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Informationsabend in Reichersbeuern zur geplanten Biogas-Anlage

Altwirt Reichersbeuern, Foto: EWO

Altwirt Reichersbeuern, Foto: EWO

Bürgerstiftung Energiewende Oberland unterstützte die Gemeinde Reichersbeuern bei der Informationsveranstaltung am 23.10.2012.

Mit Spannung wurde der Bürgerabend im Altwirt in Reichersbeuern zur geplanten Biogasanlage erwartet. Bürgermeisterin Maria Fährmann hatte eingeladen um die Fragen, die den Bürgern auf der Seele lagen öffentlich zu diskutieren. Podiumsteilnehmer waren unter anderem Landrat Josef Niedermaier, Bürgermeisterin Maria Fährmann, Planer Thomas Dudek, Vertreter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, und Andreas Scharli, der die Bürgerstiftung an diesem Abend vertrat.

Der verantwortliche Projektplaner, Thomas Dudek, präsentierte das Konzept der Biogasanlage und stellte sich den Fragen aus dem Publikum. Seinen Ausführungen zufolge könnten mit 1,2 MW elektrischer Leistung ungefähr 2500 Privathaushalte grundlastfähig mit erneuerbarem Strom versorgt werden. Zentrale Sorge der Besucher ist die Zusammensetzung und Verbindlichkeit der verwendeten Substrate. Die Anlage soll laut Information von Thomas Dudek mit 71% Pferdemist betrieben werden. Jedoch ist für die effiziente Gestaltung des Gärprozesses die Beimischung von Mais und Zuckerrüben notwendig. Dies bestätigte auch der Experte des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hr. Lösch, der speziell für diese Veranstaltung anreiste.

Landrat Josef Niedermaier betonte, dass es rechtliche Rahmenbedingungen gibt, deren Einhaltung strengstens durch das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen kontrolliert wird.

Unterstützt wird der Bau der hocheffizienten Anlage durch die EWO, weil die verwendeten Substrate, hauptsächlich Pferdemist, nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Die Bürgerstiftung widmet sich bereits seit mehreren Jahren nachhaltigen Biogasanlagen-Konzepten und trägt einen maßgeblichen Anteil der der jetzigen Kooperation zwischen Grundstückseigentümer, Planer und Betreiber.

Andreas Scharli von der Energiewende Oberland betonte, dass natürlich im Vordergrund der Energiewende steht Energie einzusparen. „Die günstigste Energie ist die, die wir nicht verbrauchen", so der Biomasse-Experte. „Jedoch wenn wir Energie erzeugen müssen, brauchen wir zukunftsweisende, regenerative Lösungen mit möglichst hoher regionaler Wertschöpfung." Dies ist laut seinen Ausführungen in diesem Fall gegeben.