierlich der Preis „Energiewende-Kommune 2013" an die Gemeinde Fischbachau verliehen wurde. Die Auszeichnung, die zum ersten Mal vergeben wurde, stellt eine Anerkennung für herausragendes Engagement im Bereich Energiewende in der Region dar und soll weitere Kommunen in der Region ermuntern die Energiewende vor Ort voranzubringen.

Knapp 40 Gäste waren der gemeinsamen Einladung der Vorbild-Gemeinde und der Energiewende Oberland gefolgt. Darunter Vertreter des Gemeinde- und Kreistags, der örtlichen Sparkassen und Raiffeisenbanken, ehrenamtliche Mitarbeiter der KlimaschutzOffensive Fischbachau, interessierte und involvierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmer aus der Gemeinde.

Ilse Aigner übernimmt Schirmherrschaft für Auszeichnung „Energiewende-Kommune"

Hoher Besuch hatte sich ebenfalls angekündigt. Staatsministerin Ilse Aigner hat sich zur Freude der Energiewende Oberland bereiterklärt die Schirmherrschaft für die Auszeichnung zu übernehmen und verlieh der Veranstaltung, wie sich alle Redner einig waren, dadurch besondere Beachtung. Auch der frisch im Amt sitzende neue Landrat des Landkreises Miesbach, Wolfgang Rzehak, betonte in seiner Ansprache, dass es entscheidend sei, die Aktivitäten, wie sie bereits seit längerer Zeit beständig in Fischbachau stattfinden, Ihre Beachtung finden und lobte die Gemeinde als Vorbild für die Region. „Auch der Landkreis wird sich an diesem Engagement ein Beispiel nehmen", erklärte der grüne Landrat.

Energiewende als Erfolgsgeschichte in Fischbachau

Josef Lechner, 1. Bürgermeister der Gemeinde Fischbachau, war somit sichtlich stolz als er den Gästen der Verleihung erklären konnte, was in Fischbachau bereits geschaffen worden ist. „An Tagen, an denen die Sonne so wie heute scheint, versorgt sich Fischbachau bereits zu 75 Prozent aus erneuerbaren Energien", erklärt der Energiewende begeisterte Bürgermeister. Selbst ist er einer von einer Reihe von Hausbesitzern, deren Häuser eine grüne Hausnummer schmückt. Dies ist eine pfiffige Idee, die im Rahmen der Arbeiten der KlimaschutzOffensive Fischbachau entstanden ist, um die Bürger in der Gemeinde für energetische Gebäudesanierung zu motivieren. Sofern ein Gebäude energetisch saniert wird und weniger als 50 Prozent nach der Sanierung im Vergleich zur Situation davor, erhält von der Gemeinde anstatt einer blauen eine grüne Hausnummer um auf den beachtenswerten energetischen Standard hinzuweisen.

„Der Schwung, der hier in Fischbachau entstanden ist, ist förmlich spürbar und macht Laune auf Energiewende", schloss sich Prof. Dr. Wolfgang Seiler, Vorstandsvorsitzender der Energiewende Oberland seinen Vorrednern an und will sich dafür einsetzen, dass weitere Kommunen im Oberland die Ideen, die sich in Fischbachau bewährt haben, kopieren und weiterentwickeln, denn „die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir müssen alle anpacken, um das gesetzte Ziel der Kreistage der Region zu erreichen bis 2035 unabhängig von fossilen Energieträgern zu sein", erklärte Seiler in seiner Rede.

Wie wird eine Gemeinde oder Stadt „Energiewende-Kommune"?

Die umfassende Beteiligung von Bürger und der Wirtschaft stellt eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende dar. Kommunen können dazu einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland möchte besonderes Engagement in den Kommunen des Oberlandes durch die jährliche Vergabe des Preises „Energiewende Kommune" hervorheben und den ehren- und hauptamtlichen Beteiligten für ihre Tätigkeiten bei der Umsetzung der Energiewende danken.

Mit diesem Preis entsteht ein Leuchtturm in Sachen Energiewende, der anderen Gemeinden als Vorbild dienen soll, die Energiewende vor Ort mit konkreten Maßnahmen voranzutreiben. Der Vorstand der Bürgerstiftung gratuliert der Gemeinde Fischbachau zu diesem Preis und die damit verbundene Anerkennung.

Die Grundvoraussetzung für die Vergabe des Preises „Energiewende-Kommune" ist die Vorlage eines ganzheitlichen Konzepts der Gemeinde, in dem dargestellt wird,

  • mit welchen Maßnahmen,
  • mit welcher Bürgerbeteiligung und
  • in welchem Zeitrahmen

die Energiewende in der Gemeinde umgesetzt werden soll. Zusätzlich soll mindestens ein herausragendes "Energiewende"-Projekt durchgeführt worden sein, das

  • Pilotcharakter hat, innovativ und auf andere Gemeinden übertragbar ist
  • die Bürger/Innen aktiv bei der Planung und Umsetzung einbezieht und/oder
  • die Vernetzung zwischen Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und Kommune gewährleistet.

Die Gemeinde Fischbachau hat alle Kriterien zur Vergabe des Preises erfüllt hat und ist damit zu Recht die erste Gemeinde ist, die diesen Preis erhält.

Ansprechpartner für Presse

Stefan Drexlmeier
Leiter der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Energiewende Oberland

E-Mail: drexlmeier@energiewende-oberland.de
Telefon: 08856 80 53 6-10
Webseite: www.energiewende-oberland.de

Anhänge
  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Verleihung "Energiewende-Kommune 2013", Fischbachau, Bild EWO

  • Gert Barth, Initiator der Klimaschutzoffensive Fischbachau und Elisabeth Kohlhauf, Ideengeberin und Mitarbeiterin der Energiewende Oberland