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Arbeitskreis Energie der Gemeinde Steingaden besucht Nahwärmenetze im Oberland


Bürgermeister Hallmannsecker bei der Vorstellung der Leitwarte des Heizwerks in Valley

Das Energiekonzept der Gemeinde Steingaden weist Potenzial für die Schaffung einer Nahwärmeversorgung aus. Nun machte sich der Arbeitskreis Energie auf den Weg durch’s Oberland, um sich über bestehende Anlagen zu informieren. Organisiert wurde die Exkursion von Andreas Scharli vom Kompetenzzentrum der Energiewende Oberland.

Holzvergasertechnik in Warngau

Erste Station der Rundtour durch das Oberland war Warngau. Die dortige Heizzentrale stieß aufgrund der innovativen Holzvergasertechnik gleich auf Bewunderung unter den Teilnehmern der Exkursion. Neben Wärme für kommunale und private Liegenschaften wird in Warngau auch Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Dadurch entsteht eine zusätzliche Einnahmemöglichkeit für den Anlagenbetreiber wodurch die Wirtschaftlichkeit derartiger Anlagen verbessert werden kann. Reinhard Bücher, Ehrenamtlicher Energiebeauftragter der Gemeinde, berichtete von der Entwicklung der Idee bis zur Umsetzung. Die beiden Betreuer der Anlage schilderten anschaulich die Erfahrungen aus der Praxis.

Besuch in der Leitwarte des Wärmenetzes Valley

Bürgermeister Andreas Hallmannsecker und Anlagenbetreuer Andreas Probst begrüßten die Delegation aus Steingaden und führten durch die dort im Jahr 2014 entstandene Leitwarte der Dorfheizung Valley. Besondere Begeisterung der mit Hackschnitzel betriebenen Nahwärmeversorgung löste die Möglichkeit aus mit wenigen Handgriffen einen Überblick über das gesamte Wärmenetz zu erhalten.

Nahwärmeversorgung als Genossenschaftsmodell in Untereglfing

45 Privathäuser und ein Unternehmen sind in Untereglfing als Dorfheizung zusammengeschlossen. Neben der Besonderheit, dass die Anlage mit einer Hackschnitzelheizung mit Grundlast Biogas (!) versorgt wird, war auch das Betreibermodell für die Besucher aus Steingaden von großem Interesse. „Ich würde es jederzeit wieder so machen“, fasst der Vorstand der örtlichen Wärmegenossenschaft seinen Erfahrungsbericht, der mittlerweile sieben Jahre im Betrieb der Anlage umfasst, zusammen.

Im nächsten Schritt wird der Arbeitskreis die verschiedenen Konzepte mit Hilfe des Kompetenzzentrum Energie EKO e.V. prüfen, inwieweit welches Modell auf die Gemeinde Steingaden übertragbar wäre.

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