Energieschule Oberbayern
Viele oberbayerische Landkreise sowie die Stadt München arbeiten aktiv an einer Energiewende - Erneuerbare Energien werden regional ausgebaut, heimische Ressourcen genutzt und gleichzeitig der Energieverbrauch nach und nach gesenkt.
Dies sind wegweisende Zukunftsthemen von globaler Bedeutung, die zu grundlegenden Strukturveränderungen führen werden.
Der Grundstein für umweltbewusstes Handeln im Alltag wird bereits in jungen Jahren gelegt. Deshalb trägt die Energieschule Oberbayern die Idee der Energiewende in den Bildungsbereich.
Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Notwendigkeit und die Chancen einer verantwortungsvollen Energienutzung und Energieerzeugung als wichtige Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz zu vermitteln.
Internetseite
Auf der Internetseite des Projektes www.energieschule-oberbayern.de finden Sie nähere Informationen und das Unterrichtsmaterial zum Download.
Das Material gliedert sich in die Bereiche:
- Energieforscher
- Experimente mit der Sonne
- Weitere Unterrichtsmaterialien
Überregionale Kooperation
Mit dem Aufbau des Projektes durch ZIEL 21 e.V., Greencity e.V. und der Bürgerstiftung Energiewemde Oberland wurde eine neue Kooperation im Bildungsbereich zu den Themenfeldern Energie und Klimaschutz geschlossen.
Alle drei Organisationen sind in ihrer Region Wegbereiter der Energiewende. Sie sind auch Protagonisten der Lokalen Agenda 21 und haben in ihrem Wirkungskreis Netzwerke geknüpft. Sie verfügen über Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Bildungsprojekten nach den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Ein Bildungsprojekt für Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

- von links zu sehen: Max Leuprecht (Greencity), Vanessa Mantini (Greencity), Wolfgang Duschek (Greencity), Andrea Gummert (ZIEL 21), Karlheinz Rauh (Energiewende Oberland), Birgit Baindl (ZIEL 21), Martina Raschke (Energiewende Oberland), Dr. Ottmar Bernhard (Staatssekretär Umweltministerium) , Wolfgang Schachtner (ZIEL 21), Franz Hinterstoißer (Ministerialrat Umweltministerium)
Am 2. Juli 2007 überreichte der damalige Staatssekretär Dr. Bernhard vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Vertretern von ZIEL 21, Greencity und der Bürgerstiftung Energiewende Oberland den Föderbescheid über 45.000 € für das gemeinsam ausgearbeitete Projekt Energieschule Oberbayern.
Die Gesamtkosten der Projektphase I in Höhe von Euro 107.850 werden durch den staatliche Zuschuss sowie Firmensponsoring (Erdgas Südbayern und andere) getragen.
Projektaufbau
Das Projekt setzt sich aus folgenden Projektschritten zusammen:
- Aufbau von drei „Energiestationen“ der Energieschule Oberbayern in Fürstenfeldbruck, Wolfratshausen und München; sie fungieren als Koordinationsstellen in der Region für Schulprojekte und außerschulische Bildungsangebote. Außerdem sind sie Ansprechpartner für Kommunen, Bildungsträger und die Lokale Agenda 21.
- Durchführung von zahlreichen Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren;
- Vorstellung von Konzept und Zielsetzung der Energieschule Oberbayern.
- Aufbau eines Netzwerks aus Agenda 21-Gruppen, Vereine, Bürgerinitiativen und -stiftungen in den teilnehmenden Landkreisen
- Kooperation mit allen Institutionen und Unternehmen vor Ort, die sich mit dem Thema Energiewende beschäftigen (Agenda 21-Gruppen, BN, Energieberater, Handwerksbetriebe etc.)
- Konzeptionierung und Realisierung des Grundschulprojekts „Sonne – voll Energie“ einschließlich des „Energietags“ in vielen Gemeinden bzw. Stadtteilen.
- Entwicklung und Durchführung von Projekten an weiterführenden Schulen zu den Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien
- Entwicklung und Durchführung von außerschulischen Bildungsangeboten (z. B. Projekte in Kinderbetreuungs- und Umweltbildungseinrichtungen)
- Erstellung von Lehrmaterialien zu den Themenfeldern Klimaschutz und erneuerbare Energien
Projektphasen
Die Energieschule Oberbayern ist ein langfristig angelegtes Projekt.
In der zur Zeit laufenden Projektphase I wird die Grundstruktur aufgebaut und erste Bildungsprojekte umgesetzt.
Die regionalen Strukturen der drei Energiestationen bieten die Chancen in weiteren Schritten einerseits zusätzliche Kommunen in den Wirkungskreis der Bildungsarbeit aufzunehmen , andererseits mit neuen Modulen das Bildungsangebot auszuweiten.
Dies soll in weiteren Projektphasen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Projektphase I Grundkonzeption und erste Realisierung
Aufbau der Energieschule Oberbayern
- Einrichtung der drei Energiestationen der Energieschule Oberbayern
- Präsentation der Energieschule Oberbayern auf Multiplikatorenveranstaltung
„Sonne – voll Energie“
- Ausarbeitung des Konzepts der Projektwoche „Sonne – voll Energie“
- Zusammenstellung des Informations- und Unterrichtsmaterials für die Grundschulen
- Koordination und Durchführung von neun Projektwochen „Sonne – voll Energie“ in zwei Landkreisen und der Stadt München
„Energietag “
- Konzeptentwicklung des „Energietags“
- Veranstaltung von neun „Energietagen“ in neun Kommunen/Stadtteilen
Evaluierung der ersten Projektphase
„Sonne – voll Energie“ Projektwoche der Grundschule in Egling

Vom 2. bis zum 9. November wurde in der Grundschule die erste Projektwoche im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen durchgeführt.
Unter fachlicher Anleitung durch die Energieschule Oberbayern setzen sich die Kinder mit den Themen nachhaltige Energienutzung und Sonnenenergie auseinander.
Als Energieforscher untersuchten sie beispielsweise verschiedene Möglichkeiten der Energieeinsparung.
Anhand praktischer Beispiele lernten sie die Technik und die Einsatzmöglichkeiten der solaren Energiegewinnung kennen. Im fächerübergreifenden Unterricht wurde rund um das Themenfeld „Sonne“ experimentiert, gebastelt, geschrieben, gemalt, gesungen und getanzt.
Mit der Präsentation der Projektergebnisse auf dem „Energietag – Energieeinsparung“ trugen die Kinder die Ergebnisse der Projektwoche in die Öffentlichkeit.


