Wärmewende Oberland

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Oft gestellte Fragen

Im Folgenden werden die am häufigsten gestellten Fragen von Verbraucher*innen beantwortet, die sich mit dem Austausch ihrer Heizungsanlage oder mit der Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ihres Hauses oder Gebäudes befassen.

 

Technologien kombinieren

Wenn es ums Heizen geht, gibt es so viele Lösungen, dass die Entscheidung für das eine oder andere Heizsystem nicht einfach ist. Jede Technologie und jede Energiequelle hat ihre eigenen Vorteile, aber auch ihre Nachteile. Dies hat die Hersteller dazu veranlasst, über mögliche Kombinationen bestehender Technologien und Energiequellen nachzudenken, um ihre Vorteile zu maximieren und ihre Schwächen auszugleichen. Die Kombination mehrerer Produkte kann in der Tat für Endverbraucher*innen von großem Nutzen sein, da sie die Energieeffizienz des Gesamtsystems maximiert und damit den Energieverbrauch und die Betriebskosten senkt.

Hybridsysteme

Wenn mehrere Heiztechnologien zusammenarbeiten, sprechen wir von einer Hybridheizung, definiert als "ein Gerät oder ein System von Geräten, die mindestens zwei verschiedene Energiequellen kombinieren und deren Betrieb von einer Steuerung verwaltet wird" (siehe hier). Unter den Hybridsystemen sind viele Kombinationen möglich. So kann beispielsweise eine elektrische Wärmepumpe mit einer solarthermischen Anlage kombiniert werden, die einen erheblichen Teil des Warmwassers einer Immobilie liefert, unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder nicht, und somit den Strombedarf der Wärmepumpe reduziert.

Häufig kombiniert: Solarthermie & Biomasse

Unter den Hybridgeräten ist eine der häufigsten Kombinationen die einer solarthermischen Anlage, die durch einen Biomassekessel ergänzt wird. Dieser Mix kombiniert die Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie, die keine Kosten auf Ihrer Energierechnung verursacht. Wenn die Sonne nicht scheint, sorgt ein Biomassekessel mit Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzeln dafür, dass Ihr Zuhause warm ist.

Optionen im Überblick

Sie können alle möglichen Optionen des erneuerbaren "Mix and Match" in den Technologie-Informationsblättern des REPLACE-Projekts überprüfen.

 
 

Umweltfreundliche Maßnahmen sind immer gut

Ob es sich um die Installation eines neuen erneuerbaren Heizsystems handelt, um ein altes ineffizientes zu ersetzen, oder um den Einbau energieeffizienter Fenster, es gibt kein Richtig oder Falsch, wenn man eine umweltfreundliche Maßnahme ergreift.

Vorteile

Es gibt viele Vorteile, die Energieeffizienz Ihres Gebäudes zu verbessern und erneuerbare Energien effizient zum Heizen Ihres Hauses zu nutzen. Dazu gehören niedrigere Energiekosten, mehr Wohnkomfort, ein höherer Immobilienwert sowie der wertvolle Beitrag zum Klimaschutz.

Energieverlust reduzieren

Dennoch sollte die Reduzierung der Energieverluste und des Wärmebedarfs, die durch eine Verbesserung der thermischen Qualität des Gebäudes erreicht werden kann, manchmal Vorrang vor anderen Maßnahmen, wie dem Austausch der Heizungsanlage, haben. Für eine kosteneffiziente Wärmeversorgung im eigenen Haus kann es in der Tat von primärer Bedeutung sein, zunächst das volle Energieeinsparpotenzial auszuschöpfen. Dies könnte z.B. durch die Dämmung der Gebäudehülle (oberste Geschossdecke, Kellerdecke und Fassade) und den Austausch der alten Fenster erreicht werden (siehe hier).

Sanierung plus Heizungstausch

Manchmal gehen die Maßnahmen zur Sanierung der Gebäudehülle Hand in Hand mit dem Austausch der Heizungsanlage. In diesen Fällen wird die Energiebilanz des Hauses noch einmal deutlich verbessert. Es wurde nachgewiesen, dass eine umfassende energetische Modernisierung älterer Gebäude deren Energieverbrauch um bis zu 80 % senken kann. (siehe [Institute for Energy and Environmental Research Heidelberg et al. (ifeu) (2011), exklusive Transport])

Energieberater*innen für die passende Lösung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien für die Heizung und die Sanierung des Gebäudebestands zu energieeffizienten Gebäuden zwar gleichermaßen wichtig sind, es aber immer wichtig ist, den Rat von Expert*innen einzuholen, welche Maßnahme für Ihr Gebäude und Ihre Energiebedürfnisse am besten geeignet ist.

Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, was die optimale Lösung für Ihr Gebäude ist, wenden Sie sich an Ihre örtlichen Energieberater*innen.

 

 

Europäische Gebäuderichtlinie

Die Vorschriften für die Planung, den Bau, das Management und die Sanierung von Gebäuden variieren von Land zu Land in Europa. Dennoch unterliegen alle europäischen Mitgliedsstaaten den Bestimmungen der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) (siehe hier), einschließlich der Verpflichtung, ihre eigenen langfristigen Sanierungsstrategien zu erstellen.

