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INOLA diskutiert mit Experten mögliche Energiepfade fürs Oberland

INOLA diskutiert mit Experten mögliche Energiepfade fürs Oberland

Welche Ausbauoptionen sind unter bestimmten Rahmenbedingungen bis 2035 zu erwarten?
Am 3.7.2019 wurden die aktuellen Projektergebnisse des Forschungsprojektes INOLA den Experten der Region vorgestellt und diskutiert. In den letzten Monaten wurden im Rahmen des Projektes drei mögliche Entwicklungspfade erarbeitet, wie sich das Energiesystem in der Region unter verschiedenen ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entwickeln wird.

Durchgespielt wurden mögliche Entwicklungen des Energieverbrauchs, der regionalen Energieerzeugung und der damit verbundenen Wertschöpfung – sowohl unter Beibehaltung aktueller Entwicklungen als auch mit der Annahme weiterer regionaler Aktivitäten für die Energiewende. Mit den Simulationen will das Projekt unter anderem Antworten auf folgende Fragen geben:

  • Wie viel Ausbau benötigen wir, um einen bestimmten Grad an Deckung mit EE zu erreichen?
  • Was passiert, wenn keine neuen Ölheizungen eingebaut werden? Und: Wie lange dauert es bis fossile Heiztechnologien aus dem System verschwinden?
  • Welche Wertschöpfung und Arbeitsplätze aber auch notwendige Förderungen sind mit einem bestimmten Ausbau verbunden?
  • Welche Stellschrauben sind die wesentlichen bei denen die Region selbst aktiv werden kann, bei welchen brauchen wir die bayerische, bzw. nationale Ebene

Wie die Ergebnisse zeigen, sind weiterhin sehr große Anstrengungen nötig, um das Energiewendeziel 2035 zu erreichen. Sowohl im Bereich Einsparung als auch im Ausbau erneuerbarer Energien sollten enorme Anstrengungen unternommen und ein Mix aus erneuerbaren, sowie großen und kleinen Anlagen forciert werden. Beispielsweise sind derzeit neu installierte Ölheizungen bei normaler Lebensdauer bis 2050 in Betrieb. Maßnahmen zahlen sich allerdings nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch aus: Unter Annahme starker regionaler Aktivitäten könnte 2035 4,5% - 6,5% der regionalen Wirtschaftskraft direkt und indirekt aus der Energiewende resultieren. Dies stieß bei anwesenden Experten auf großes Interesse und führte zu angeregten Diskussionen, welche Maßnahmen regional möglich sind.

Im nächsten Schritt werden nun die Ergebnisse ausgearbeitet und am 17.September 2019 in der Abschlussveranstaltung in Benediktbeuern präsentiert.