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Praxisbeispiel: Strom und Wärme aus Erdgas

Monika und Walter Obermeier bleiben bei der Brennstoffzelle

Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Text und Foto: (c) Alfred Schubert

Familie Obermeier nutzt das Erdgas doppelt, indem sie Strom und Wärme mit einer Brennstoffzelle (Bildmitte) erzeugt. Zur Anlage gehören auch ein (von links) Pufferspeicher mit Wärmetauscher für das Brauchwasser, eine Steuereinheit und ein Brennwertgerät.

Ganz mutig waren Monika und Walter Obermeier, als sie sich vor drei Jahren auf Empfehlung der Weilheimer Firma Abele an einem Feldversuch beteiligten. Mit diesem sollte eine mit Erdgas betriebene Brennstoffzelle auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Der alte mit Gas betriebene Kessel wurde durch eine Brennstoffzelle von Vaillant, ein kleines Brennwertgerät für die Spitzenlast und einen Pufferspeicher ersetzt. "Die Entscheidung war goldrichtig", wie Walter Obermeier heute feststellt, "wir brauchen jetzt rund 20 Prozent weniger Gas - und das, obwohl wir mit der neuen Anlage zusätzlich noch mehr Strom produzieren als wir selbst verbrauchen." Die Anlage funktioniert so gut, dass das 1991 gebaute und mit Fußbodenheizung und Heizkörpern ausgestattete Einfamilienhaus komplett beheizt werden kann. Auch das Brauchwasser wird von der Brennstoffzelle erwärmt, die seit 2014 keinen einzigen Ausfall hatte. Die Familie Obermeier ist sich jetzt schon sicher: "Wir behalten die Brennstoffzellen-Heizung, wenn der Feldversuch abgeschlossen ist."

Die redaktionelle Aufbereitung der Best-Practice-Beispiele wurden vom Landkreis Weilheim-Schongau finanziell unterstützt.