Langfristige Sanierungsstrategie

Basierend auf den Anforderungen der EPBD müssen alle EU-Länder eine langfristige Sanierungsstrategie erstellen, um die Sanierung ihres nationalen Gebäudebestands in einen hoch energieeffizienten und dekarbonisierten Gebäudebestand bis 2050 zu unterstützen. Die Strategien müssen unter anderem politische Maßnahmen und Aktionen beinhalten, um eine kosteneffiziente tiefgreifende Sanierung von Gebäuden zu fördern und Gebäude in schlechtem Zustand ins Visier zu nehmen (siehe hier).

Deutschland: Neues Gebäudeenergiegesetz (GEG)

In Deutschland wurde 2020 das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) (siehe hier) verabschiedet, in welchem das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EE) im Wärmebereich - Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt wurden. Es enthält Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden. Es wurde ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden geschaffen.

Verschärfungen für Bestandsgebäude im GEG

Im GEG wurden einige Verschärfungen für Bestandsgebäude eingeführt, unter anderem:

  • Außenteile von Bestandsgebäuden dürfen in Ihrer energetischen Qualität nicht verschlechtert werden.
  • Die oberste Geschoßdecke, sofern sie begehbar ist, muss auf einen Dämmstandard von mind. 0,24 W/m²*K oder besser gebracht werden.
  • Werden Außenbauteile erneuert, ersetzt oder erstmalig eingebaut, so sind für diese Bauteile die Dämmstandards des neuen Gebäudeenergiegesetzes einzuhalten.
  • Ab Januar 2026 dürfen keine reinen Ölheizungen zur Wärmeversorgung mehr eingebaut werden. In welcher Höhe der erneuerbare Anteil erfolgen muss, wurde in § 72, Abs 4.3 nicht festgelegt. Zudem gibt es Ausnahmeregelungen bei unangemessenem Aufwand oder unbilliger Härte.

Energieberatung hilft weiter

Sie können sich an Energieberater*innen im Oberland wenden, um Informationen zur aktuellen Gesetzgebung zur Sanierung und dem Bau von Gebäuden zu erhalten und herauszufinden, ob die Energieeffizienz Ihres Gebäudes verpflichtenden Verbesserungsmaßnahmen unterliegt.

 
 

Die Sanierung Ihrer Gebäudehülle und der Austausch Ihrer Heizungsanlage sind nur einige der Möglichkeiten, die Sie haben, um den Energieverbrauch für Ihre Raumwärme zu reduzieren, und nicht unbedingt die besten. Umfassende Sanierungsmaßnahmen können nämlich störend und langwierig sein, und die Anschaffung und Installation einer erneuerbaren Heizungsanlage kann mitunter teuer sein.

Gemeinschaftliche Aktionen

Kollektive Aktionen können weniger kostspielige und dennoch effektive Alternativen sein, mit kürzeren Amortisationszeiten verglichen mit der Investition in eine erneuerbare Heiztechnologie.

Diese Aktionen könnten z. B. in einem kollektiven Kauf von Pellets, der Gründung von Energiegemeinschaften, regelmäßigen Kontrollen des Heizsystems, einem hydraulischen Abgleich durch Installateur*innen, einer Wärmedämmung der obersten Geschossdecke Ihres Gebäudes usw. bestehen, und können gemeinsam mit den anderen Bewohner*innen des Gebäudes und/oder benachbarten Gebäuden umgesetzt werden. Weitere Informationen zu kollektiven Maßnahmen finden Sie hier.

 
  

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wenn wir alle in einer idealen Welt leben würden, würde jeder seine Heizungsanlage ersetzen, bevor sie kaputt geht. Die Lebensdauer jeder Heizungsanlage ist begrenzt, und je älter eine Heizungsanlage wird, desto häufiger sollte man regelmäßige Überprüfungen durchführen und auf die Einschätzung von Expert*innen hören, wenn sie dazu raten, eine Anlage zu ersetzen, weil sie wahrscheinlich bald ausfallen wird.

1 : 1 Tausch - nicht unbedingt der umweltfreundlichste

Aber wir leben nicht in einer idealen Welt und manchmal fällt unsere Heizungsanlage plötzlich aus und lässt uns und unser Haus in der Kälte stehen. Was können wir in einer solchen Situation tun? Der einfachste Ansatz (und der häufigste) ist, sie durch ein neues Modell derselben Technologie zu ersetzen. Die neue Version unserer alten Heizungsanlage ist zwar wahrscheinlich effizienter, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass dies die beste und umweltfreundlichste Option für unser Zuhause ist.

Zeit gewinnen mit mobilen Heizgeräten

Wenn Sie mehr Zeit zur Auswahl hätten, würden Sie vielleicht eine neue Technologie und einen Brennstoffwechsel in Betracht ziehen, Sie würden mehr Informationen über die verfügbaren Optionen auf dem Markt sammeln, Ihre Bedürfnisse besser einschätzen, einige Energieberater*innen und Installateur*innen konsultieren, mehrere Angebote vergleichen, nationale oder lokale Fördermittel beantragen und dann Ihre bevorzugte Technologie kaufen und installieren lassen.

Aber im Falle einer plötzlichen Panne hätten Sie nicht die Zeit, alle empfohlenen Punkte dieser Checkliste abzuhaken (noch weniger, wenn die Panne im Winter passiert). Glücklicherweise bietet Ihnen der Markt im Oberland heute die Möglichkeit, ein mobiles Raumheizungs- und Warmwasserbereitungsgerät zu erwerben, eine innovative Heizeinheit, die Ihr defektes Heizsystem vorübergehend ersetzt.

