Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland auf dem richtigen Weg
Seit Beginn des Jahres haben in der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland (EWO)“ einige grundlegende Änderungen stattgefunden. Anfang des Jahres hat sich der Landkreis Weilheim-Schongau der EWO angeschlossen. Es wäre begrüßenswert, wenn nun auch der Landkreis Garmisch-Partenkirchen hinzukäme und damit die EWO im gesamten Oberland aktiv werden könnte. Ein derartiger Schritt würde die Möglichkeiten der EWO im Hinblick auf die Energiewende und der damit zusammenhängenden notwendigen Maßnahmen entscheidend verbessern.
Die Integration des Landkreises Weilheim-Schongau (WM-SOG) ist ohne Zweifel ein großer Erfolg für die EWO. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der Gemeinden des Landkreises Stifter geworden und unterstützen damit die Arbeiten der EWO. Wir sind zuversichtlich, dass wir die noch verbliebenen Gemeinden bald als Stifter begrüßen dürfen. Immerhin konnten wir in der letzten Woche den 200. Stifter in den Kreis der EWO-Stifter aufnehmen. Es war reiner Zufall, dass es sich hierbei um den Landrat des Landkreises, Herrn Dr. Zeller mit Ehefrau, handelte.
Die Integration des LK WM-SOG und die damit verbundene räumliche Ausdehnung des Einflussgebiets der EWO verursacht aber auch zusätzliche Aufgaben, die die EWO und ihre ehrenamtlichen MitarbeiterInnen vor neue Herausforderungen stellen und neue Organisationsformen erforderlich machen. Diese Herausforderung hat der Vorstand der EWO angenommen und schon einige richtungsweisende Änderungen auf den Weg gebracht.
Generell werden sich die zukünftigen Schwerpunkte der Arbeiten der EWO, auch unter Berücksichtigung der durch Fukushima angestoßenen Entwicklungen und die daraus abgeleitete Forderung nach einer Energiewende, erheblich verschieben. Während die bisherigen Schwerpunkte im Bereich der Sensibilisierung der Bevölkerung, Unternehmen und politischen Entscheidungsträger gelegen haben, gewinnen nun die Definition und Umsetzung von Maßnahmen zur Emissionsminderung von Treibhausgasen an Gewicht.
Diese Maßnahmen werden sich nicht auf den Gebäudebereich im öffentlichen und privaten Bereich beschränken, sondern werden auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen bzw. Handwerksbetriebe sowie den gesamten Verkehrsbereich berücksichtigen. In diesem Zusammenhang werden die bereits laufenden Ansätze zur Elektromobilität, Car-Sharing und Verbesserungen im ÖPNV zu verstärken.
Auf der Basis dieser Vorsätze hat sich die EWO eine neue Organisationsstruktur gegeben, die nachfolgend bildlich dargestellt ist.
Als wichtige Schwerpunkte für die zukünftigen Tätigkeiten werden (i) Energie, (ii) Verkehr und (iii) Bildung für nachhaltige Entwicklung betrachtet. Hinzu kommen die Durchführung von Projekten sowie Aktivitäten im Bereich der EWO-BeteiligungsGmbH, unter dessen Dach die bereits laufenden Arbeiten zum Aufbau von Bürger-Solarparks und zum CarSharing verstärkt fortgesetzt werden.
Im Mittelpunkt der derzeitigen EWO-Aktivitäten steht der Aufbau eines „Energiekompetenzzentrums Oberland (EKO)“, in dem das vorhandene Wissen auf dem Gebiet der „Energie“ gebündelt, bewertet und in Form von ganzheitlichen Konzepten den BürgermeisternInnen sowie kleinen und mitteständischen Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Zentrale Aufgabe sind die Energieeinsparung und dezentrale Energieversorgung, mit deren Hilfe die Wertschöpfung in der Region verbleibt und Arbeitsplätze geschaffen werden.
