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Auszeichnung zur Energiewende-Kommune 2017

Energiewende Oberland gratuliert der Stadt Bad Tölz

Auszeichnung zur Energiewende-Kommune 2017

Das Oberland bis 2035 unabhängig von fossilen Brennstoffen machen – das kann nur zusammen mit den Landkreisen, Kommunen, Unternehmen und mit allen Bürgerinnen und Bürgern gelingen. Und weil Kommunen dazu einen zentralen Beitrag leisten, würdigt Energiewende Oberland jährlich besonderes Engagement mit dem Preis „Energiewende-Kommune“: Für 2017 die Stadt Bad Tölz, die Vorstandsvorsitzender Josef Kellner bei seiner Laudatio als „weiteren Leuchtturm in Sachen Energiewende, der anderen Gemeinden als Vorbild dienen soll“ heraushob. Die feierliche Auszeichnung fand im Rahmen der Stadtratssitzung am 24. Juli 2018 in Bad Tölz unter Anwesenheit von Schirmherr Landrat Josef Niedermaier statt.

Auszeichnung und Ansporn zugleich

Wie visionär die Stadt Bad Tölz bereits in den 1950er Jahren war und welches Fundament sie damit für die Energiewende legte, betonte Landrat Josef Niedermaier in seinem Grußwort: 1957 errichtete die Stadt das Laufwasserkraftwerk in Bad Tölz, mit dem heute Strom für ca. 3500 Haushalte produziert wird. Zahlreiche vorbildhafte Energiewende-Projekte sollten folgen. Die enormen Anforderungen in der Gegenwart verschwieg Niedermaier dennoch nicht wie erschwerte Genehmigungsverfahren, große Herausforderungen in den Bereichen Wärme und Verkehr oder die immer kürzer werdende Zeitspanne, um Klimaschutz zu realisieren. Ob Landkreise und Kommunen das Ruder in Richtung Energiewende und damit Klimaschutz rechtzeitig herumreißen können? Landrat Niedermaier bejahte, sofern alle an einem Strang zögen und Unternehmen, Vereine, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger dabei mit ins Boot nähmen. Was der Preis „Energiewende-Kommune Bad Tölz 2017“ für Landrat Josef Niedermaier bedeutet? Auszeichnung und Ansporn zugleich.

Kleine Schritte, beständig und nachhaltig gehen

Dass sich Bad Tölz seit Jahrzehnten für erneuerbare Energien und eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Planung engagiert und damit die Auszeichnung verdient, machte Josef Janker, Erster Bürgermeister der Stadt, in seiner Rede deutlich: Von Strom- und Wärmeversorgung durch Isarkraftwerk, Fernwärmeversorgung mit Blockheizkraftwerken oder Groß-Photovoltaik Anlage auf der ehemaligen Deponie im Farchet über die Sanierung von städtischen Wohnanlagen und Rathaus, Umrüstung der Beleuchtung auf stromsparende LEDs bis hin zu Verkehrsentwicklungsplan und E-Mobilität reichen die Beispiele. Wie wichtig außerdem der Energienutzungsplan für die Umsetzung der Energiewende ist, betonte Janker: „Als Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat und zur Unterstützung der mehr und mehr notwendigen Überzeugungsarbeit bei den Bürgerinnen und Bürgern für weitere Projekte im Zuge des Klimaschutzes im Rahmen der Energiewende.“ Welchen Schwierigkeiten die Energiewende auch begegnen kann, zeigte Janker am Beispiel der geplanten Wasserkraft-Anlage am Isar-Loisach Kanal in Wolfratshausen, bei der behördliche und institutionelle Bedenken die Ziele der Energiewende behinderten. „Dennoch, wir lassen uns nicht entmutigen, wir werden die Energiewende ernsthaft und im Rahmen unserer Möglichkeiten weiter vorantreiben. Es sind kleine Schritte, beständig und nachhaltig zu gehen, Stück für Stück zum Ziel der Energiewende in Tölz.“, so der Erste Bürgermeister der Stadt.

Die Preisträger der vergangenen Jahre

Die Auszeichnung „Energiewende-Kommune“ wird seit dem Jahr 2013 vergeben. Die Stadt Bad Tölz ist nach Fischbachau, Geretsried, Irschenberg und Penzberg die fünfte Kommune, die das Prädikat „Energiewende-Kommune“ erhält. Herzlichen Glückwunsch!