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100.Sitzung des Fachbereichs Geothermie

100. Sitzung der Fachgruppe Geothermie

100. Sitzung der Fachgruppe Geothermie

 

Experte informiert über Tiefengeothermieprojekte in Südbayern

 

 

Der Geologe Dr. Schubert hielt anlässlich der 100. Sitzung des Fachbereichs Geothermie der Bürgerstiftung Energiewende Oberland einen Vortrag über 10 Jahre Tiefengeothermie im süddeutschen Molassebecken. Dr. Schubert ist Geschäftsführer der Firma Erdwerk Hydrogeologie GmbH in München und betreute bisher 13 Tiefengeothermieprojekte im Großraum München. Fasziniert lauschten die Zuhörer seinen Ausführungen. So erklärte er z.B. wie eine Tiefenbohrung optimiert werden kann, so dass einerseits mit einer hohen Thermalwasser-Förderrate gerechnet werden kann und andererseits die Bohrzeiten verkürzt werden können. Nach zwei Stunden wurde er von den Zuhörern dann mit großem Applaus belohnt.

Der Vortrag fand an der 100. Sitzung des Fachbereichs Geothermie der Bürgerstiftung Energiewende Oberland statt. Seit nunmehr 8 Jahren treffen sich die Fachbereichsmitglieder und Gäste einmal im Monat im Restaurant Olympia in Bad Tölz um die Energiewende voranzubringen. Hierbei wird neben der Tiefengeothermie auch die oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpen, Nahwärmenetze und seit kurzem auch die Wasserkraft behandelt. Die Hauptarbeit liegt in der Erstellung von Informationsmaterialien, der Beratung von Kommunen und Bürgern und der Teilnahme an Messen zum Thema Energie und Umwelt. So wurde beispielsweise im ZUK in Benediktbeuren eine Dauerausstellung zum Thema Geothermie realisiert und es wurden mehrere Potential- und Wirtschaftlichkeitsanalysen für oberbayerische Standorte durchgeführt. Sich 100mal zu treffen ist an sich keine Leistung, wie der Sprecher des Fachbereichs Prof. Dr. Lecheler mit einem Schmunzeln bemerkte; die dafür aufgewendete Zeit der ehrenamtlich tätigen Zeitstifter aber schon.

Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland unterstützt die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau bei der Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung. Dies hat ökologische und ökonomische Vorteile, der CO2-Ausstoß wird reduziert und die Wertschöpfung für die Erzeugung von Strom und Wärme bleibt in der Region. Übrigens ist sich Dr. Schubert sicher, dass auch in Bad Tölz ein Tiefengeothermieprojekt kommen wird, die Frage ist nur wann. Da hier bis 6000m Tiefe gebohrt werden muss, sollten erst die Erfahrungen der 5000m-Bohrungen in Geretsried, Holzkirchen und Königsdorf abgewartet werden. Na dann, wer bohrt als Nächster?

 

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Pressemitteilung: 100. Sitzung des Fachbereichs Geothermie

Bild: Pressebild 100. Sitzung des Fachbereichs Geothermie