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Energiewende in Kinderhand: Erneuerbare Energien zum Selbermachen

Ferienprogramm in Weyarn organisiert durch die Bürgerstiftung Energiewende Oberland und den Arbeitskreis Energie und Umwelt Weyarn

Ferienprogramm in Weyarn organisiert durch die Bürgerstiftung Energiewende Oberland und den Arbeitskreis Energie und Umwelt Weyarn

Kaum hat man morgens das Bett verlassen, schon geht´s los mit dem Energieverbrauch: Der Radiowecker klingelt, das Licht brennt, die Dusche spendet warmes Wasser, zum Frühstück gibt´s was Warmes, das Radio dudelt, mit dem Bus geht´s zur Schule - und dort wird sowieso jede Menge Energie verbraucht. Am Nachmittag setzt es sich fort: der Computer läuft, das Handy muss aufgeladen werden, das Fernsehen ist an u.s.w., bis endlich abends die Lichter ausgehen. Mit Beispielen dieser Art begann der Ferienkurs zu erneuerbaren Energien für 6- bis 10-jährige Weyarner Schülerinnen und Schüler am 1. August im Schulgebäude. 8 Kinder hatten sich eingefunden, und es fiel ihnen nicht schwer zu erkennen, wo überall im Alltag Energie verbraucht wird, welcher Art die benötigten Energien sind (Strom, Wärme, Treibstof-fe) und welche zu den fossilen bzw. den erneuerbaren Energien zählen. Am 2. August waren es sogar 9 Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Hier ging es zunächst um die Frage, wie die Menschheit über die Kontinente der Erde verteilt ist, welchen An¬teil die Menschen in den verschiedenen Kontinenten am Reichtum der Welt besitzen und wie hoch ihr jeweiliger Energieverbrauch ist. Das alles wurde nicht vorgetragen, sondern erst versuchs¬weise auf einer Erdkarte durch Spielkarten markiert und im Anschluss den wahren Verhältnis¬sen angepasst.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf schlüpften die Kinder in die Rolle von kleinen Entdeckern, um herauszufinden, wie sich Energie umweltschonend und nachhaltig gewinnen lässt. Da die Sonne schien, stand Sonnenenergie im Mittelpunkt. Besonders viel Zuspruch fanden selbst gebastelte kleine Karusselle, die mithilfe einer Solarzelle und eines daraus gespeisten Elektro-motors betrieben wurden. Jedes Kind durfte sein Karussell mit nach Hause nehmen. Ein weiteres Highlight war der parabolförmige Sonnenofen, in dessen Brennpunkt Würstel für alle im Wassertopf erhitzt wurden. Zum Nachtisch gab´s dann noch Pfannkuchen, natürlich ebenfalls im Sonnenofen gebraten. Weitere Programmpunkte für beide Gruppen waren vergleichende Mes¬sungen des Stromverbrauchs eines Radios, eines Fernsehers und eines Wasserkochers. Kein Kind wollte zum Abschluss des Kurses versäumen, mittels Tretrad einen angeschlossenen Generator in Bewegung zu setzen, um am eigenen Leib zu spüren, welcher Anstrengung in Form erneuerbarer Muskelenergie es bedarf, ein Radio, verschiedene Leuchtmittel und einen elektrischen Wasserkocher zu betreiben.

Die Gruppe der etwas älteren Kinder vertiefte zudem ihr Wissen über Holz als erneuerbare Energiequelle. Dazu musste durch Wiegen und Aufschichten verglichen werden, welche Mengen von Weich- und Hartstückholz, von Holzpellets und Hackschnitzeln zusammengetragen werden müssen, um jene Heizenergie zu liefern, die in einem Liter Heizöl steckt. Anschließend wurden in einem Rollenspiel Argumente pro und contra Energiewende gesammelt und gegeneinander in Stel¬lung gebracht. Die Veranstalter - Frau Kohlhauf von der Bürgerstiftung „Energiewende Ober¬land" (EWO) und einige Mitglieder des Weyarner Arbeitskreises Energie und Umwelt (AKEU) - waren froh, dass die Verfechter der Energiewende am Ende die besseren Argu¬mente auf ihrer Seite hatten. Zum Schluss sei noch der Weyarner Schule gedankt, dass sie uns ihre Räume für die beiden Kurse zur Verfügung gestellt hat.

AK Energie und Umwelt

  • Solarenergie in der Schule

  • Treibhauseffekt einfach dargestellt

  • Versuch mit Eiswürfeln auf weißem und schwarzem Untergrund

  • Solar-Zeppelin