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Informationsabend zur Geothermie in Icking

Markus Windieck und Winfried Büchl von der Erdwärme Isar Gmbh bei der Vorstellung der geplanten Bohrungen

Markus Windieck und Winfried Büchl von der Erdwärme Isar Gmbh bei der Vorstellung der geplanten Bohrungen

Das Geothermieprojekt in Icking nimmt langsam Gestalt an. Auf dem ersten Bauplatz wird bereits gebaut, und nachdem es in den letzten Wochen einige Diskussionen gegeben hatte, wurde die Gelegenheit zum Austausch mit der Betreiberfirma, Erdwärme Isar GmbH, rege genutzt. Diese hatte für Montag, den 23.04.2018, zu einem Informationsabend in den Sitzungssaal des Rathauses Icking eingeladen.

Eröffnet wurde der Abend von Bürgermeisterin Margit Menrad, die den Stand der Planungen aus Sicht der Gemeinde darstellte. Während sie die Energiewende für wichtig halte und auch die Erdwärme wolle, sei ihr auch wichtig, als Gemeinde die Planungshoheit zu behalten. Deshalb werde Icking neben dem Bebauungsplan für das Kraftwerk in Kürze auch einen städtebaulichen Vertrag mit der Erdwärme Isar GmbH abschließen. In diesem seien bspw. Auflagen für die Bebauungsphase geregelt.

Markus Windieck, Geschäftsführer, und Winfried Büchl, leitender Geologe, von der Erdwärme Isar GmbH berichteten anschließend vom aktuellen Stand des Projektes. In vielen Planungen sei man mittlerweile viel weiter als beim letzten Informationsabend vor einem Jahr. Aktuell werde der erste Bohrplatz bei Attenhausen hergerichtet, wo ab Juni gebohrt werden soll. Danach werde das Bohrgerät nach Walchstadt verlegt, wo das entnommene Wasser in den Boden zurückgeführt werden soll.

Große Themen in den folgenden Publikumsfragen waren Verkehr und Lärm in der Bauphase, der Informationsfluss zum Stand der Planungen, aber auch Lautstärke, Auswirkungen und genereller Ablauf während des dann folgenden Betriebs. Bezüglich des Baustellenverkehrs konnte Windieck berichten, dass für den ersten Bohrplatz in Attenhausen bereits ca 90% des Verkehrs abgewickelt worden sei. Auch könne man –dank einer Intervention Margit Menrads bei der Autobahnbehörde – durch die Autobahnraststätte Höhenrain fahren.  Angesichts Sorgen um Schäden an den Gebäuden verwiesen Windieck und Büchl darauf, dass es bei allen bestehenden Geothermieanlagen zu keinen Erdbeben gekommen und dies auch nicht zu erwarten sei – und bei evtl. Schäden müsse die Erdwärme Isar Gmbh beweisen, dass diese nicht auf die Geothermie zurückzuführen sind.

Neben AnwohnerInnen waren auch Interessierte aus dem weiteren Umkreis gekommen. So berichtete ein Angestellter des Geothermiekraftwerks in Pullach, dass dort Immobilien mit Wärmeversorgung aus der Geothermie sehr begehrt seien. Für das Kraftwerk in Icking ist ein Fernwärmeanschluss zwar aktuell nicht geplant, aber die Erdwärme Isar Gmbh verwies darauf, dass sie an einem solchen Anschluss interessiert sei, sollten sich Betreiber dafür finden. Ins Gespräch brachten sie einen Anschluss an Wolfratshausen und Geretsried, perspektivisch auch an das Fernwärmenetz von München.

Zum Abschluss verwiesen die Betreiber auf die überregionale Bedeutung des Kraftwerks Icking. Sie versprachen, in Zukunft auch über weitere Punkte zeitnah zu informieren, und verwiesen auf die neue Webseite http://www.erdwaerme-isar.de/.