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Internationaler SEAP_Alps Workshop in Kempten

Projektteilnehmer SEAP_Alps bei der Diskussion | Bild EWO

Projektteilnehmer SEAP_Alps bei der Diskussion | Bild EWO

Beim Arbeitstreffen des SEAP_Alps Projekts im Energie- und Umweltzentrum Allgäu in Kempten am 24. und 25. Januar wurden die Themen „Aktionspläne für nachhaltige Energie" sowie „Anpassung (Adaption) an den Klimawandel" von Projektpartnern aus fünf verschiedenen Alpenländern intensiv diskutiert.

Bei der Erarbeitung einer Checkliste für Aktionspläne wurden zahlreiche Ideen zusammengetragen, die die Komunen und Energie-Arbeitskreise zukünftig dabei unterstützen sollen, mögliche Handlungsfelder auszuloten. Ein spezieller Fokus wurde auf den Tourismus gelegt. So lautete zum Beispiel einer der Punkte der Checkliste, ob die Tourismusbranche in die Entwicklung des kommunalen Klimaschutzkonzeptes eingebunden wird. Gerade in der Hochsaison steigt der Energiebedarf beträchtlich, und oft werden hier noch nicht alle Gestaltungsmöglichkeiten für eine klimafreundliche, nachhaltige Energienutzung ausgeschöpft.

Adaption sollte bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten miteinfließen

Einen neuen Weg beschreitet das Projekt SEAP_Alps beim Thema „Anpassung an den Klimawandel", also der Adaptation. Dieser Aspekt, der bisher in verschiedenen kommunalen Abteilungen mal mehr, mal weniger berücksichtigt wird, soll in wichtigen Teilbereichen ebenfalls in die Methodik von Aktionsplänen für nachhaltige Energie (SEAPs) einfließen. Die Experten des Projektpartners EWO sprachen hierbei unter anderem den zu erwartenden Einfluss der Klimaveränderungen auf die Nutzung der erneuerbaren Energien an. „Untersucht werden muss", so Elisabeth Kohlhauf vom EWO Kompetenzzentrum, „welchen Einfluss das zukünftige Klima auf den Anbau von Energiepflanzen haben könnte." Da das Thema Adaptation sehr breit gefächert ist und sich von der urbanen Planung über den Gesundheitsbereich bis hin zu den Klimaauswirkungen auf Landwirtschaft und Tourismus erstreckt, waren sich die Partner einig, dass im Rahmen der im Projekt zu erarbeitenden Aktionspläne für Energie nicht alle Bereiche integriert werden können. Der Workshop wurde durch anschauliche Vorträge zum Thema „Anpassung an den Klimawandel im Alpenraum" von Carole Piton, CIPRA International und Anne Luminet, RAEE, Frankreich abgerundet.

Konvent der Bürgermeister (CoM)

Zum Abschluss des Projekttreffens wurde das SEAP-Konzept des „Konvents der Bürgermeister" CoM vorgestellt, das dem Projekt auch seinen Namen gibt, denn das Acronym SEAP, Sustainable Energy Action Plan steht für „Aktionspläne für nachhaltige Energie". Wolfgang Qual vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München, der den SEAP-Prozess der Landeshauptstadt über mehrere Jahre begleitet hat, berichtete anschaulich über seine Erfahrungen mit dieser Methodik.

Der Austausch unter den Experten stellte sich als sehr fruchtbar heraus. Die zusammengetragenen Ideen werden in den nächsten Monaten zu einer neuen SEAP-Methodik ausgearbeitet und anschließend in verschiedenen Kommunen des Alpenraums beispielhaft erprobt. Das Projekt, das im Rahmen des Alpenraumprogramms für territoriale Zusammenarbeit durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, läuft noch bis Mai 2015.

Mehr Informationen unter www.seap-alps.eu