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EWO Solarstrompreis 2017

Erster Bürgermeister Werner Grünbauer nimmt den EWO Solarstrompreis 2017 für die Gemeinde Pähl entgegen

Erster Bürgermeister Werner Grünbauer nimmt den EWO Solarstrompreis 2017 für die Gemeinde Pähl entgegen

Mit dem Solarstrompreis prämiert Energiewende Oberland (EWO) die Kommunen, die im Vorjahr den größten Zubau an installierter Photovoltaik-Leistung verzeichnen konnten. Der Preis ehrt engagierte Kommunen für ihren Einsatz und soll gleichzeitig Anreiz sein, die Installation weiterer Anlagen zu fördern. Erstmals verlieh Energiewende Oberland den Solarstrompreis im Jahr 2009.

Datengrundlage sind die Meldungen an die Bundesnetzagentur, bei der alle neu errichteten Anlagen angegeben werden müssen. Um die Preisträger-Kommunen zu ermitteln, wertet die Fachgruppe Solarenergie der EWO jährlich die installierten PV-Anlagen in der EWO-Region aus: Landkreise Bad Tölz / Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim / Schongau.

Preisträger-Kommunen 2017

1. Preis: Pähl

2. Preis: Geretsried

3. Preis: Penzberg

In Pähl wurden im Jahr 2017 12 neue PV-Anlagen mit einer zusätzlichen Leistung von 483 kWp (Kilowatt peak = Maximalleistung) installiert. Ende 2017 waren damit 102 Anlagen am Netz, die etwa 115% des Strombedarfes der Haushalte in Pähl decken – d.h. die Anlagen können mehr als den jährlichen Strombedarf der Gemeinde erzeugen. Dank PV-Anlagen konnte die Kommune 2.236 Tonnen CO2 vermeiden.

In Geretsried wurden im Jahr 2017 17 neue PV-Anlagen mit einer zusätzlichen PV-Leistung von 208 kWp installiert. Ende 2017 waren damit 382 Anlagen am Netz, die ca. 23% des Strombedarfs in Geretsried decken und 4.239 Tonnen CO2 vermeiden konnten.

In Penzberg wurden im Jahr 2017 30 neue Anlagen mit einer zusätzlichen PV-Leistung von 204 kWp installiert. Ende 2017 waren damit in Penzberg 373 Anlagen am Netz, die 21% des jährlichen Strombedarfs in Penzberg decken und 2.729 Tonnen CO2 vermeiden konnten.

Die vier Landkreise im EWO-Gebiet hoben 2017 die Gesamtleistung PV mit einem Zuwachs von 5,46 MWp auf 255,07 MWp an. Und obwohl die Einspeisevergütung gesunken ist, lohnt sich der Bau neuer Anlagen dank günstiger Anschaffungspreise und beim Einsatz für den Eigenverbrauch: Große Anlagen ab 50 Kilowatt-Peak können sich laut Solarfachberater der EWO, Manfred Zäh, schon ab zehn Jahren amortisieren und Rendite abwerfen, kleinere sogar unter zehn Jahren.

Potenzial für PV-Anlagen im Oberland

Für zukünftige Preisträger-Kommunen kann eine aktuelle Analyse zur Solarenergie im Oberland Ansporn sein: Demnach reicht das Potenzial der Dach- und Fassadenflächen aus, um mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs der Region zu decken. Ein weiteres und wesentlich höheres Potenzial bieten Freiflächenanlagen, deren Potenzial weit über den benötigten Betrag des aktuellen Stromverbrauches hinausreicht. Die Flächenkonkurrenz zur Landwirtschaft und anderen Landnutzungen muss hier beachtet werden. Die Potenzialanalyse wurde im Projekt INOLA unter Mitwirkung von Energiewende Oberland erstellt.

Bayern liefert ein Viertel der deutschen PV-Leistung

Insgesamt trägt das Bundesland Bayern zu einem Viertel der PV-Leistung in Deutschland bei: Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1.670,5 MWp neu installierte Leistung Photovoltaik bei der Bundesnetzagentur gemeldet, in Bayern waren es 405,2 MWp. Von 42.386 MWp installierter PV-Gesamtleistung in Deutschland kamen 2017 gut ein Viertel, d.h. 11.895 MWp aus Bayern. „Von Freiburg bis Fehmarn hat Deutschland mehr als genug Sonnenstunden zu bieten, um mit Hilfe der Solarenergie einen wichtigen Beitrag zur Strom- und Wärmeversorgung zu leisten. Auch wenn der Schwerpunkt im Süden liegt, liefern Photovoltaik und Solarthermie in allen Bundesländern wichtige Beiträge zur Energiewende.“ (Agentur für Erneuerbare Energien)