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Kann die Wasserkraft in unserer Region noch ausgebaut werden?

Naturräumliches Potenzial der Region „Energiewende Oberland“ zur Stromproduktion mit Wasserkraft

Das Projekt INOLA ermittelte im Rahmen der Potenzialanalyse das naturräumliche Potenzial der Landkreise Bad Tölz - Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim - Schongau zur Stromproduktion mit Wasserkraft.

Neue Wasserkraftanlagen

Aufgrund des bereits starken Ausbaus der Wasserkraft in Bayern steht in der Region kein Standort mehr für den Bau einer neuen großen Wasserkraftanlage zur Verfügung (E.ON Wasserkraft GmbH, 2009; letzter Standort am Walchenseekraftwerk wurde 2011 bereits erschlossen). Allerdings besteht Potenzial für kleinere Anlagen unter 1 MW Leistung. Durch Abschätzungen basierend auf einer deutschlandweiten Studie ergibt sich ein Potenzial von 70-135 GWh/a (BMU 2010), wovon seit Ende 2009 bereits ein Großteil realisiert wurde. Das bisher noch ungenutzte Potenzial beläuft sich auf 81 GWh/a.

Modernisierung und Nachrüstung

Detaillierte Angaben zur Modernisierung und Nachrüstung bereits bestehender Wasserkraftanlagen und zum Neubau an bestehenden Querbauwerken in der Region wurden ebenfalls erhoben und in Kartenform dargestellt. Je nach Bewertung der Eignung wird die zusätzliche noch mögliche Stromproduktion bis ins Jahr 2035 für Querbauten in etwa auf bis zu 4 GWh/a Strom abgeschätzt.

Pumpspeicherkraftwerke

Als fachliche Grundlage zur Ermittlung von PSW-Potenzialen in der Region wurde die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Auftrag gegebene Pumpspeicherpotenzialanalyse für Bayern herangezogen (LFU 2014).An vier möglichen Standorten könnte man mit Pumpspeicherkraftwerken in der Region sehr viel Strom produzieren und hätte zudem den Vorteil der Speicherung und Steuerung. Alle aufgeführten Varianten liegen im süd-östlichen Bereich des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. In Summe ergibt sich in der Region der Studie zufolge ein Pumpspeicherpotenzial in der Größenordnung zwischen 2.400 – 5.600 GWh/a Ertrag. Dem theoretisch großen Potenzial zur Pumpspeicherung in der Region stehen allerdings auch gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Argumente gegenüber.

Detaillierte Informationen zur Potenzialanalyse Wasserkraft finden Sie hier.

Wie viel Wasserkraft soll in unserer Region zugebaut oder modernisiert werden?

Das Ziel für das Oberland steht fest: Versorgung des Oberlands mit 100% erneuerbaren Energien im Jahr 2035. Jetzt geht es um die konkretere Gestaltung der Energiewende in unserer Region. Daher wird das Projekt INOLA in den kommenden Wochen im Rahmen von Expertenrunden neue und bereits vorhandene Strategien für Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien diskutieren und für die Umsetzung vorbereiten.

 

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