Kleine Heizgeräte & große Plug-and-Play Container

Mobile Raumheizungsgeräte reichen von kleinen Einheiten, die mit Strom betrieben werden, bis hin zu mobilen Plug-and-Play-Containern, die mit dem im Gebäude gelagerten Brennstoff oder mit Pellets oder anderen Brennstoffen betrieben werden.

In Ruhe die beste Wahl treffen

Ein mobiles Raumheizungs- und Warmwassergerät vermeidet nicht nur einen uninformierten Notaustausch und einen Lock-in-Effekt in Richtung fossiler Brennstofftechnologien, sondern es erlaubt Ihnen auch, in aller Ruhe die beste Wahl für Ihren Haushalt zu treffen, basierend auf Ihrem Gebäudetyp und Ihren Bedürfnissen, während Ihr Zuhause warm und komfortabel bleibt. Tatsächlich stellt das mobile Gerät sicher, dass die mit dem Austausch Ihres Heizkessels und der Unterbrechung von Heizung und Warmwasser verbundenen Störungen nicht länger als ein paar Stunden dauern (weniger als die Zeit, die das Gebäude zum Abkühlen braucht), was bedeutet, dass es Ihnen einen Austausch auch im Winter ermöglichen würde.

Mobile Heizgeräte mildern Fachkräftemangel

Gleichzeitig lindert das mobile Raumheizungsgerät auch das Problem des Mangels an Fachleuten, die mit der Installation von erneuerbaren Heizungslösungen vertraut sind, sodass sie mehr Zeit haben, um alle Wünsche ihrer Kund*innen zu erfüllen, ohne dass es zu Unterbrechungen kommt.

 
 

Heizungstausch - eine langfristige Investition

Der Austausch einer alten und ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne, erneuerbare Anlage ist eindeutig eine langfristige Investition, die erhebliche Vorlaufkosten und lange Amortisationszeiten erfordern kann.

Mieten & Vermieten - 2 Perspektiven beim Heizungstausch

Mieter*innen, die eine Wohnung oder ein Haus für einen begrenzten Zeitraum mieten, zögern daher oft, sich zu einer solchen Investition zu verpflichten, ähnlich wie Vermieter*innen als Eigentümer*innen des Gebäudes, die normalerweise die Kosten für den Austausch der Heizungsanlage ihrer Immobilie tragen sollen, ohne die Vorteile eines solchen Austauschs direkt zu erhalten.

Vorteile für beide Seiten

Trotzdem wissen sie wahrscheinlich nicht, dass der Austausch der Heizungsanlage für beide Seiten von Vorteil sein kann. Auf der Seite der Mieter*innen würden sie von niedrigeren Energiekosten profitieren, während Eigentümer*innen eine Wertsteigerung der Immobilie sehen würden, die durch eine Erhöhung der Energieklasse des Gebäudes erreicht wird. Nicht zuletzt würden alle von den ebenso wichtigen ökologischen und sozialen Vorteilen profitieren. Für all diese Vorteile sollen Mieter*innen eine Erhöhung der Mietkosten in Kauf nehmen, wenn Eigentümer*innen sich entscheiden, in erneuerbare und effiziente Heizmaßnahmen zu investieren.

Mehrfamilienhäuser - gemeinsame Kosten, gemeinsamer Nutzen

Ein ähnliches Patt-Problem tritt in Mehrfamilienhäusern und -gebäuden auf. Einige Maßnahmen, wie z. B. die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke, die Verbesserung der Gebäudehülle, der hydraulische Abgleich, einfache Kesselchecks und generell Gebäudesanierungsmaßnahmen sind kollektive Maßnahmen, deren Kosten von allen Bewohner*innen des Gebäudes zu tragen sind und die daher von allen im Vorfeld vereinbart werden müssen. Wie der Austausch der Heizungsanlage bringen auch diese kollektiven Maßnahmen eine verbesserte Energieeffizienz des Gebäudes und Energieeinsparungen mit sich, von denen alle Bewohner*innen wirtschaftlich und ökologisch profitieren werden.

Dialog als Schlüssel

Der Dialog zwischen Mieter*innen und Eigentümer*innen und zwischen allen Eigentümer*innen eines Mehrfamilienhauses ist daher der Schlüssel, um sicherzustellen, dass jeder die Vorteile richtig versteht, die sich aus der Umsetzung von umweltfreundlichen Maßnahmen in Bezug auf Heizung und Kühlung ergeben.

 
  

Heizungstausch kann Geld sparen

Die durchschnittliche Produktlebensdauer eines Heizungssystems in Europa wird auf 24 Jahre geschätzt (siehe hier). Wenn das System zu alt wird, kann es günstiger sein, es durch ein neues zu ersetzen, anstatt Geld für Reparaturen auszugeben und trotzdem das Risiko eines plötzlichen und endgültigen Ausfalls im Winter einzugehen.

Effiziente Heizung - geringere Energiekosten

Der Kauf einer neuen Heizungsanlage kann zwar sehr kostspielig sein, jedoch ist es auch so, dass moderne Heizungsanlagen viel effizienter sind als die alten: Neue Anlagen können denselben Raum mit weniger Energie beheizen, was zu niedrigeren Energiekosten führt. Diese Senkung der Energiekosten sorgt dafür, dass sich die Anfangsinvestition in wenigen Jahren amortisiert.

Finanzielle Anreize

Zusätzlich zu den niedrigeren Energiekosten und der Amortisationszeit gibt es Anreize für Endverbraucher*innen, die bereit sind, ein erneuerbares Heizsystem zu kaufen (z. B. Steuerrückerstattungen), die die Vorlaufkosten senken und die Amortisationszeit verkürzen können. Möglichkeiten zur Förderung finden Sie hier.

