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Praxisbeispiel: E-Golf als Dienstfahrzeug

Text und Foto: Sophie-Marie Stadler

Text und Foto: Sophie-Marie Stadler

Peter Schiffmann und Veronika Halmbacher mit dem neuen E-Dienstfahrzeug des Landratsamtes Miesbach.

Das Landratsamt Miesbach hat einen E-Golf als Dienstfahrzeug angeschafft. Die ersten Monate im Testbetrieb zeigen: Für die täglichen Strecken ist ein E-Auto die optimale Lösung. Meist sind es nur kurze Strecken, die man im Alltag zurücklegen muss: Zum Einkaufen, in die Arbeit, oder um den täglichen Terminen nachzugehen. Dabei völlig auf ein eigenes Auto zu verzichten, kommt kaum für jemanden in Frage; zu groß ist der Komfort eines eigenen Wagens. Für das Klima jedoch sind die zahllosen Kurzstrecken bedenklich. Viele interessieren sich deshalb für E-Mobilität: Mit einem E-Auto trägt man aktiv zum Klimaschutz bei, ohne auf die eigene, mobile Unabhängigkeit verzichten zu müssen. Das Landratsamt Miesbach will deshalb Vorreiter sein und schaffte einen E-Golf als Dienstfahrzeug für die Mitarbeiter an.

„Mit dem E-Golf als Dienstwagen zeigt das Landratsamt wie praxistauglich E-Mobilität heute schon sein kann“, erklärt Peter Schiffmann, der den Fachbereich „Mobilität“ am Landratsamt leitet. Das Fahrzeug reicht zirka 250 Kilometer – problemlos also für die üblichen Dienstfahrten. Das bestätigt auch die Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Veronika Halmbacher: „Wenn es klappt, ein E-Auto als Dienstwagen für über 350 Mitarbeiter zu nutzen, dann ist es auch für den Einzelnen machbar.“ Natürlich, schränkt sie ein, sollte man sich gut überlegen, eine lange Urlaubs-Strecke mit einem solchen Auto zu fahren. „Aber für den täglichen Gebrauch passt es perfekt“, sagt sie.

Nur Kleinigkeiten sind anders als bei einem herkömmlichen Auto: Weil es so leise ist, fällt es Fußgängern kaum auf. Außerdem beschleunigt es abrupter, als Fahrer das von Kraftstoff-betriebenen Fahrzeugen gewohnt sind. Und damit die Reichweite auch sicher für alle Nutzer reicht, muss im Reservierungssystem bei jeder Buchung das Fahrziel angegeben werden. Kein Problem allerdings für die zahlreichen begeisterten Mitarbeiter des Landratsamtes bisher: Es mussten gleich mehrere Einführungs-Veranstaltungen stattfinden wegen des großen Andrangs. Zirka 70 Mitarbeiter ließen sich die Funktionsweise des E-Golf erklären. In den ersten drei Monaten wurde es außer an drei Tagen jeden Werktag genutzt. Aufgeladen wird es an der eigenen Zapfsäule mit 100 Prozent Öko-Strom.

„Mit dieser positiven Resonanz sind wir sehr zufrieden“, berichtet Klimaschutzmanagerin Halmbacher. Das Landratsamt als öffentliche Einrichtung habe hier eine Vorbildfunktion. Das bestätigt auch Schiffmann: „So können die Mitarbeiter des Landratsamts selbst E-Mobilität erleben, diese Erfahrungen weitergeben und dann vielleicht bei der nächsten Entscheidung für ein neues Fahrzeug e-mobil werden.“