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Erfolgreiche Zwischenbilanz in Berlin

„Bioenergieregion Oberland“ erhält weitere Förderung bis 2015

v.r.n.l.: Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Andreas Scharli, Energieberater (BERO); Elisabeth Kohlhauf, regionale Netzwerkmanagerin (BERO)

v.r.n.l.: Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Andreas Scharli, Energieberater (BERO); Elisabeth Kohlhauf, regionale Netzwerkmanagerin (BERO)

Die Energiewende ist in Bayern laut Wirtschaftsminister Martin Zeil „gut auf Kurs". Rund ein Drittel seines Strombedarfs wird der Freistaat bis Ende 2012 aus Erneuerbaren Energien decken. Die „Bioenergieregion Oberland" mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau setzt die Vision der Energiewende bereits seit Jahren erfolgreich um. Auf dem Abschlusskongress der Bioenergieregionen in Berlin zog das Projekt eine erste Zwischenbilanz - und kann sich gleichzeitig über eine weitere Förderung freuen.

Bis 2035 sollen alle Gemeinden der Landkreisen Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Und auf dieses Ziel strebt die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland" unbeirrt zu. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hatte das Oberland als eine von 25 Bioenergieregionen bundesweit ausgewählt. Diese erhielten eine dreijährige Förderung (2009 bis 2012). Zum Abschluss des Wettbewerbs wurden die Vertreter der geförderten Regionen zu einer zweitägigen Konferenz nach Berlin eingeladen, um ihre bisherigen Erfolge vorzustellen.

Und die können sich im Oberland sehen lassen: Im Vergleich zu 2008 konnte in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach die Produktion von Hackschnitzeln um durchschnittlich 142% gesteigert werden, bei Pellets lag die Steigerung bei durchschnittlich 27%. Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen stieg in holzverarbeitenden Betrieben in den vergangenen fünf Jahren: In Schreinereibetrieben um etwa 8%, in Zimmereibetrieben waren es etwa 12%, in Unternehmen im Gebrauchtholzsektor etwa 10%, in Unternehmen im Landschaftspflegeholzsektor etwa 48%. Vor allem jungen Menschen bietet der Sektor Erneuerbare Energien Chancen: Im Teilprojekt M6 „Berufs- und Bildungsoffensive Energiewende" werden speziell Hauptschüler in der Region auf die zahlreichen Berufsmöglichkeiten in diesem aufmerksam gemacht. In den Jahren 2009 bis 2011 wurden 36 Klassen mit durchschnittlich 20 Schülern besucht und zu den Berufen im Bereich der Energiewende informiert.

Die große Bedeutung der regionalen Projekte hob auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller, hervor. „Die 25 Bioenergie-Regionen aus ganz Deutschland haben sich zu herausragenden Vorbildern für eine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse entwickelt", lobte Dr. Müller die Projekte auf dem Abschlusskongress in Berlin. „Klimafreundliche Bioenergie aus lokal erzeugter Biomasse ist außerdem für viele zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden. Durch die umfangreiche Einbindung der Bevölkerung vor Ort leisten die Regionen langfristig einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende im ländlichen Raum." Auf ihrem Erfolg will sich die „Bioenergieregion Oberland" natürlich nicht ausruhen. Das BMELV fördert die Region bis 2015 bei der Umsetzung ihres erweiterten Regionalentwicklungskonzepts.

In den ersten drei Jahren des Projektes ist es gelungen, das Thema Bioenergie für die Bürger und die politischen Entscheidungsträger greifbar zu machen. Ein weiteres wichtiges Ziel, das verwirklicht werden konnte, war außerdem der Aufbau dezentraler Strukturen. Diese Aktivitäten will die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland" fortsetzen und auf die Zwillingsregion „Landkreis Weilheim-Schongau" ausdehnen, die seit Anfang 2011 Mitglied der „Energiewende Oberland" ist.

Nähere Informationen zum Projekt: bioenergieregion-oberland.de

Ansprechpartner für Presse:
Stefan Drexlmeier
Leiter der Geschäftsstelle

Bürgerstiftung Energiewende Oberland

Am Alten Kraftwerk 4, 82377 Penzberg
Telefon: 0 88 56 | 80 53 6-0,
Fax: 0 88 56 | 80 53 6-29
drexlmeier@energiewende-oberland.de
www.energiewende-oberland.de