 
 

Keine Einheitslösung

Jedes Heizsystem hat Vor- und Nachteile, und es gibt keine Einheitslösung, die absolut als die beste von allen gewählt werden kann. Was die beste Technologie für Ihr Haus ist, hängt vom Gebäudetyp, von Ihrem Energiebedarf, vom regionalen Umfeld, von den Kosten für Energiebrennstoffe und von vielen anderen Faktoren ab.

Vom Strom zur Wärme

Wie alle auf dem Markt erhältlichen Heiztechnologien haben auch Infrarotheizungen ihre Vor- und Nachteile. Infrarotheizungen sind elektrische Widerstandsheizungen. Das bedeutet, dass sie Strom in Strahlungsenergie umwandeln, die von den Gegenständen und Personen im Raum absorbiert wird.

Vorteile

Zu den Vorteilen von Infrarot-Heizpaneelen können wir die folgenden aufzählen:

  • Niedrige Investitionskosten: die Infrarot-Heizpaneele erfordern im Vergleich zu anderen erneuerbaren oder hocheffizienten Heiztechnologien viel geringere Anschaffungskosten.
  • Schnelle Installation: Die Paneele sind eine Plug-and-Play-Heizlösung und es sind keine Rohrleitungen erforderlich. Sie können an der Wand oder an der Decke montiert werden, auch ohne den Einsatz einer Fachkraft.
  • Sehr geringer Wartungsaufwand: Es gibt keine beweglichen Teile, keinen Motor, der verschleißen kann, und keine Luftfilter, die ausgetauscht werden müssen. Das bedeutet auch, dass die Infrarot-Heizpaneele sehr leise im Betrieb sind und in Schlafzimmern eingesetzt werden können.
  • Kein Kamin oder Stauraum erforderlich: Infrarot-Heizpaneele sparen Platz im Raum, da sie vorzugsweise an der Decke oder an den Wänden montiert werden.
  • Hoher Wirkungsgrad und keine nennenswerten Verteilungsverluste im Gebäude: Infrarotheizungen können einen Anteil der Wärmestrahlung von bis zu 60 % erreichen, im Vergleich zu den 20 bis 40 % herkömmlicher Heizkörper.

Nachteile

Auch wenn alle oben genannten Punkte zutreffen, so weisen Infrarot-Heizpaneelen jedoch auch verschiedene Nachteile auf:

  • Da Infrarot-Heizpaneele mit Strom betrieben werden, können die Betriebskosten deutlich höher sein als bei Systemen mit zentralen Wärmeerzeugern.
  • Verluste bei der Erzeugung, Speicherung und dem Transport des Stroms.
  • Hoher CO2-Fußabdruck, je nachdem, wie der Strom, mit dem sie betrieben werden, erzeugt wird (ob es sich um erneuerbaren Strom handelt oder nicht).
  • Infrarot-Heizpaneele sind in der Regel keine eigenständige Technologie: Es wird ein zusätzliches System für die Raumheizung und für die Warmwasserbereitung benötigt.
  • Hohe Temperatur der Platten: Infrarotheizungen können bis zu 100°C heiß werden, wodurch die Gefahr von Verbrennungen besteht.

Die beste Option für Ihren Haushalt

Bevor Sie Ihre Heizungsanlage austauschen, sollten Sie immer Informationen darüber sammeln, was die beste Option für Ihren Haushalt ist (siehe Heizungsmatrix, Heizungsrechner, Ersatzoptionen), und eventuell Ihre örtlichen Energieberater*innen oder Installateur*innen um Rat fragen.

Welche Schritte bei der Installation einer neuen Heizungsanlage zu beachten sind, erfahren Sie hier.

 
  

Weniger Verbrauch - weniger Kosten

Einer der Gründe, warum Verbraucher*innen zögern, ein modernes erneuerbares Heizsystem zu kaufen, ist die höhere Anfangsinvestition, die für den Kauf und die Installation einer erneuerbaren Technologie im Vergleich zu einer mit fossilen Brennstoffen betriebenen erforderlich ist. Nichtsdestotrotz erreichen moderne und erneuerbare Heizsysteme ein hohes Maß an Energieeffizienz und bieten Ihnen somit das gleiche Maß an Wärme und Komfort wie eine nicht-erneuerbare Heizung, verbrauchen aber in vielen Fällen weniger Brennstoff.

Abhängigkeit verringen, Amortisationszeit verkürzen

Wenn Sie sich bei der Beheizung Ihres Hauses auf erneuerbare Energien verlassen, verringert sich gleichzeitig Ihre Abhängigkeit von den unsicheren, aber steigenden Kosten für fossile Brennstoffe, da Ihr System mit einer billigeren (und umweltfreundlicheren) Energiequelle betrieben wird. Der Rückgang des Energieverbrauchs wird sich in einer Senkung der Kosten für Ihre Energierechnungen niederschlagen. Die Einsparungen bei den Energiekosten amortisieren die Anfangsinvestition für den Kauf und die Installation des erneuerbaren Systems normalerweise in wenigen Jahren.

Die Amortisationszeit kann von vielen Faktoren abhängen: Investitionskosten des Produkts, Energiekosten, Energieverbrauch, usw. Sie kann durch die Verfügbarkeit von Anreizsystemen beschleunigt werden, die z. B. die Vorlaufkosten für den Kauf und/oder die Installation reduzieren oder Sie mit einem Steuerabzug belohnen können.

