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Kläranlagen im Fokus des 3. Interkommunalen Energieforums

Die Referenten des 3. Interkommunalen Energieforums v.l.n.r.: Hr. Graf (aquabench), Hr. Frömmrich (Stadtwerke Schongau), Hr. Josef März (Solartechnik Oberland), Andreas Scharli (EKO), Dr. Gebert (GFM Beratende Ingenieure GmbH)

Die Referenten des 3. Interkommunalen Energieforums v.l.n.r.: Hr. Graf (aquabench), Hr. Frömmrich (Stadtwerke Schongau), Hr. Josef März (Solartechnik Oberland), Andreas Scharli (EKO), Dr. Gebert (GFM Beratende Ingenieure GmbH)

Bad Tölz/Penzberg. Das Interkommunale Energieforum der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und des EWO-Kompetenzzentrum Energie EKO e.V. fand am Freitag den 12.07.2013 zum dritten Mal statt. Im Fokus der Veranstaltung standen Kläranlagen und deren Potenzial für Energieeinsparung und Energieerzeugung.

Dr. Gebert (GFK Beratende Ingenieure GmbH) erörterte in seinem Vortrag „Wege zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen" anhand des neuen DWA Arbeitsblatt 216 A das Zusammenspiel von Energiecheck und Energieanalyse. Gebert zeigte auf, dass bei einer durchschnittlichen Abwasseranlage 27% Strom bereits durch kurzfristige Maßnahmen eingespart werden können. Dies entspricht im Schnitt dem Strombedarf von ca. 52 Haushalten.

Hr. Frömmrich von den Klärwerken Schongau demonstrierte eindrucksvoll wie sein Klärwerksteam durch stetes, waches Auge Energiesparpotenziale aufgedeckt hat. So konnte binnen acht Jahren der Gesamtstrombedarf der Anlage von 915.910 kWh (2004) auf sagenhafte 542.353 kWh (2012) um über 40 Prozent reduziert werden. Die damit erzielte Energieeinsparung entspricht dem Strombedarf von über 74 Vier-Personen-Haushalten.

Josef März (Solartechnik Oberland) stellte vor, wie in Zukunft vermehrt Photovoltaikanlagen auf Klärbecken zum Einsatz kommen werden. Eine Unterkonstruktion wird auf dem Klärbecken montiert und ermöglicht so, dass die PV-Module dem Stand der Sonne exakt folgen können. Was unter der bisherigen Förderung unwirtschaftlich war, stellt sich im Zuge der steigenden Eigenstromversorgung als immer attraktiver dar, so Josef März in seinem Vortrag.

Den Abschluss der Impulsreferate bildete der Vortrag von Peter Graf (aquabench). Mit der von seiner Firma entwickelten Software sind Klärwerksbetreiber in der Lage ihre Anlage mit anderen zu vergleichen. Ziel ist dabei nicht ein schwarzes Schaf zu küren, sondern Energiesparpotenziale aufzuzeigen und den Erfahrungsaustausch zwischen Klärwerksmeistern zu fördern.

Rundum stieß die Veranstaltung auf sehr positive Rückmeldung, wie sich auch an ausgiebigen Fachgesprächen im Anschluss zeigte. Das nächste Interkommunale Energieforum wird im Herbst im Landkreis Weilheim-Schongau stattfinden. Termin und nähere Informationen dazu werden auf der Webseite www.energiewende-oberland.de veröffentlicht werden.

Das Interkommunale Energieforum wird unterstützt durch:

 

  • Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau
  • Sparkassen und Raiffeisenbanken in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau
  • Mittel des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe im Rahmen des Projekts Bioenergieregion Oberland