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Energieeffizienz in Unternehmen

Akteurstreffen im Oberland

Energieeffizienz in Unternehmen
v.l.n.r.: Fred Weigl (Energieberater), Anna Schirpke (Greensurance Stiftung), Andreas Scharli (Energiewende Oberland), Dr. Anne von Streit (LMU München), Martina Raschke (zukunftswerk eG), Stefan Drexlmeier (Energiewende Oberland), Falko Wiesenhütter (Wirtschaftsförderung Stadt Bad Tölz), Florian Brunner (Standortmarketing Gesellschaft Miesbach), Björn Athmer (IHK für München und Oberbayern), Justina Eibl (Landratsamt Weilheim-Schongau), Andreas Roß (Wirtschaftsförderung Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen), Jens Wucherpfennig (IHK-Geschäftsstelle Weilheim), Alexander Rossner (zukunftswerk eG), Josef Kellner (Vorstandsvorsitzender Energiewende Oberland)
 

Am 23. Mai 2017 trafen sich lokale Repräsentanten von Unternehmensverbänden, lokaler Wirtschaftsförderung und Energieberatung auf Initiative der Energiewende Oberland, um die vielfältigen Fördermöglichkeiten und Initiativen im Bereich Energieeffizienz in Unternehmen zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten für die Zukunft zu entwickeln. Es wurde berichtet, dass das Thema Energieeffizienz in vielen Betrieben noch zu wenig Beachtung findet, obwohl sich viele Effizienzmaßnahmen auch aus finanzieller Sicht schnell auszahlen. Unternehmen, die beispielsweise an Aktivitäten wie dem Netzwerk Ökoprofit teilgenommen haben, hätten jedoch den Nutzen schnell erkannt, so Justina Eibl von der Wirtschaftsförderung Weilheim-Schongau: „Gerade aufgrund der branchenübergreifenden Vernetzung wird klar, dass unterschiedliche Bereiche ähnliche Probleme haben und vom gegenseitigen Austausch profitieren können. Ökoprofit kann modular erweitert werden. So kann nach einem erfolgreichen ersten Jahr das Netzwerk als Ökoprofit-Club fortgeführt werden. Hier können die Firmen von den umgesetzten Maßnahmen und den eigenen Erfahrungen berichten..“

Neben der Bayerischen Energieeffizienz- Netzwerk Initiative „BEEN-i“ stellte Björn Athmer von der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern noch einen anderen Ansatz vor: „Wenn Auszubildende an unserer Schulung für ‚Energiescouts‘ für ihr jeweiliges Unternehmen teilnehmen, profitieren sowohl Unternehmen als auch die Auszubildenden. Zum einen wird das Verantwortungsbewusstsein der Auszubildenden gestärkt, zum anderen können die bayerischen Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels von hochqualifizierten Auszubildenden profitierten.- Wie Fred Weigl, Energieberater aus Bad Tölz, berichtete, fehlten vielen Unternehmen gerade bei Neuinvestitionen Informationen über technische Möglichkeiten. „Hier kann eine kurze Energieberatung von etwa einer Stunde schon viel helfen.“ Eine Energieberatung wird beispielsweise für kleine und mittlere Unternehmen von der Bundesregierung über die „Energieberatung im Mittelstand“ finanziell gefördert. Und wie Anna Schirpke von der Greensurance Stiftung und Alexander Rossner von Zukunftswerk ausführten, gibt es für Unternehmen über Energieeffizienzmaßnahmen hinaus die Möglichkeit den nicht einsparbaren ‚Rest‘ an Emissionen in Form von CO2-Zertifikaten zu kompensieren und dabei auch lokal das Klima zu schützen. „Indem das Geld auch in die Moor-Renaturierung in Bad Tölz oder im Trischelfilz fließt, wird das globale Phänomen Klimaschutz auch lokal greifbar.“

Insgesamt zeigten sich Beteiligten mit dem Treffen sehr zufrieden. Es wurde vereinbart, als nächste Schritte die gesammelten Informationen über die verschiedenen, in der Region verfügbaren Projekte, für Unternehmen verfügbar zu machen. Im Herbst soll dann zu einem Informationsabend eingeladen werden, an dem das Format der Energieeffizienznetzwerke interessierten Unternehmen genauer vorgestellt wird.