Erneuerbares Heizsystem - eine sichere Investition

Wenn Sie eine langfristige Investition wie den Kauf einer neuen Heizungsanlage für Ihr Haus in Erwägung ziehen, sollten Sie die gesetzlichen Maßnahmen nicht vergessen. Die Lebensdauer einer Heizungsanlage beträgt zwischen zwanzig und dreißig Jahren. Aber mit der Bepreisung von Kohlendioxid oder der Überlegung, den Einsatz von fossilen Brennstoffen im deutschen Recht für die Gebäudebeheizung stärker als bislang einzuschränken und langfristig zu beenden (siehe hier), sollten Sie die Entscheidung, z.B. einen Erdgas- oder Ölkessel jetzt zu kaufen, vielleicht noch einmal überdenken. Ein erneuerbares Heizsystem wird stattdessen eine sicherere Investition sein, zusammen mit all den Vorteilen, die damit verbunden sind.

Vorteile erneuerbarer Systeme

Um sich mit den Vorteilen eines erneuerbaren Heizsystems verglichen mit einem System mit fossilen Brennstoffen vertraut zu machen, können Sie hier nachlesen.

 
 

Vorteile nutzen statt Sperr-Effekt erliegen

Es kommt häufig vor, dass der Austausch der Heizungsanlage in Haushalten in Notsituationen aufgrund eines plötzlichen Ausfalls des alten Systems erfolgt. Daher gibt es im Heizungssektor für Privathaushalte eine Tendenz zu einem Sperr- oder auch "Lock-in" Effekt bei Technologien, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Das bedeutet, dass Haushalte im Falle eines Notfalls dazu neigen, ihr altes Heizsystem durch ein neues Modell der gleichen Technologie zu ersetzen (d.h. alte Gaskessel werden oft durch neue Gaskessel ersetzt usw.). Dieser Lock-in-Effekt wirkt sich eindeutig negativ auf die Verbreitung erneuerbarer Technologien für die Heizung von Wohngebäuden aus.

Es gibt jedoch viele Gründe, warum Sie ein erneuerbares Heizsystem einem nicht-erneuerbaren vorziehen sollten. Eine umfassende Liste von Gründen, die sich auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Vorteile beziehen, finden Sie hier.

Mit mobilen Heizungsgeräten Zeit gewinnen

Falls Ihnen aufgrund eines plötzlichen und unerwarteten Ausfalls Ihrer Heizungsanlage die Zeit fehlt, sich über die beste erneuerbare Heizungsoption für Ihr Haus zu informieren, können Sie vorübergehend auf ein mobiles Raumheizungs- und Warmwassergerät zurückgreifen. Mobile Raumheizungsgeräte reichen von kleinen Einheiten, die mit Strom betrieben werden, bis hin zu mobilen Plug-and-Play-Containern, die mit dem im Gebäude gelagerten Brennstoff oder mit Pellets oder anderen Brennstoffen betrieben werden.

Das mobile Gerät sorgt dafür, dass die mit dem Austausch Ihres Heizkessels und der Unterbrechung der Heizung und des Warmwassers verbundenen Unzulänglichkeiten nicht länger als ein paar Stunden dauern (weniger als die Zeit, die das Gebäude zum Abkühlen braucht), was bedeutet, dass es Ihnen auch im Winter einen Austausch ermöglichen würde. Weitere Informationen zu diesen Geräten finden Sie hier unter Punkt 5.

Erneuerbare Heizungen zum vernünftigen Preis

Und wahrscheinlich ist einer der Gründe, warum Sie sich vor zehn Jahren nicht für ein erneuerbares Heizsystem entschieden haben, auch, dass damals Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden, viel weniger auf dem Markt verbreitet und viel teurer waren.

Heute haben sich die Dinge geändert: Durch den großflächigen Einsatz von erneuerbaren Heizsystemen sind die Produktionskosten und damit auch die Preise für die Verbraucher*innen gesunken. Sie können jetzt eine erneuerbare Heizung zu einem vernünftigen Preis kaufen, von öffentlichen Anreizen profitieren und Vorteile wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Natur nutzen.

 
 

Speicherheizungen und Durchlauferhitzer

In vielen Ländern gibt es Ein- oder Mehrfamilienhäuser, die entweder mit elektrischen Speicherheizungen für die Raumheizung (mit Nachtspeicherheizung oder Elektroheizkörpern mit Schamottespeicherkernen oder wassergefüllten Kernen) und die Warmwasserbereitung mit strombeheizten dezentralen Warmwasserspeichern oder mit Durchlauferhitzern in der Nähe der jeweiligen Wasserhähne ausgestattet sind.

Prinzip moderner Elektroheizungen

Das Prinzip moderner Elektroheizungen ist sehr einfach: Mit Hilfe eines Speichers, z. B. eines Schamottespeicherkerns im Inneren der Elektroheizung, werden die Außenheizkörper aus Stahl (teilweise auch emailliert) gleichmäßig erwärmt. Nachtspeicherheizungen sind auch in Altbauten weit verbreitet, ihr Einsatz hat aber im Laufe der Jahre wegen der gesundheitsschädlichen Wirkung von Asbest - das häufig in Nachtspeicherheizungen enthalten ist - abgenommen. Hinzu kommt, dass Strom im Sekundärtarif oder in der Nacht heute oft nicht mehr so günstig ist wie früher, als Nachtspeicherheizungen (auch aus energetischer Sicht - zur Unterstützung der Bandstromerzeugung aus Großkraftwerken) noch subventioniert wurden.

