Auf dem Weg zum Gipfel: Die CERVINO-Datenerhebung schreitet voran

Auf dem Weg zum Gipfel: Die CERVINO-Datenerhebung schreitet voran

Der Start der alpinen Energiedatenplattform war zunächst holprig. Die CERVINO-Partner stießen auf eine gewisse Zurückhaltung, was die tatsächliche Eingabe von Energiedaten durch die lokalen Akteure betraf. Nur wenige Akteure gaben zu Beginn die geforderten Informationen auf der Plattform ein, obwohl die große Aufmerksamkeit, die der Startveranstaltung Ende Mai zuteil wurde, das Gegenteil erwarten ließ. Eine gewisse anfängliche Zurückhaltung war sicherlich zu erwarten, da bürokratische Prozesse in den Regionen eingehalten werden mussten und die Dateneingabe einige Zeit in Anspruch nimmt. Doch mehr Projektpartner stießen auf Zurückhaltung als zunächst angenommen. Offenbar waren sich die regionalen Energieexperten des großen Mehrwerts der neuen Energiedatenplattform noch nicht bewusst. Deshalb haben die CERVINO-Partner schnell reagiert und eine weitere Motivationskampagne bei allen eingeladenen Akteuren gestartet. Ein internes Treffen der EUSALP-Aktionsgruppe 9 wurde vom CERVINO-Team zum Anlass genommen, alle teilnehmenden Regionen noch einmal aufzufordern, die Energiedatenerhebung auszufüllen. Erfreulicherweise wurde die Mühe belohnt und die Plattform gewann Schritt für Schritt Information für Information.

Bis heute sind in fast allen teilnehmenden Regionen Maßnahmen der lokalen Akteure zu verzeichnen. Dank des von Interreg Alpine Space geförderten Projekts konnten die Projektpartner die Eingabe von Energiedaten übernehmen bzw. bei der Weiterentwicklung der CERVINO-Datenplattform unterstützen. Für die Fortführung der Energieerhebung in den kommenden Jahren ist die Eingabe von Daten durch die zuständigen Energiedatenbüros unabdingbar und es werden Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

Energiedaten aus Niederösterreich, Tirol, Auvergne-Rhône-Alpes, Franche-Comté, Baden-Württemberg, Lombardei, Ligurien, der autonomen Provinzen Bolzano und Trient, Liechtenstein und Slowenien wurden für 2020 und 2021 erhoben, Bayern für 2019 bis 2021. Die Aufnahme der Daten aus der Provinz  Alpes-Côte d'Azur, der Steiermark und dem Piemont stehen noch aus. Die CERVINO-Projektpartner sind jedoch mehr als zuversichtlich, die fehlenden Energiedaten bald zu erhalten.

CERVINO wird daher als auf einem guten Weg eingestuft, um den Austausch von Energiedaten im Programmgebiet zu erleichtern. Darauf haben sich alle beteiligten Partner beim Midterm Review geeinigt. Die Halbzeitüberprüfung ist ein neu eingeführtes Instrument, das Raum für einen Dialog zwischen der Projektpartnerschaft (Lead Partner und Projektpartner) und den Programmverwaltungsstellen (Gemeinsames Sekretariat (JS), Verwaltungsbehörde (MA) und nationale Kontaktstelle Alpenraum (ACP)) bieten soll. Der Lead Partner von CERVINO (IRE) stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die Auswirkungen der Verbreitungsaktivitäten im Allgemeinen positiv sind. Mit Hilfe der bereits gesammelten Daten bereiten die Projektpartner derzeit ein Video für alle beteiligten Akteure vor. Dieses Video soll das Potenzial und die praktische Nutzbarkeit der eingegebenen Daten durch, für und aus verschiedenen Regionen demonstrieren und die Funktionalitäten der Plattform selbst veranschaulichen. Das Video wird von AURA-EE und EWO erstellt und wird im August zur Verfügung stehen, um auch die wenigen noch fehlenden Regionen davon zu überzeugen, an der Umfrage teilzunehmen. Nicht zuletzt muss der Prozess noch einmal beschleunigt werden, da die Möglichkeit einer Beobachtungsstelle für Energiedaten auf der letzten Sitzung der Eusalp-Aktionsgruppe 9 am 6. Juli hervorgehoben wurde. Das Thema wurde sogar als strategische Leitinitiative in den Arbeitsplan der AG9 aufgenommen und verleiht dem CERVINO-Projekt damit einen höheren Stellenwert.

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