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Stifterversammlung 2013

Arno Zengerle, Bürgermeister des Energiedorfs Wildpoldsried erklärt, wie seine Kommune bereits heute mehr als 100% der verbrauchten Energie aus Erneuerbaren Energien erzeugt.

Arno Zengerle, Bürgermeister des Energiedorfs Wildpoldsried erklärt, wie seine Kommune bereits heute mehr als 100% der verbrauchten Energie aus Erneuerbaren Energien erzeugt.

Am 27. November fand die alljährliche Stifterversammlung statt. Etwa 100 Teilnehmer sind der Einladung gefolgt und fanden sich im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen für den Bericht aus den Gremien ein. Als Gastvortragender war Arno Zengerle, Bürgermeister der Energiewende-Vorzeigekommune Wildpoldsried, aus dem Allgäu angereist. Er zeigte mit beeindruckenden Bildern und Statistiken, wie die Gemeinde Wildpoldsried die Energiewende bereits heute umgesetzt hat und mehr Strom produziert als sie verbraucht.

Eröffnet wurde die diesjährige Stifterversammlung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrats, Gerald Ohlbaum. In seinem Grußwort betonte er wie wichtig es weiterhin sei sich für die Energiewende in der Region einzusetzen und dankte allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern der Bürgerstiftung. 

Klaus Koch (Stellvertretender Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen) begrüßte als Hausherr die Gäste der Verammlung. Die Verhaltensänderung der Bürgerinnen und Bürger, der Kommunen und Unternehmen stehe im Zentrum der Energiewende, so Koch. Dies sei ebenfalls durch das nun fertiggestellte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bestätigt worden. Applaus erhielt der Stellvertretende Landrat ebenfalls, als er die Kinder und Jugendlichen des Kinderchors Sachsenkam ansprach: "Es ist heute tatsächlich die Frage, ob Ihr wegen uns da seid, oder wir wegen Euch."

Hubert Kroiß, Bürgermeister von Iffeldorf sprach vertretend für Landrat Dr. Zeller ein Grußwort im Namen des Landkreises Weilheim-Schongau. Auch er verwies auf die noch großen Herausforderungen, die uns im Bereich der Energiewende in der Region bevorstehen, blickte jedoch positiv in die Zukunft: "Die Chancen der Energiewende überwiegen", so der Vertreter aus Weilheim-Schongau. Ebenfalls sprach Kroiß der Geschäftsstelle der Energiewende Oberland im Namen des Landrats Dr. Zeller einen besonderen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit aus. 

Gastvortrag des Champions League Siegers für Erneuerbare Energien 2013 - Energiedorf Wildpoldsried im Allgäu

Im Anschluß an die Grußworte folgte der Gastvortrag von Arno Zengerle. Als Bürgermeister der Gemeinde Wildpoldsried erklärte er, wie seine Kommune mit ca. 2470 Einwohnern es geschafft hat Champions League Sieger für Erneuerbare Energien 2013 zu werden. Der Gemeinderat hat sich 2010 zu dem Ziel bekannt, bis 2020 100 Prozent der verbrauchten Energie aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dabei setzt das Energiedorf auf Erneuerbare Energie aus Wind, Sonne, Biogas, Holz und Wasser und spart Energie durch den Einsatz effizienter Technik, LEDs, Dämmung, Bildung und Speicherung. Die dadurch entstehende Wertschöpfung schätzt Zengerle auf ca. 5 Millionen Euro im Jahr 2013. Mit vielen weiteren Daten und Fakten belegte der Energiebürgermeister aus dem Allgäu, warum die Energiewende nicht nur in Wildpoldsried funktioniert sondern auch übertragbar auf viele weitere Kommunen im ländlichen Raum ist. Die Versammlungsgäste dankten Hrn. Zengerle für den interessanten Vortrag mit großem Applaus. 

Fischbauau - Energiewende Kommune 2013

Für ihr besonderes Engagement im Bereich der Energiewende wurde auf der diesjährigen Stifterversammlung die Gemeinde Fischbachau (Landkreis Miesbach) geehrt. Beispielhaft bringen Ehrenamt, Verwaltung und regionale Wirtschaft die Energiewende Schritt für Schritt voran und haben dabei bereits große Erfolge für sich verbuchen können. Neben einer Urkunde erhält die Gemeinde Fischbachau auch ein Schild mit dem sich die Gemeinde im Rathaus für das geleistete Engagement ab sofort schmücken darf. Übergeben wurde der Preis durch Landrat Kreidl (Landkreis Miesbach) und Prof. Seiler (EWO). Der Bürgermeister der Gemeinde Fischbachau, Josef Lechner, nahm den Preis sichtlich stolz in Empfang und hob die ehrenamtlichen Leistungen von Gert Barth, dem Initiator der Klimaschutzoffensive Fischbachau, hervor. "Es ist wichtig, dass wir die Energiewende auch in der Verwaltung vorleben!", so Lechner in seiner Dankesrede. 

Gert Barth schilderte, wie durch die Klimaschutzoffensive Fischbachau Hausbesitzer konkret zum Energiesparen angeregt wurden. Wichtiger Aspekt der Initiative war die Einbindung des Handwerks vor Ort. 

Den Abschluss der Veranstaltungen bildete der Bericht des Vorstandsvorsitzenden, Prof. Wolfgang Seiler. In seinem Bericht erläuterte er die durchgeführten Projekte und Aktivitäten und zog ein postitives Fazit. "Wir haben die gesetzten Ziele zum großen Teil erreicht", so Seiler in seiner Rede. So wurden beispielsweise neue Impulse und Schwerpunkte gesetzt und die Umsetzung der Energiewende in der Region konkret vorangetrieben, ein ganzheitliches Aktionsprogramm (SmartEnergy Region Oberland) erarbeitet, Projekte akquiriert (SEAP_Alps) und erfolgreich durchgeführt (Bioenergieregion Oberland) und neue Partnerschaften und Kooperationen geschlossen. Seiler dankte allen Stiftern, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern, den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und den regionalen Raiffeisenbanken und Sparkassen und allen weiteren Partnern für die tatkräftige Unterstützung.

Anhänge
  • Arno Zengerle, Bürgermeister Gemeinde Wildpoldsried

  • Hubert Kroiß, Bürgermeister der Gemeinde Iffeldorf

  • Josef Lechner, Bürgermeister Gemeinde Fischbachau

  • Gert Barth, Klimaschutzoffensive Fischbachau

  • Prof. Dr. Wolfgang Seiler, Vorstandsvorsitzender Energiewende Oberland

  • Gerald Ohlbaum, Vorsitzender des Stiftungsrats

  • Kinderchor Sachsenkam

  • Klaus Koch, Stellvertretender Landrat Bad Tölz-Wolfratshausen