Lernprozess und Verhaltensänderung

Die Energiewende – Lernprozess und Verhaltensänderung

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende setzt Lernprozesse voraus, in dem den Bürger/Innen die komplexen Zusammenhänge dargestellt und die erforderlichen Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in verständlicher Form wiedergegeben werden. Diese Lernprozesse laufen in der Regel langsam, sind widersprüchlich und vielfach konfliktbehaftet. Dies gilt auch für die Energiewende und die damit verbundenen technologischen Veränderungen bzw. Maßnahmen. Bezeichnend dafür sind die Diskussionen über die Nutzung der Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie.

Es ist aber auch ein Umdenken im Umgang mit der Energie erforderlich. In erster Linie geht es darum, unser Verhalten zu verändern und effizienter als bisher die Energie einzusetzen und dadurch die so wichtigen Ressourcen zu sparen. Es muss uns bewusst werden, dass wir unsere Bedürfnisse nicht mehr auf Kosten kommender Generationen befriedigen bzw. nicht länger auf Kosten anderer leben können. Durch unser Handeln darf kein Schaden entstehen. Denn nur so kann es gelingen, unseren Kindern und Enkelkindern eine lebenswerte Welt zu übergeben.

Gesellschaftliche Konflikte sind an sich nichts Schlechtes und zu Vermeidendes. Im Gegenteil: die Modernisierung, Innovation und die Schaffung breiter gesellschaftlicher Akzeptanz wird nur dadurch ermöglicht, dass Konflikte ausgetragen werden können. Allerdings ist dabei ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft der Beteiligten erforderlich, weil nur so dauerhafte Fortschritte erreicht werden können.

Es ist deshalb ein großes Bedürfnis der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“, die Bürger/Innen im Rahmen von Bildungsprogrammen auf diese Veränderungen vorzubereiten und an der Planung bzw. Umsetzung von Maßnahmen von Beginn an zu beteiligen. Uns ist deshalb bewusst, dass mit der Energiewende ein „dickes Brett“ gebohrt werden muss, was große Anstrengungen und viel Geduld bedarf. Das sollte man wissen, um nicht vorschnell entmutigt zu werden, wenn die Entwicklung auf dem Gebiet der Energiewende etwas schleppend verlaufen sollte.