Keine Solarstrom-Vergütungskürzung zum 1. Juli 2011
Quelle: SFV (http://www.sfv.de) und Bundesnetzagentur (http://www.bundesnetzagentur.de)
(18.06.2011 09:29 Uhr)Nach einer aktuellen Meldung der Bundesnetzagentur wird es zum 1. Juli 2011 keine weitere Absenkung der Einspeisevergütung geben. Lesen Sie die vollständige Meldung hier.
Eine gute Nachricht? Nein, nur auf den ersten Blick.
Der Grund für diese Entscheidung ist ein dramatischer Einbruch des PV-Marktes.
Im Zeitraum März bis Mai 2011 wurden PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt etwa 0,7 GW (Gigawatt) in Betrieb genommen. Hochgerechnet auf zwölf Monate entspräche dies einem jährlichen Zubauwert von nur ca. 2,8 GW.
Im vergangenen Jahr 2010 wurde mehr als doppelt so viel Solarleistung, nämlich 7,4 GW, neu installiert. Dieses Jahr werden es wohl etwa halb so viele GW sein.
Dieser Einbruch des PV-Marktes war gewollt!
Auf Druck der Stromwirtschaft hat die Regierungskoalition die Einspeisevergütungen im Zeitraum von Januar 2009 bis Januar 2011 trotz der Warnungen des SFV insgesamt 5 mal außerplanmäßig abgesenkt.
Fukushima und der praktisch beschlossene deutsche Atomausstieg machen aber einen schnellst möglichen Zubau von Solar- und Windenergie (vor allem im Binnenland) notwendig. Auf Grund des dramatischen Klimawandels darf es keine neuen fossilen Kraftwerke geben.
Der SFV hat in der Umweltausschusssitzung des Deutschen Bundestages am 8. Juni 2011 auf diese Problematik hingewiesen (siehe http://www.sfv.de/artikel/oeffentlichen_anhoerung_zur_eeg-novelle_2012_.htm)
Wir betonen: Wer ernsthaft eine zügige Abkehr von Kohle und Atom fordert, kommt an einer Beschleunigung des Ausbaus der Solarenergie nicht vorbei. Das geht nur über eine attraktive Gestaltung der Einspeisevergütung.
