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Neues Verbundprojekt KARE: Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene startet am 1.Juli 2020

Neues Verbundprojekt KARE: Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene startet am 1.Juli 2020

Neues Verbundprojekt KARE - Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene: ansteigende Starkregenrisiken am Beispiel des bayrischen Oberlandes

Gerade die letzten Tage haben es wieder gezeigt: Starkniederschläge und daraus resultierende Sturzfluten bzw. Überflutungen können zu erheblichen Schäden führen. Insbesondere kleine und mittlere Städte sind auf diese Gefahren noch unzureichend vorbereitet und bei der Etablierung eines Starkniederschlagsrisikomanagements bisher weitgehend auf sich allein gestellt. Kommunen im Voralpenland sind aufgrund ihrer geographischen Lage besonders von Starkniederschlägen betroffen, die im Sommerhalbjahr Sturzfluten und im Winter extreme Schneelasten mit hohem Schadenspotenzial bewirken können. Gleichzeitig sind Städte dort mit einem enormen Wachstumsdruck konfrontiert, der mit zunehmender Versiegelung und hohen Flächenkonkurrenzen einhergeht. Aus der Kombination dieser Faktoren ergibt sich für die Kommunen in dieser Region ein ansteigendes Risiko im Zusammenhang mit Starkniederschlägen und ein erheblicher Anpassungsbedarf. 

Die EWO startet am 01.07.2020 ein neues, vom BMBF gefördertes Verbundprojekt KARE wieder gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München. KARE beabsichtigt im Oberland, Kommunen für diesen Anpassungsbedarf zu sensibilisieren und gemeinsam mit regionalen Entscheidungsträgern in den zwei Pilotkommunen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim planungsrelevante Instrumente für das kommunale Risikomanagement und die Klimawandelanpassung zu entwickeln, zu testen und in andere Kommunen zu transferieren. 

Zentraler Fokus des Projekts ist Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von neuen Methoden zur Schaffung und Bereitstellung planungsrelevanter Informationen im Umgang mit gegenwärtigen und zukünftigen Starkniederschlags- und folgenden Hochwasser- bzw. Schneelastereignissen. 

Es werden Methoden erarbeitet, die eine Abschätzung der Anpassungskapazitäten von Kommunen, Unternehmen und privaten Haushalten in der Region erlauben. 

Konkret entwickelt das Projekt zielgruppenspezifische Informationen in Form eines Prozessleitfadens "Sturzflutrisikomanagement für Kommunen 2.0" sowie praxisorientierter Medien- und Bildungsformaten, die Kommunen effektiv bei der Etablierung eines Starkniederschlagsrisikomanagements unterstützen und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für eine Risiko-Governance-Struktur und Risiko-Kommunikation auf kommunaler Ebene geben. 


Näheres zum Projekt finden Sie hier.