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Zwei neue Online-Werkzeuge für den Heizungstausch

Abbildung 1

Wer seine alte Heizung tauschen möchte, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Technologien. Um herauszufinden, welche die passende ist, gibt es seit Oktober zwei einfach zu bedienende Online-Werkzeuge. Eine interaktive Heizungsmatrix zeigt geeignete  Technologien auf einen Blick, und mit einem Heizungsrechner können klimafreundliche Tauschprojekte zugeschnitten auf die eigene Situation berechnet werden.
 

Heizungsrechner

Heizungsmatrix

 

Die Heizung im Altbau gibt langsam den Geist auf und nochmal Öl soll es nicht sein. Aber welche Heizung eignet sich stattdessen? Eine Kachelofenheizung für das ganze Haus? Eine Pellet-Zentralheizung, Wärmepumpe oder doch besser der Anschluss an ein Nahwärmenetz? Wer so verloren im Dschungel der Heizungsangebote steht, kann sich jetzt mit der Heizungs-Matrix eine erste Orientierung verschaffen.

In der interaktiven Matrix wählt man per Mauszeiger den eigenen Gebäudetyp – Altbau, Niedrig- und Niedrigstenergiehaus oder Passivhaus – und kann dann die verschiedenen Heizungssysteme vergleichen. Die Farbgebung von dunkelgrün – besonders empfehlenswert – bis rot – nicht empfehlenswert – zeigt auf einen Blick, welche Heizung besonders gut zum eigenen Gebäude passt bzw. eben auch nicht. Wer die Ölheizung in seinem Altbau austauschen möchte, sieht so z.B. ganz schnell, dass eine Pellet-Zentralheizung oder der Anschluss an ein Nahwärmenetz besonders empfehlenswert sind und sich Wärmepumpen beispielsweise dagegen nicht eignen. Informationsfelder geben zusätzlich Auskunft, z.B. was sich hinter den einzelnen Heizsystemen verbirgt oder warum eine bestimmte Kombination aus Gebäudetyp und Heizung besonders empfehlenswert ist bzw. was dagegenspricht. Wie im Fall von Wärmepumpen, die in unsanierten Altbauten nicht effizient arbeiten.

Gibt die Heizungsmatrix Orientierung im Technologie-Dschungel, kann man mit den Heizungsrechner direkt auf sein Ziel zusteuern und Tauschprojekte berechnen. Um z.B. den Heizungstausch im Öl-beheizten Altbau zu konkretisieren, fragt der Rechner u.a. ab, wieviel Energie das Gebäude braucht, wie alt die Heizung ist oder ob es ein zweites Heizsystem wie einen Kachelofen gibt. Auch Angaben zu Investitionskosten, Förderungen oder Wartungskosten sind möglich. Und mit Blick auf den Wechsel zu neuen Technologien können Nutzer angeben, ob das Gebäude an ein Nahwärmenetz angeschlossen, Pellets geliefert oder Brennholz gelagert werden kann. Als Ergebnis liefert der Rechner klimafreundliche Heizsysteme und nennt deren Kosten, CO2-Emissionen und Komfortverbesserung in Bezug auf die eigene Situation. Zu den einzelnen Technologien sind außerdem Informationsblätter, gute Praxisbeispiele und eine Übersicht über Fördermöglichkeiten hinterlegt. Fachkräfte und Investoren finden Informationen wie Planungshilfen zu den einzelnen Technologien oder Vorteile erneuerbarer Heiz- und Kühlsysteme.

Die Online-Werkzeuge sind Teil des Forschungs- und Innovationsprojekts REPLACE. Sie werden zusammen mit regionalen Kampagnen eingesetzt wie dem Aufbau von Informationspunkten, der Unterstützung bei gemeinschaftlichen Aktionen wie der Beschaffung von Dämm-Material oder Exkursionen zu Guten Praxisbeispielen. Das Projekt hat ein Hauptziel, nämlich Menschen in neun verschiedenen Ländern zu motivieren und zu unterstützen, ihre alten Systeme durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. Einfache Renovierungsmaßnahmen, die den Gesamtenergieverbrauch reduzieren, sind ebenfalls Teil des Programms. Nach fünf Jahren Umsetzung der Kampagne sollen jährlich 144.000 Tonnen Treibhausgas eingespart werden. Die Österreichische Energieagentur leitet das Programm, das von der EU im Rahmen des Programms Horizon 2020 finanziert wird. Insgesamt bündeln 12 Projektpartner in neun Ländern ihre Kräfte, um Heizen und Kühlen in Europa sauberer und effizienter zu machen. Die Länder, in denen REPLACE im Einsatz ist, sind Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Nordmazedonien, Österreich, Serbien, Slowenien und Spanien.

 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Frau Unterpertinger wenden.

E-Mail: unterpertinger@energiewende-oberland.de

Telefon: 08856 80536-22

 

Weitere Informationen zum Projekt unter:

www.wärmewende-oberland.de

 

Förderhinweis

Die Wärmewende Oberland ist eine Kampagne des EU-geförderten Projekts REPLACE.

Mehr zum Projekt REPLACE erfahren Sie unter www.replace-project.eu.

Dieses Projekt wird unter Zuwendungsvereinbarung Nr. 847087 im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union finanziert.

 

Haftungsausschluss

Jede Kommunikationsmaßnahme im Zusammenhang mit der Aktion gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder. Die Europäische Union und ihre
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