Heizkosten, Stromlasten, CO2-Fußabdruck

Die anfänglichen Investitionskosten von Stromdirektheizungen sind eher gering, da sie kein wasserbasiertes Wärmeverteilungs- und -abgabesystem im Haus (d.h. Rohrleitungen und Heizkörper) benötigen. Abhängig von der thermischen Qualität der Gebäudehülle und den klimatischen Bedingungen kann es jedoch zu einem sehr hohen Stromverbrauch und folglich zu hohen Heizkosten kommen.

Darüber hinaus werden während der Heizperiode hohe Stromlasten aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen benötigt (z. B. Solar- oder Windenergie oder auch Wasserkraft, die im Winter wegen des geringeren Wasserdurchflusses in der Regel knapper ist). Wenn zur Deckung des Spitzenbedarfs der Strom aus Kohle, Öl oder Erdgas erzeugt wird (was vor allem im Winter immer noch sehr häufig vorkommt), dann ist der CO2-Fußabdruck der direkten Stromheizung extrem hoch, und sie führt zu schädlichen Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen.

Fernwärme oder Wärmepumpe

Als Alternative zur direkten Stromheizung gibt es für Häuser ohne Kamin und Schornstein zwei Möglichkeiten: einen Fernwärmeanschluss oder eine Wärmepumpe.

Bei beiden Systemen ist jedoch die Installation eines Warmwasserverteilungssystems erforderlich, um die Wärme an die Wärmeabgabesysteme zu verteilen. Insbesondere bei Wärmepumpen ist darauf zu achten, dass das obere Temperaturniveau im Wärmeabgabesystem möglichst niedrig ist (z. B. durch eine nachträglich installierte Fußbodenheizung oder Heizkörper mit entsprechend großer Oberfläche). Dies ist besonders bei Luftwärmepumpen wichtig, denn je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle (Außenluft) und der Raumtemperatur ist, desto höher ist die Effizienz.

Sanierung der Gebäudehülle

Aus ökologischer und ökonomischer Sicht ist in beiden Fällen eine komplette oder teilweise Sanierung der Gebäudehülle zu empfehlen. Einzelne Bauteile sollten auf jeden Fall thermisch verbessert werden, wo dies kostengünstig durchgeführt werden kann, wie z.B. an der obersten Geschossdecke oder wenn es auch der Behaglichkeit dient (z.B. zugige Fenster).

Heizen & Kühlen

Bei guter Gebäudehülle und milderen Klimabedingungen können einzelne (evtl. auch zusammenhängende) Räume mit einer Wärmepumpe über Gebläsekonvektoren beheizt werden (auch ohne Heizkörper oder Flächenheizung oder zusätzlich zu diesen). In wärmeren Klimazonen hat eine Wärmepumpe den Vorteil, dass die beheizten Räume im Sommer auch klimatisiert werden können.

Außengeräte & Erdwärme

Bei den Außengeräten von Luft-Wärmepumpen ist auf die Geräuschentwicklung am Aufstellungsort (z.B. Außenfassade im Innenhof oder Dachbereich) und die Einhaltung der Normen zu achten, sowie auf die Vermeidung von damit verbundenen Nachbarschaftskonflikten. Wenn es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, können auch Grundwasser oder Erdreich (Flächenkollektor oder Tiefbohrung) als Wärmequelle für die Wärmepumpe in Frage kommen. Diese Varianten sind in der Anschaffung teurer, können aber bei den Betriebskosten (aufgrund der höheren Effizienz) günstiger sein.

Kamin & Zentralheizung

Wird zusätzlich zum Warmwasserverteilungs- und Wärmeabgabesystem der Einbau eines Kamins und Schornsteins in Erwägung gezogen (z. B. an der Außenseite der Fassade, wenn baurechtlich möglich), dann können gebäudeeigene Zentralheizungen, z. B. auf Basis von Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzeln, als Ersatz für eine direkte Stromheizung eingesetzt werden. In diesem Fall ist es ratsam, eine umfassende oder zumindest teilweise thermische Sanierung der Gebäudehülle zu prüfen.

Beratung empfohlen

Es ist grundsätzlich immer empfehlenswert, unabhängige Energieberater*innen oder eine*n Installateur*in für detailliertere und fallspezifische Informationen zu konsultieren.

 

 

 

Fossile Brennstoffe - nicht erneuerbar

Erdgas, Kohle und Öl sind allesamt fossile Brennstoffe und nicht-erneuerbare Energiequellen. In Heizkesseln, die mit Gas, Kohle oder Öl betrieben werden, wird normalerweise Wärme durch Verbrennung des Brennstoffs erzeugt. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist auch eine der Hauptquellen für die Emission von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen, die den Klimawandel vorantreiben.

Umweltvorteile durch erneuerbare Energien

Wenn Sie Ihre Heizungsanlage austauschen, lassen sich die größten Umweltvorteile nicht durch den Wechsel von einem fossilen zu einem anderen fossilen Brennstoff erzielen, sondern nur durch den Wechsel von einem fossilen zu einem erneuerbaren Brennstoff.

