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Die Energiewende Oberland hat sich zum Ziel gesetzt, die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Weilheim-Schongau in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Landkreise bis zum Jahr 2035 weitgehend von fossilen Energieträgern zu machen. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn neben den Bereichen Wärme und Strom auch der Verkehrsbereich nachhaltig gestaltet wird. Im Rahmen der derzeit stattfindenden Diskussionen zur Energiewende wird der Verkehrsbereich jedoch meist nur am Rande behandelt, obwohl er im EWO-Gebiet für mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sein muss. Auf der anderen Seite spielt die Mobilität für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums wie das Bayerische Oberland eine wichtige Rolle, die durch den demographischen Wandel noch an Bedeutung zunimmt. Dieses Spannungsfeld ist eine zentrale Herausforderung und gleichzeitig ein wichtiger Kernbaustein innerhalb eines zukunftsfähigen ganzheitlichen Energiekonzeptes für die EWO-Region.

In der EWO-Region wurden bereits Vorleistungen in Bezug auf Klima- und Ressourcenschutz erbracht. Alle drei Landkreise (WM, MB, TÖL) besitzen bereits Klimaschutzkonzepte mit konkreten Maßnahmen, wie die Energiewende regional auch im Bereich der Mobilität umgesetzt werden soll. Hier geht's zu den Klimaschutzkonzepten der Landkreise.

Das integrierte Verkehrskonzept (IVK) baut auf den vorhandenen Erfahrungen und den bereits laufenden Arbeiten im EWO-Gebiet auf.
Dazu gehören u.a. 

  • Die Existenz einer breit angelegten Infrastruktur zur Energieerzeugung, hier insbesondere von Strom aus erneuerbaren Energien,
  • der Politische Wille und die Bereitschaft, die Mobilität möglichst CO2-neutral zu gestalten und dabei die regionalen Notwendigkeiten/Änderungen (wie z.B. demographischer Wandel) zu berücksichtigen,
  • Anstrengungen zum gezielten Ausbau der Radwegenetze für Freizeit-, und insbesondere für Berufs- und Schülerverkehre (= Schnellradwege)
  • Studien zur Verkehrsvermeidung im Bereich des Tourismus (Sommer und Winter) und
  • Überlegungen zur Verbesserung der West-Ost-Verbindungen im EWO-Gebiet (z.B. durch eine „Isar-Loisach-Bahn“ von Bad Tölz nach Penzberg mit Verlängerung nach Weilheim/Schongau und Miesbach).

Da Mobilität nicht an den Landkreisgrenzen endet, ist es notwendig, die notwendigen Maßnahmen im Bereich der Mobilität über die Landkreisgrenzen hinweg eng miteinander zu vernetzen und die im Rahmen dieses Mobilitätskonzepts entwickelten Konzepte und Erfahrungen an andere Regionen weiterzugeben. Insbesondere ist eine enge Kooperation mit der Europäischen Metropolregion München (EMM) anzustreben.

In Anbetracht der Komplexität des Verkehrssystems ist eine aktive Begleitung durch Experten aus der Forschung erforderlich, wenn das Vorhaben erfolgreich gestaltet und die Voraussetzungen geschaffen werden sollen, die erzielten Ergebnisse auf andere Regionen übertragen zu können bzw. allgemein verwertbar zu machen. Hierzu sollen bestehende wissenschaftliche Ansatzpunkte mit der TUM; der LMU und anderen Hochschulen ausgebaut werden. Anknüpfungspunkte sind hierzu bestehende Projekte der TU München (Projekt „Wohnen-Arbeiten-Mobilität (WAM)“) und Ludwig-Maximilian-Universität München („Mobilität und Tourismus (Tegernseer Tal)“).

Parallel dazu sind Monitoring- und Controllingsysteme zu entwickeln, die auch eine fortlaufende CO2-Bilanzierung ermöglichen.

Kalender

INOLA

PEACE_Alps

Effiziente Umsetzung von Energie- und Klimaschutzkonzepten durch Bündelung von Aktivitäten
Mehr Information auf EWO-Projekte - PEACE_Alps

INOLA - Innovation für die Region
www.inola-region.de

Bioenergieregion Oberland:
www.bioenergieregion-oberland.de

SEAP_Alps - Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
www.seap-alps.eu

EWO-Kompetenzzentrum Energie EKO e.V.:
www.kompetenzzentrum-energie.info

Berufsoffensive Oberland:
www.jobs-mit-energie.de

Energiewende Oberland GmbH:
www.energiewende-oberland-gmbh.de

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