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2. Elektromobilitätskonferenz der Metropolregion München

2. Elektromobilitätskonferenz der Metropolregion München

 Benediktbeuern: Großes Interesse verzeichneten die Veranstalter der 2. Elektromobilitätskonferenz, der Europäische Metropolregion München e.V., welche zum ersten Mal im Kloster Benediktbeuern veranstaltet wurde. Unterstützung kam von den regionalen Partnern e-GAP, 17er Oberlandenergie und natürlich der Energiewende Oberland.

Impulse und Austausch im Mittelpunkt

Nach den Grußworten von Wolfgang Wittmann (Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion München e.V.) und Elisabeth Pleyl (Zentrum für Umwelt und Kultur, Benediktbeuern) stellten Oliver Venohr (BMW Group) und Alexander Kreipl (ADAC Südbayern) aktuelle Trends und Strategien bei der Elektromobilität dar.

Oliver Venohr ging in seinem Vortrag der These nach, dass sich in den nächsten 10 Jahren in der Automobilbranche mehr ändern wird als in den vergangenen 100 Jahren. Eindrucksvoll wurde hier ein Blick in die Zukunft des Automobils gewährt. Die Position des ADAC präsentierte Alexander Kreipl stellt unter anderem dar, wie sich Elektrofahrzeuge bei Crashtests verhalten. „Das Ergebnis ist durchaus positiv“, sagte der Verkehrs- und umweltpolitische Sprecher des größten Automobilclubs Deutschlands mit Blick auf das Abschneiden der E-Flitzer bei Versuchen im FIA-Testcenter. Von großem Interesse für die Konferenzteilnehmer waren sicherlich auch die Meinungsumfragen, die Kreipl präsentierte. Beispielsweise wurde erhoben, dass für die Hälfte der ADAC-Mitglieder eine Mindestreichweite von 300km für die Batterieladung eines reinen Elektroautos akzeptabel sei. Im Bezug auf die Ladezeiten könnte die Hälfte der Befragten mit bis zu 2 Stunden darauf warten, bis das Fahrzeug wieder vollständig geladen sei. In punkto Umweltbilanz hob Kreipl hervor, dass natürlich der Strom aus erneuerbaren Energien stammen muss, um gegenüber Verbrennungsmotoren einen Vorteil in Bezug auf die Emissionen des Fahrzeugs zu erzeugen. „Die CO2-Bilanz / „Umweltfreundlichkeit“ des Elektroautos ist von der für die Stromerzeugung eingesetzten Energiequelle/ Erzeugungsart abhängig“, schloss Kreipl seinen Vortrag.

Dr. Christoph Ebert (Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit & Technologie) und Stefan Drexlmeier (Energiewende Oberland) präsentierten die Ergebnisse der Live-Umfrage und führten anschließend in die vier Thementische des Nachmittags ein.

Die Live-Umfrage Ergebnisse im Überblick:

  • 25% der Konferenzteilnehmer besitzen bereits ein Elektrofahrzeug
  • 50% reisten noch mit einem KFZ mit Verbrennungsmotor an; 22% mit ÖPNV, fast 10% mit einem E-Fahrzeug aber auch 11% mit   einer Mitfahrgelegenheit
  • Die überwiegende Mehrheit (68%) war der Meinung, dass sich Elektromobilität schneller in der Stadt als auf dem Land durchsetzen wird. 17% waren der Meinung, dass kein Unterschied in der Entwicklung bemerkbar sein wird.
  • Der Schwerpunkt des Interesses (Mehrfachnennung) lag auch bei der zweiten Elektromobilitätskonferenz bei Lade-Infrastruktur (81%) gefolgt von Fahrzeuge (62%), E-Carsharing (54%) E-Bikes (38%) und rechtlichen Aspekten (25%)

 Folgende Experten teilten zu den jeweiligen Fachthemen in den Diskussionsrunden offen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus der Praxis:

E-Mobilität und Kommunen

Moderation: Dr. Christoph Ebert, Geschäftsführer Kompetenzzentrum Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

Experten:

●       Walter Huber (Stadtwerke Bad Tölz)

●       Bürgermeister Josef Lechner (Gemeinde Fischbachau),

●       Dr. Uwe Hera (Planungsreferat der Landeshauptstadt München)

Mobilität für die Generation Y

Moderation: Ilkkan Karatas, Kompetenzzentrum Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

Experten:

●       Oliver Venohr (BMW Group)

●       Katharina Hug (emmy-Sharing)

●       Martin Sauer (SWM)

Bauwirtschaft und E-Mobilität

Moderation: Christian Eichberger, 17er Oberlandenergie

Experten:

●       Prof. h.c. Reinhold Krämmel (Krämmel GmbH)

●       Stefan Feller (GEWOFAG)

Unternehmen und E-Mobilität

Moderation: Stefan Drexlmeier, Energiewende Oberland

Experten:

●       Thomas Schmidt (JobRad)

●       Joseph Seybold (IHK für München und Oberbayern)

●       Wolfgang Schek (Roche Diagnostics)

●       Dr. Selma Konar-Serr (Becker Büttner Held)

 Wertvolle Impulse und Vernetzung

Durchwegs positiv bewerteten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Einzugsgebiet der Metropolregion München die 2. Elektromobilitätskonferenz. Besonders hervorgehoben wurde das innovative Diskussionskonzept der Thementische, da es hier gelang an konkreten Fragestellungen zahlreiche Aspekte der Einführung der Elektromobilität in Kommunen und Unternehmen detailliert zu beleuchten und einige positive Beispiele weiter bekannt zu machen.

Auch bei der Kaffeepause und der Brotzeit im Anschluss der Konferenz gab es reichlich Gelegenheit sich auszutauschen. Eine 3. Elektromobilitätskonferenz im Jahr 2018 ist geplant.