Antwort auf den Klimawandel: Erneuerbare Energien

Auch wenn manchmal behauptet wird, dass der gesamte Lebenszyklus-Kohlenstoffausstoß von Erdgas geringer ist als der anderer fossiler Brennstoffe, wird dies in der wissenschaftlichen Diskussion manchmal auch in Frage gestellt. In jedem Fall ist der ökologische Fußabdruck eines erneuerbaren Heizsystems in der Regel geringer als der anderer Technologien, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Dies bedeutet eindeutig, dass der Wechsel zu einem weniger emissionsintensiven fossilen Brennstoff (d. h. von Kohle oder Öl zu Gas) keine langfristige Antwort auf den Klimawandel darstellt. Diese Antwort bieten nur die erneuerbaren Energien.

 
 

Einfache Tipps - bis 20% Energie einsparen

Energieeinsparungen erfordern nicht immer erhebliche Kapitalinvestitionen. Manchmal reicht es aus, einige einfache Tipps zu befolgen und umweltfreundliche Gewohnheiten anzunehmen, um bis zu 20 % Ihres Energieverbrauchs für die Hausheizung zu sparen (siehe hier).
Einige Beispiele aus unserer Liste von Empfehlungen sind (Quelle: Ibidem):

  • Passen Sie die Raumtemperatur an: Es reicht aus, die Temperatur im Raum um nur ein Grad zu senken, um 6 % Energieeinsparungen zu erzielen.
  • Sorgen Sie für die richtige Luftfeuchtigkeit im Raum: Bei gleichen Temperaturniveaus wird trockene Luft als kälter empfunden als feuchte Luft. Die optimale Luftfeuchtigkeit im Raum sollte zwischen 30 % und 55 % liegen.
  • Schließen Sie Türen, um Wärme nicht in kältere Räume zu leiten, und schließen Sie Rollläden, die einen zusätzlichen Hitzeschutz darstellen, besonders in Gebäuden mit schlechten Fenstern.
  • Senken Sie die Temperatur nachts ab, vor allem, wenn die Wohnung morgens schnell wieder warm wird.
  • Heizen Sie Keller und Garage nicht: Sie sind meist schlecht isoliert, deshalb ist der Energieverbrauch dort meist drei- bis viermal so hoch wie in einem Wohnzimmer. Wenn die Räume nicht genutzt werden, sollten Sie sie nicht beheizen.
  • Lüften Sie den Raum, indem Sie die Fenster zur richtigen Zeit öffnen. Lüften Sie mindestens 10 Minuten, am besten tagsüber im Winter und nachts im Sommer. Wenn mehr Personen zu Hause sind, sind längere Lüftungszeiten zu empfehlen. So kann frische Luft in den Raum gelangen und eine Auskühlung vermieden werden: Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer die Lüftungszeit.
  • Installieren Sie Dichtungen oder ersetzen Sie die alten: Alte Fenster und Türen können die Ursache für Zugluft und Wärmeverluste sein. Der Einbau von Dichtungen spart Energiekosten und erhöht den Komfort.
  • Installieren Sie, wenn und wo möglich, Thermostate und Regelsysteme, wie z. B. Ventile an den Heizkörpern zur Einstellung der gewünschten Temperatur, Heizkörperthermostate, die schnell auf Temperaturänderungen im Raum reagieren, Heizkörperthermostate mit Zeitprogrammierfunktionen und/oder individuell für jeden Raum.
  • Entfernen Sie Gegenstände, die die Heizkörper verdecken könnten (z. B. Vorhänge an einem Wandheizkörper, Teppiche an der Fußbodenheizung) und reinigen Sie die Heizkörper regelmäßig von Staub.
  • Entlüften Sie die Heizung, wenn Sie ein Gluckern in den Rohren oder Heizkörpern hören. Möglicherweise können Sie dies mit einem Entlüftungsschlüssel selbst tun oder im Zweifelsfall eine/n Installateur*in damit beauftragen. Die Entlüftung kann auch an den Verteilern der Fußbodenheizung durchgeführt werden.
  • Achten Sie darauf, ob einige Räume nicht warm genug werden, auch wenn die Heizkörper auf maximaler Leistung stehen. Dies kann ein Hinweis auf einen fehlenden hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage sein, der von Installateur*innen durchgeführt werden kann und allein schon gut 15 Prozent und mehr an Energiekosten einsparen kann.
  • Rufen Sie dringend Ihre/n Installateur*in, wenn sich die Ventile nicht mehr öffnen oder schließen lassen.
  • Führen Sie einmal im Jahr eine professionelle Inspektion Ihrer Heizung durch, um eine gute Wartung sicherzustellen und unerwünschte Ausfälle zu vermeiden.

Einfach, nicht wahr?

 
 

CO2 entziehen - Klima schonen

Wie Sonne, Wind und Wasser ist auch die Biomasse eine erneuerbare Energiequelle. Einige mögen argumentieren, dass Biomasse nicht nachhaltig ist, weil bei der Erzeugung von Wärme oder Strom aus Biomasse der Verbrennungsprozess nicht vermieden wird. Eines der Elemente, die Biomasse nachhaltig machen, ist jedoch, dass Biomasse während ihres Wachstums (Photosynthese) Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre entzieht. CO2 ist das Haupttreibhausgas von Verbrennungsprozessen und dasjenige, das hauptsächlich für die globale Erwärmung verantwortlich ist. Kohlendioxid wird bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen (z.B. Braunkohle, Steinkohle, Erdöl, Erdgas), aber auch von Biomasse emittiert. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass durch den Entzug von CO2 aus der Atmosphäre Biomasse im Vergleich zu fossilen Energieträgern "kohlenstoffneutraler" ist. [Quelle: “Biomass energy sources are not entirely CO2-neutral, as fossil energy sources are still used for the preparation and utilisation of biomass (e.g. for harvest and transport)”, Dimitriou and Rutz, 2015]

Biomasse-Quellen

Einige andere mögen denken, dass die Produktion von Bioenergie zur Abholzung beiträgt. In Mitteleuropa werden die Wälder in der Regel jedoch nachhaltig bewirtschaftet. Außerdem besteht Biomasse nicht nur aus Holz aus dem Wald. Biomasse besteht aus allen biologischen Quellen, die auf einer erneuerbaren Basis zur Verfügung stehen, einschließlich holzartiger Biomasse (Forstwirtschaft und Rückstände der Holzindustrie), landwirtschaftlicher Biomasse (Feldfrüchte und Rückstände) und Bioabfall (feste kommunale Bioabfälle, Gülle und Abwässer) (siehe hier).

