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1. Interkommunales Energieforum in Penzberg unter dem Motto: „Konkret handeln und vernetzen“

1. Interkommunales Energieforum in Penzberg unter dem Motto: „Konkret handeln und vernetzen“

Penzberg. Die Energiewende wird vor allem auf kommunaler Ebene geschehen, das wurde auch bei der Auftaktveranstaltung zum 1. Interkommunalen Energieforum in Penzberg klar. Eingeladen hatte die Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO), die zum ersten Mal die Veranstaltung organisierte und kommunale Entscheidungsträger aus den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau eingeladen hatte.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Energiewende vor Ort in den Gemeinden und Städten weiter voranzubringen. „Wir möchten konkretes Handwerkszeug liefern", so Stefan Drexlmeier, Leiter der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung. Vier aktuelle Themen wurden vorgestellt, die direkt umgesetzt werden könnten. Zwischen den Präsentationen blieb Zeit für Diskussion und Erfah-rungsaustausch.

So wurde von der EWO die bisherigen Erfahrungen mit der Aktion "Heizungspumpen-Austausch" präsentiert. Das Energiesparpotenzial bei Heizungspumpen ist immens und zudem amortisiert sich der Austausch der Pumpe bereits nach ca. zwei Jahren. Die zugrundeliegende Idee: Durch die gesammelte Bestellung von hocheffizienten Heizungspumpen können attraktive Pauschalpreise (einschließlich Einbau) vereinbart werden. Die Aktion soll in den Gemeinden mit ortsansässigen Heizungsbauern durchgeführt werden, um die regionale Wertschöpfung zu fördern.

Ebenfalls wurde der Solarkataster Oberland vorgestellt. Mit dieser software-gestützten Erhebung des Solarstrom-Potenzials von Dachflächen sollen Hauseigentümer in der Lage sein, mit wenigen Mausklicks festzustellen, wie gut das eigene Dach für eine PV-Anlage geeignet ist. Zudem soll die Kommune erkennen, wie viel Solarstrom-Potenzial insgesamt im Ort vorhanden wäre.

Ein weiteres Thema war die Erhebung der Energieverbräuche kommunaler Liegenschaften in den drei Landkreisen, in denen die EWO tätig ist. Das neue EWO-Kompetenzzentrum Energie EKO e.V., kurz EKO, hat ein Programm entwickelt, welches es ermöglicht, die Energieverbräuche ver-schiedener gemeindeeigener Gebäude zu vergleichen. Ziel ist es herauszufinden, wo sich in den drei Landkreisen die energieintensivsten Liegenschaften befinden, um dort mit Vor-Ort-Besuchen die energetische Sanierung zu initiieren. Ebenso dient diese Auswertung der Verbräu-che zur Bewertung und Kontrolle durchgeführter Energieeffizienzmaßnahmen. Schließlich sollen Kommunen mit herausragend effizienten Liegenschaften prämiert werden. Abschluss bildete die Vorstellung eines aktuellen Förderprogramms des Freistaates Bayern zur "Nachhaltigen Stromerzeugung durch Kommunen und Bürgeranlagen".

Das Interkommunale Energieforum soll dreimal jährlich stattfinden. Es ist vorgesehen, die nächs-ten beiden Treffen im Landkreis Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen durchzuführen.

Ansprechpartner für Presse:  

Stefan Drexlmeier

drexlmeier@energiewende-oberland.de

Telefon: 08856 80 53 6-10