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Start der Energiewende-Kampagne „Made in Miesbach“

Start der Energiewende-Kampagne „Made in Miesbach“

Der Landkreis Miesbach hat sich ehrgeizige Ziele bei der Energiewende selbst vorgegeben: Bis zum Jahr 2035 sollen hier nur noch erneuerbare Energien genutzt werden. Fossile Energien soll niemand mehr verwenden. Manifestiert wurden diese Ziele durch den Beitritt des Landkreises zur Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO)– mittlerweile die größte Bürgerstiftung in ganz Deutschland. Im Landratsamt Miesbach wurde nun eine neue Kampagne vorgestellt, welche die Ideen der Energiewende der Bevölkerung noch besser erklären soll.

Klimaschutzmanagerin Veronika Halmbacher und Umweltingenieurin Elisabeth Freundl von der EWO hatte eine extra-große Postkarte dabei, so wollten sie besonders augenfällig auf ihr Angebot hinweisen. Die Kampagne „Made in Miesbach“ besteht aus witzigen Postkarten, es sollen in den kommenden Wochen weitere Plakate geklebt werden, Medien werden angesprochen, auf die Beratungsstützpunkte wird hingewiesen. Eine neue Homepage fasst alles informativ zusammen.

„Ich bin sehr froh, dass der Landkreis Miesbach für diese Kampagne wieder einmal als Vorreiter fungiert. Den anderen drei Landkreisen habe ich die Idee auch schon vorgestellt, aber Miesbach war wieder einmal schneller!“, sagte Freundl. Die anderen drei teilnehmenden Landkreise sollen erst später mit einer ähnlichen Kampagne folgen.

Im Jahr 2011 wurde das Klimaschutzkonzept in Miesbach fertig gestellt und Halmbacher als Klimaschutzmanagerin eingestellt. Sie arbeitet im 2015 gegründeten Klimaschutzbeirat mit koordiniert alle weiteren Schritte. Die Wende soll dabei durch einen Dreiklang geschafft werden, aus Energie-Einsparung, Energie-Effizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien. Veronika Halmbacher erklärte den Ansatz der neuen Kampagne anhand der Postkarten, die schon verteilt wurden und etwa bei Banken und in den Gemeinden kostenlos ausliegen.

„Hock de hera, samma mehra“ steht auf einer. „Das trifft es schon ganz gut“, meinte Veronika Halmbacher, „denn 90 Prozent der Menschen im Landkreis wollen die Energiewende. Wir wollen sie jetzt mit dieser Kampagne noch besser erreichen und Inhalte vermitteln“.

 Auch die anderen Karten beschreiben Leuchtturmprojekte: „So wia da Acker is, so san de Ruam, so wia da Vatta is, san aa de Buam.“ – damit wird darauf hingewiesen, wie das kommunale Entsorgungsunternehmen VIVO Biomasse für Strom und Wärme verwendet.

„Wenn de Katz a Pferdl waar, kaannt ma an Baam nauf reit´n“ – so wird auf das vorbildliche Nahwärmenetz in Valley hingewiesen, welches 49 Haushalt mit erneuerbarer Energie versorgt.

Und schließlich „Auf geht´s beim Schichtl!“ – hier gibt es Informationen über die Tiefengeothermie-Anlage in Holzkirchen. Sie liefert demnächst durch Erdwärme fünf Prozent des ganzen im Landkreis verbrauchten Stromes. Damit wäre der Landkreis Miesbach heute schon bei 19 Prozent regenerativ erzeugter Energie.

Einen guten Überblick über die Kampagne gibt die Homepage www.made-in-miesbach.de 
Hier sollen bald auch Kurz-Reportagen veröffentlicht werden als „Gute Beispiele Klimaschutz“. Bürgerinnen und Bürger, die selber gute Anregungen haben, können sich bei der Klimaschutzmanagerin melden.