Quellen sorgfältig auswählen

Darüber hinaus sichert eine nachhaltige Waldbewirtschaftung die langfristige Brennstoffversorgung und bringt ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte ins Gleichgewicht (Quelle:BioVill). Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die für Energiezwecke genutzte Biomasse nachhaltig ist: d. h. wir müssen sorgfältig auswählen, welche Art von Biomasse wir für Brennstoffe ernten und wie wir sie ernten.

Nachhaltige Bewirtschaftung - zunehmender Holzvorrat

Betrachtet man die Stoffströme eines typischen Sägewerks, so sind etwa 40 % der Masse eines Baumstamms Sägenebenprodukte, die zum Teil für energetische Zwecke, z. B. Holzpellets oder Industriehackschnitzel, oder für die Papier-, Zellstoff- und Pappherstellung verwendet werden. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sorgt dafür, dass die absolute Menge an Biomasse in einer bestimmten Region über die Jahre nicht abnimmt, sondern im Gegenteil zunimmt, trotz der Ernte von Holz für die stoffliche und energetische Nutzung (Wald als Kohlenstoffsenke). Seit 1990 hat nicht nur die Waldfläche der EU um 14 Millionen Hektar zugenommen, sondern auch der Holzvorrat der EU ist um 8 Milliarden Festmeter gewachsen, wobei Mitteleuropa zu den Regionen mit den höchsten Holzvorräten der Welt gehört (siehe hier).

Gesetzgebung, Verpflichtungen, Zertifizierung

Nachhaltige Waldbewirtschaftung wird durch nationale Gesetzgebungen, internationale Verpflichtungen sowie freiwillige Zertifizierungen sichergestellt (siehe hier). Bioenergie ist auch die einzige Energieform mit einer Garantie für eine nachhaltige Beschaffung, unabhängig von der geografischen Herkunft der Biomasse und garantiert durch die von der europäischen Gesetzgebung festgelegten Nachhaltigkeitskriterien (siehe hier).

Wirtschaftlich, sozial, ökologisch nachhaltig

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bioenergie in der Regel in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht nachhaltig ist. Die Verwendung von Holz zum Heizen fördert die ländliche Entwicklung, schafft Arbeitsplätze und trägt, da sie kostengünstig ist, zu einer nachhaltigen Zukunft bei, die unserer Gesellschaft und Umwelt gerecht wird.

 
 

Energie effizient nutzen

Auch wenn es stimmt, dass Holz eine erneuerbare Energiequelle ist, während Öl ein fossiler Brennstoff ist, so ist es doch auch wahr, dass eine ineffiziente Nutzung von Energie, ob erneuerbar oder nicht, niemals eine ökologisch nachhaltige Option darstellt.

Umwelt schonen

Bei der Nutzung von Energie müssen wir immer den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen, insbesondere im Fall von Energie aus holzartiger Biomasse: Eine ineffiziente Nutzung von Biomasse aus der Forstwirtschaft könnte leicht zu einer unkontrollierten Waldbewirtschaftung führen, die nicht nur langfristig nicht nachhaltig wäre, sondern am Ende auch die Umwelt ernsthaft schädigen würde.

Der beste Weg

Der beste Weg, Energie zu Hause effizient zu nutzen, besteht darin, Sanierungsmöglichkeiten für Ihr Gebäude abzuwägen oder alte und ineffiziente Heizungssysteme durch moderne zu ersetzen, die ein sehr hohes Maß an Energieeffizienz erreichen können und so Ihren Energieverbrauch senken. Was auch bedeutet, dass Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und Ihre Energiekosten reduzieren.

 

Wenn Sie Fragen haben, die in diesem Abschnitt nicht behandelt werden, können Sie sich jederzeit an Ihre örtlichen Energieberater*innen oder Installateur*innen wenden, die Ihnen Empfehlungen zur besten Option für Ihren Energiebedarf geben können.

Die Wärmewende Oberland ist eine Kampagne des EU-geförderten Projekts REPLACE.

Mehr zum Projekt REPLACE erfahren Sie unter www.replace-project.eu.

Dieses Projekt wird unter Zuwendungsvereinbarung Nr. 847087 im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union finanziert.

 

Haftungsausschluss

Jede Kommunikationsmaßnahme im Zusammenhang mit der Aktion gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder. Die Europäische Union und ihre Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) sind nicht verantwortlich für die Verwendung der Informationen, die in den Kommunikationsaktivitäten enthalten sind.

Die Mitglieder des REPLACE-Konsortiums haften nicht für Schäden jeglicher Art, einschließlich, aber nicht beschränkt auf direkte, spezielle, indirekte oder Folgeschäden, die sich aus der Nutzung dieser Materialien ergeben können.