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EWO-Gruppe im Landkreis Miesbach befasst sich mit Windkraft und Verkehr

Bürgerstiftung Energiewende Oberland tagte in Oberwarngau

Die EWO-Gruppe Miesbach. Bei der Versammlung in Warngau nahmen etwa 20 Bürger teil | Foto EWO

Die EWO-Gruppe Miesbach. Bei der Versammlung in Warngau nahmen etwa 20 Bürger teil | Foto EWO

Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) hat ihre Präsenz im Landkreis Miesbach deutlich verstärkt. Seit 25.10.2012 kümmert sich eine neu gegründete Gruppe ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger darum, die Ziele der Energiewende im Landkreis voranzubringen. Die Gruppe besteht derzeit aus 25 Mitgliedern, mit speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten bei den Themen Verbrauchsreduzierung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Ein Ziel der Gruppe ist, schnell realisierbare Projekte in Gemeinden anzustoßen und bei der Umsetzung zu begleiten.

Am Montagabend behandelten die etwa 20 Teilnehmer im Warngauer Gasthof zur Post vor allem die Themen Windkraft und Verkehr. Der Warngauer Bürgermeister Klaus Thurnhuber sprach über die Planungen zur Windkraftnutzung im Landkreis Miesbach. Er knüpfte an die Veranstaltung in Holzkirchen am 17. Dezember an und betonte, dass für die vom Planungsverband Oberland vorgeschlagenen Vorranggebiete für Windkraftanlagen noch genaue Windmessungen durchgeführt werden müssen, damit später ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sei. Den Gemeinden gehe es darum, die Bürger am Ertrag der Windkraftanlagen zu beteiligen, was nachdrücklich von Professor Wolfgang Seiler als Vorsitzendem der Bürgerstiftung unterstrichen wurde.

Im November 2012 hat Frau Veronika Weber ihre Tätigkeit als neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises Miesbach aufgenommen. In einer kurzen Vorstellung schilderte sie ihren Werdegang. Als Qualifikation bringt sie ein Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt erneuerbare Energien mit.. Sie informiert sich derzeit bei den 17 Gemeinden des Landkreises über deren Aktivitäten zum Thema Energie. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. die Information der Bevölkerung über Energieeffizienz und Energiesparen und das energieoptimierte Bauen im Rahmen der gemeindlichen Bauleitplanung. Die EWO-Gruppe sieht die erste Kontaktaufnahme positiv und ist zu einer engen Zusammenarbeit bereit.

Die Bürgerstiftung nimmt künftig verstärkt das Thema Mobilität ins Visier. Immerhin werden im Landkreis 22 % des gesamt CO2-Ausstosses durch Verkehr (ohne Durchgangsverkehr) verursacht. Dieser Entwicklung muss energisch entgegen gewirkt werden. Der Appell von EWO-Vorsitzendem Prof. Wolfgang Seiler, sich zunächst im Raum Miesbach mit dem Thema Mobilität zu beschäftigen, stieß bei den Teilnehmern auf Resonanz. Ein eigener Kreis interessierter und kompetenter Teilnehmer der EWO-Gruppe wird hier künftig aktiv. Die Bandbreite der Ansätze ist dabei groß. Sie reicht von der Förderung des Radverkehrs über die Steigerung der Elektromobilität bis zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots. Hartmut Romanski aus Holzkirchen hat sich bereit erklärt, die weiteren Aktivitäten zum Thema Verkehr zu koordinieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Sanierung von Gebäuden, in dem ein großes Energieeinsparpotenzial schlummert und einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Dazu wird in diesem Jahr vom EWO-Energie-kompetenzzentrum (Frau Kohlhauf) eine Veranstaltungsserie in mehreren Gemeinden der drei Landkreise in Zusammenarbeit mit den EWO-Landkreis-gruppen, Fachleuten und Bürgermeistern durchgeführt, in denen auch Best-Practice-Beispiele vorgetragen werden.