Energiebilanz im Oberland

Wie bei allen Entscheidungen ist es wichtig die Ausgangslage zu kennen. Als Datengrundlage dienen die Klimaschutzkonzepte der Landkreise im Oberland und die Erhebungen im Rahmen des Förderprojekts INOLA

Strom

Die Stromversorgung im Oberland bestand im Jahr 2014 bilanziell zu ca. 43 Prozent aus Erneuerbaren Energien. Wasserkraft trägt mit 30 Prozent den größten Anteil zur regenerativen Stromversorgung bei. Solarenergie leisten einen Beitrag von insgesamt 14 Prozent. Der Bestand an Windkraftanlagen im Oberland ist sehr gering und spielt für die Stromversorgung aktuell noch keine Rolle. 57 Prozent des Strombedarfs werden derzeit über den bayrischen Strommix eingekauft und bestehen zu großen Teilen aus fossilen und nuklearen Energiequellen wie Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken.

Wärme

Die Wärmeversorgung basiert im Vergleich zur Stromversorgung noch stärker auf fossilen Energieträgern. So beträgt im Jahr 2014 der Anteil fossiler Brennstoffe an der Wärmeversorgung in den vier Landkreisen des Oberlands noch ca. 86 Prozent. Der Hauptanteil der regenerativen Wärmebereitstellung wird in der Region durch Biomasse (10%) erzeugt, gefolgt von Solarthermie (2%) und Oberflächennaher Geothermie (2%). 

Potenziale für Erneuerbare Energien im Oberland

Im Rahmen des Projekts INOLA wurde das naturräumliche Potenzial der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau untersucht. Dargestellt wird hier, ob im Oberland grundsätzlich ausreichend regenerativen Energie erzeugt werden kann, um den aktuellen Energiebedarf zu decken. 

In grau am unteren Ende der Grafik ist der Stromverbrauch des Jahres 2014 dargestellt. Summiert man alle Potenziale für erneuerbare Energien auf, so ergibt dies ein Vielfaches des Strombedarfs der Region. Das Oberland verfügt damit also über mehr als ausreichend Potenzial für Erneuerbare Energie, um den aktuellen Energiebedarf zu decken! 

Unser Fazit

Energiewende im Oberland ist möglich und wir verfügen über eine Vielfalt an erneuerbarer Energieerzeugung. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe nun zu bestimmen, welche Erneuerbaren wir zu wie großen Teilen nutzen möchten, um das Ziel der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2035 zu schaffen.