Home

„Sonnenfrühstück“ Geretsried – Besucherandrang zum Thema Fotovoltaik

„Sonnenfrühstück“ Geretsried – Besucherandrang zum Thema Fotovoltaik

Ein großer Erfolg war das Sonnenfrühstück, das die Stadt Geretsried am 28. September zum zweiten Mal veranstaltete. Die Stadt Geretsried stellte – neben Kaffee und Kuchen „zum Frühstück“ – den großen Sitzungssaal des Stadtrates zur Verfügung, der zum Thema Fotovoltaik mit ca. 60 Besucherinnen und Besuchern voll besetzt war.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Michael Müller schilderte die Energiemanagerin der Stadt Geretsried, Roswitha Foißner, die PV-Aktivitäten an städtischen Gebäuden. Besonders interessant ist die moderne und mit neuester Überwachungstechnik ausgerüstete Fotovoltaikanlage an der Karl-Lederer-Schule. Weitere Projekte, die schon in Realisierung sind, zeigen, dass die Themen erneuerbare Energien und Klimaschutz in Geretsried vom „drüber Reden“ zum konkreten Handeln fortgeschritten sind.

Danach folgten Fachvorträge der ehrenamtlichen Aktiven der Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO).

Walter Weiss startete mit einem bürokratisch-trockenen Thema, mit dem sich jedoch jeder Eigentümer einer Photovoltaikanlage zwingend beschäftigen muss: Die Registrierung aller Anlagen im sog. Markstammdatenregister (MaStR) bis spätestens 31.01.2021, was Voraussetzung für den weiteren Erhalt der Einspeisevergütung ist. Auch alte, längst angemeldete Anlagen müssen hier nochmals registriert werden.

Bernhard Spies gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Photovoltaik-Technik und die Förderung beim Neubau von Anlagen.

Horst Bienas’ interessanter Vortrag drehte sich um das komplexe Thema Nachrüstung von PV-Anlagen mit Stromspeichern: Technik, Möglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und die automatische Steuerung der Stromflüsse. Die anspruchsvolle Anlagentechnik in seinem Eigenheim diente als anschauliches Beispiel.

Walter Weiss stellte vor, wie man technisch und bezüglich des Einspeisevertrages korrekt vorgeht, wenn bei einer bestehenden alten Anlage defekte Module durch neue zu ersetzen sind. Ein erheblicher Leistungszuwachs ist dabei regelmäßig inbegriffen.

Manfred Zäh erläuterte, wie durch einen Leistungsvergleich mit umliegenden Anlagen einfach und ohne Kosten zu erkennen ist, ob die eigene Anlage korrekt funktioniert. Die durchschnittlichen regionalen Ertragszahlen stehen seitens des Solarfördervereins öffentlich zur Verfügung. Ein von Manfred Zäh entwickeltes Excel-Tool bietet die Möglichkeit, die Werte der eigenen Jahresabrechnungen und einige Basisdaten (Nennleistung, Himmelsrichtung, Dachneigung) zu übertragen, um die eigenen jährlichen und monatlichen Ertragswerte mit den Durchschnittsdaten anderer regionaler Anlagen abzugleichen.

Am Ende der Vortragsreihe bestand schließlich für die Besucher die Möglichkeit, die Registrierung im MaStR zusammen mit den Ehrenamtlichen der EWO direkt vor Ort durchzuführen.

Wie das zweite „Sonnenfrühstück“ war? Wieder eine gelungene und sehr gut besuchte Veranstaltung der Stadt Geretsried in Kooperation mit der Bürgerstiftung Energiewende Oberland.