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Klimaschutz für die Kleinsten – Landkreis Weilheim-Schongau fördert Bioenergietag

Klimaschutz zum Anfassen: Die Klasse 4B der Grundschule Steingaden mit Klassenlehrerin Frau Heller, Bildungsreferentin Garnet Wachsmann (EWO) und Klimaschutzmanagerin Judith Dangel (Landkreis Weilheim-Schongau)

Klimaschutz zum Anfassen: Die Klasse 4B der Grundschule Steingaden mit Klassenlehrerin Frau Heller, Bildungsreferentin Garnet Wachsmann (EWO) und Klimaschutzmanagerin Judith Dangel (Landkreis Weilheim-Schongau)

Woher wir Wärme und Strom bekommen und wie wir Klima und Umwelt mit unserem Verhalten am besten schützen können, kann man gar nicht früh genug lernen. Darum unterstützt der Landkreis Weilheim-Schongau den Bioenergietag von Energiewende Oberland (EWO): Ein Vormittag, an dem Kinder ganz praktisch den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ausprobieren – als wichtige Grundlage für das ganze Leben.

Heizen und Klimawandel

Das Mädchen Julie kommt nach Hause und es ist kalt: Heizung und Strom sind ausgefallen. Und der Heizungsmonteur behauptet, dass der kleine Eisbär aus ihrem Lieblingsbuch länger leben kann, wenn Julies Familie statt mit Erdöl lieber mit Holz aus dem Oberland heizt. Am 23. November 2018 startet der Vormittag in der Klasse 4B der Grundschule Steingaden mit einer Geschichte. Und dann ist Nachdenken gefragt: Wie hängen schmelzende Eisberge in der Arktis mit der Heizung im Münchner Oberland zusammen? Wie funktioniert der Klimawandel? Und was passiert noch alles, wenn es auf der Erde immer wärmer wird, zum Beispiel mit dem Gletscher auf der Zugspitze?

CO2-Kreislauf und nachhaltige Holzwirtschaft

Die Alternative zum Heizöl kennen einige Schülerinnen und Schüler von zu Hause: Holzpellets und Hackschnitzel. Auch die Schule selbst hat eine Hackschnitzelheizung. Aber hier gibt es viele Fragen: Kommt eigentlich kein CO2 aus der Holzheizung und befeuert den Klimawandel? Wie der CO2-Kreislauf der Bäume funktioniert und wie er das Klima schützt, darüber denken die Kinder mit der freien Bildungsreferentin der EWO, Garnet Wachsmann, nach. Aber nicht nur ums Verstehen geht der Bioenergietag, sondern auch ums Handeln: Die Mädchen und Buben basteln aus Papier und Holz Energiebäume, formieren einen Wald und ernten: Zuerst so viele Bäume pro Jahr, dass bald kein Wald mehr da ist. Und schließlich nur so viele, wie nachwachsen können. Nachhaltig eben. Und damit kein Gedanke verloren geht, nehmen die Kinder selbstgebastelte Erinnerungswürfel mit nach Hause, auf denen zum Beispiel steht: 100 Liter Heizöl sind 1 Ster Holz. Das ist Klimaschutz aus dem Oberland.

Klimaschutzmanagerin fördert Bioenergietage

Die Bioenergietage sind ein fortlaufendes Projekt der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und zeigen, was es mit Bioenergie als Baustein der Energiewende auf sich hat.

Klimaschutzmanagerin Judith Dangel des Landkreises Weilheim-Schongau fördert die Bioenergietage erstmals finanziell und ermöglicht damit insgesamt sieben Projekttage für Grundschulkinder an Schulen in Steingaden, Obersöchering und Schongau.